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Meteor-Logbuch 19. Juli 2008: LIFT up!

erstellt von aahke zuletzt verändert: 17.11.2016 12:07 — abgelaufen

Im Forscher-Blog zur 76. Meteor-Expedition, der vom 17.07.08 bis zum 24.08.08 auf den Webseiten des Geoportals planeterde.de zu lesen ist, erfahren sie heute von der MARMIC-Studentin Petra P. Ristova mehr über das in situ-LIFT-System.

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19. Juli 2008 (Autorin: Petra Pop Ristova)


Heute kommt der BLOG von:

Petra Pop Ristova"Mein Name ist Petra Pop Ristova. Ich bin eine Diplomstudentin des Internationalen MarMic (Marine Microbiology) Graduierten Programms des Max-Planck-Instituts (MPI) für marine Mikrobiologie in Bremen."






LIFT up!

Als gebürtige Mazedonierin hat für mich die Ausfahrt mit einem typischen Problem begonnen: Seekrankheit-was für ein Beginn meiner ersten Expedition. Aber jeder Tag bringt neues Glück, und heute kann ich schon wieder den schönen blauen Atlantik um mich herum bewundern.


19. Juli: Bild 1














Bild 1: Unsere Autorin inspiziert das Fahrstuhl-System LIFT

19. Juli: Bild 2














Bild 2: Ein Delphin spielt im Wasser – Wenn man ganz genau hinschaut kann man sehen wie sich unser Schiff METEOR in seiner Haut spiegelt (Foto von Volker Asendorf)

Heute war ein wunderbarer Tag: Warm, sonnig, kaum Wind und eine ruhige See. Passend dazu bot sich ein tolles Schaubild: eine große Schule von Delphinen und Seehunden durchpflügten das Wasser (Bild 2).

 19. Juli: Bild 3













Bild 3: Tomas Wilkop und Volker Asendorf montieren das Signallicht auf dem Fahrstuhl

Gleich von Beginn der Ausfahrt  an wurde hart gearbeitet: Tomas Wilkop und Volker Asendorf waren heute dabei, ein sehr wichtiges Gerät zusammenzubauen: Das IN SITU FAHRSTUHL System LIFT (Bild 3). Der Unterwasserfahrstuhl wurde gemeinsam von MPI und MARUM in Bremen entwickelt und ist ein halbautonomes Gerät, das uns Wissenschaftlern dabei hilft, größere Messinstrumente von Bord des Schiffes hinunter zum Meeresboden zu bringen - und auch nach Gebrauch wieder nach oben zu transportieren.

LIFT hat ein Gewicht von zwei Tonnen. Er wird von der Schiffswinde an einem Kabel am Meeresboden abgesetzt und dann vom Kabel gelöst. Wenn der Fahrstuhl platziert ist, kann das ROV QUEST heranfahren und die Schublade im LIFT öffnen, in der die Instrumente sowie weiteres Equipment für verschiedene Messungen am Meeresboden enthalten sind. Der Tauchroboter QUEST allein hat nicht genug Stauraum. Wenn  QUEST alle Messungen abgeschlossen hat, sammelt der Roboter die Geräte wieder ein, legt sie zurück in das LIFT-System. Um die Geräte zurück an Bord zu holen, können wir vom Schiff aus ein akustisches Signal aussenden, das die Auftriebskörper am LIFT auslöst, so dass dieser sanft an die Meeresoberfläche steigt. Mithilfe von LIFT kann die Arbeit der Wissenschaftler pro Tauchgang um 200-300% gesteigert werden!

Arbeit und frische Seeluft machen hungrig - heute gibt es für die Crew Indisches Curry.

Viele Grüße von der Meteor,

Petra Pop Ristova