Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Members Holger Kroker Treibhaus kommt ins Schwitzen

Treibhaus kommt ins Schwitzen

erstellt von holgerkroker zuletzt verändert: 23.08.2007 14:29

Um ein bis vier Grad wird die globale Mitteltemperatur bis zum Jahr 2100 noch ansteigen, warnen die im IPCC zusammengeschlossenen Klimaexperten. Die Spannbreite der Prognose ist gewaltig, wenn man sich vor Augen führt, dass in den vergangenen 100 Jahren ein Anstieg von 0,74 Grad gemessen wurde. Doch der Klimarat hat einfach mehrere Szenarien parallel rechnen lassen. Sie spiegeln die unterschiedliche Bereitschaft der Menschheit wieder, ihren Treibhausgasausstoß zu reduzieren.

Die günstigste Entwicklung wird vorhergesagt, wenn sich die Menschheit tatsächlich am Riemen reißt, die Nutzung fossiler Brennstoffe minimiert und sich stattdessen aus nicht klimaschädlichen Energiequellen bedient. Doch selbst in diesem Fall rechnen die Wissenschaftler mit einer Temperaturerhöhung von einem bis maximal drei Grad. Je höher der Anteil der fossilen Energieträger, desto drastischer fällt die Temperatursteigerung aus. Für den Fall, dass gar nichts geschieht, sehen die Wissenschaftler einen Anstieg um 2,4 bis 6,4 Grad voraus. Übrigens würde die Jahresmitteltemperatur selbst dann um 0,6 Grad steigen, wenn die Menschheit sofort mit dem Ausstoß von Treibhausgasen aufhörte. Für diese Erhöhung haben wir die Grundlagen bereits gelegt, wegen der trägen Reaktion des Klimasystem macht sie sich aber erst langsam bemerkbar.

Wir haben bereits in den vergangenen Jahren erfahren, was hinter einem solchen Anstieg der Mitteltemperatur steckt. Elf der zwölf wärmsten der vergangenen 100 Jahre fallen in die Zeit von 1995 bis 2006. In Mitteleuropa stiegen die Sommertemperaturen auf neue und ungeahnte Rekordtemperaturen. In der Karibik und auch in Südostasien wurde eine wachsende Zahl von tropischen Wirbelstürmen verzeichnet. Entsprechendes droht sich in der Zukunft zu verstärken. Als nahezu sicher sehen die Experten an, dass sich fast überall auf der Welt die Zahl der heißen Tage im Sommer zunehmen wird. An diesen heißen Tagen werden auch die Temperaturen steigen. Als sehr wahrscheinlich gelten Hitzewellen und so genannte Starkregen. Das sind Regenfälle, die innerhalb kürzester Zeit gewaltige Wassermengen bringen und deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Überschwemmungen führen. Als wahrscheinlich sehen die Experten an, dass sich die Zahl von Dürren oder tropischen Wirbelstürmen erhöht und es an den Meeresküsten vermehrt zu Überflutungen kommt.