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Meteor-Logbuch 21. Juli 2008: Icebreaker für alle

erstellt von aahke zuletzt verändert: 17.11.2016 12:07 — abgelaufen

Die ersten Tage an Bord werden durch Planung und Vorbereitung der Tauchgänge mit QUEST 4000 bestimmt - und der Icebraker-Party! Es berichtet im Forscher-Blog der französische Student Félix Muller. Der Blog wird bis zum24.08.08 auf den Webseiten des Geoportals planeterde.de zu lesen sein.

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21. Juli 2008 (Autor: Félix Muller)

FS Meteor: Shadow

Aktuelle Position

Im Meteor-Blog berichtet heute:

Felix Muller“Hallo, ich bin Felix, ein französischer Biologe von der Karibischen Universität von Guadeloupe (FWI). Mein Arbeitsgebiet ist Molekulare Genetik und Populationsgenetik. Ich nehme an der Ausfahrt teil, um Proben für das Labor von Frau Professor Francoise Gaill an der Universität von Paris 6 zu nehmen. Mein Ziel ist es, verschiedene Muscheln und Röhrenwürmer zu sammeln, die rundum die Gasaustritte an den Tiefsee-Ökosystemen leben. Warum sammle ich solche Organismen? Sowohl verschiedene Muscheln als auch die riesigen Röhrenwürmer leben in Symbiose mit verschiedenen Bakterien. Die Bakterien helfen ihrem Wirtsorganismus, sich in dem extremen Lebensraum zu ernähren. 21. Juli: shiptrackSie nutzen Methan oder Sulfid als Energiequelle und füttern den Wirt mit ihren Stoffwechselprodukten, die aus der Fixierung von Kohlenstoffdioxid entstehen. Die Beprobung und Untersuchung der chemosynthetischen Symbiosen ist auch für die anderen Wissenschaftler interessant, weil unsere Ergebnisse helfen werden, die Diversität und Rolle von symbiotischen Lebensgemeinschaften in verschiedenen Tiefseeökosystemen zu verstehen.”

 21. Juli: Bild 1










Bild 1: Im Konferenzraum der METEOR findet täglich das Wissenschaftler-Treffen statt. Die Fahrtleiterin Antje Boetius (am PC in der Mitte) erklärt den ersten Tauchgang.

Icebreaker für alle

Gestern nutzten wir die Zeit während des langen Transekts zum Arbeitsgebiet, um die Mannschaft des Schiffes zu einer Kennenlern-Party einzuladen, einem so genannten “Ice breaker”. Das war ein sehr schöner Moment: Alle haben zusammen auf das Gelingen der Ausfahrt angestoßen und konnten sich dabei besser kennen lernen. Es war auch eine gute Gelegenheit, um sich über Erlebnisse und Vorhaben auszutauschen und am Ende sogar ein bisschen zusammen zu tanzen. Heute haben wir dann mehrere Meetings abgehalten, während derer die Details der biologischen Probennahme besprochen wurden. Es ist wichtig, genaue Vorstellungen über die technischen und wissenschaftlichen Anforderungen jedes Tauchgangs zu erhalten. Alle Wissenschaftler benennen ihre Bedürfnisse an Probennahme und dem Einsatz von Instrumenten. Daraus wird ein genauer Tauchplan erstellt, damit jeder die Roboterzeit so effizient wie möglich nutzen kann und die bestmöglichen Proben erhält.

Bis zu den nächsten Abenteuern im tiefen Atlantik,

Félix

21. Juli: Bild 2












Bild 2: Der dritte Nautische Offizier, Felix Lauber, hilft die Dauer des Transits zur ersten Station zu berechnen sowie die geschätzte Ankunftszeit, die von Wind und Wetter abhängt.

 21. Juli: Bild 3













Bild 3: In den Laboren werden die Instrumente für die ersten Tauchgänge fertig gestellt. Volker Asendorf baut den Mikrosensor-Profiler zusammen, der hochauflösende Messungen der Porenwasserchemie am Tiefseeboden durchführen wird.

21. Juli: Bild 4










Bild 4: Ein Moment der Entspannung auf dem Achterdeck (in den Deckstühlen sitzen Jörn Tonnius und Patrick Meyer). Endlich kommt die Sonne heraus und verdrängt den kalten Nebel der ersten Tage.



Verweise
Bild(er)