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Nachhaltiges Ressourcen Management

erstellt von huenken zuletzt verändert: 25.07.2011 10:56

Projekt:
Nachhaltiges Ressourcen Management; Entwicklung einer Systemlösung für ein nachhaltiges Management lebender Ressourcen
Laufzeit:
01.08.2003 bis 31.03.2007
Koordinator:
Prof. Dr. Mayerle

Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ)
Hafentörn
25761 Büsum
Programm:
Programm Meeresforschung der Bundesregierung (1993)
Themenschwerpunkt:  Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit Indonesien
Ziele:
Ziel des Projektes ist es mittels numerischer Modelle Strategien zur Meeresumweltüberwachung zu entwickeln. Dazu wird exemplarisch ein System konkreter Entscheidungshilfen und Empfehlungen ("Decision Support System" - DSS) für die Genehmigung, den Betrieb und das Management von Fischzuchtbetriebe in Küstenräumen erarbeitet, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Um repräsentative Aussagen zu ermöglichen, werden Betriebe auf den Seribu Islands vor Jakarta und in der Buchtenregion bei Gondol/Nordbali analysiert. Intensive Messkampagnen gemeinsam mit den indonesischen Partnern, ein fortlaufendes Umweltmonitoring von Wasser und Sediment (physikalische, chemische und biologische Parameter, besonders Nährstoffe) sowie Daten aus den Farmbetrieben sowie sozioökonomische Erhebungen liefern essenzielle Daten für das „Decision Support System“ (DSS). Das softwaregestützte DSS wird gemäß dem erklärtem Bedarf von indonesischer Seite für Anwender aus Wirtschaft und Regierung (Genehmigungs-, Kontrollbehörden) konzipiert und als Instrument für umweltrelevante Simulationen im integrierten Küstenzonenmanagement weitläufig Verwendung finden. Besonderen Wert wird der begleitenden Ausbildung zum Aufbau wissenschaftlicher Kapazitäten (MSc, PhD) beigemessen.

Die bilaterale wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit (WTZ) mit Indonesien wird durch ein Rahmenabkommen über die Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung (BGBl. 1979 II 1286), das 1979 unterzeichnet wurde geregelt.

Für den Bereich der Meeresforschung und Geowissenschaften wurde im Jahr 2000 ein spezieller Lenkungsausschuss "Earth and Ocean Research" etabliert, der bisher jährlich tagte um die Rahmenbedingungen für die Durchführung gemeinsamer Projekte zu definieren. Die wichtigsten Partner auf indonesischer Seite sind das Ministry of Research and Technology (RISTEK), das Ministry of Marine Affairs and Fisheries (DKP) und die indonesische Agency for the Assessment and Application of Technology (BPPT). Gemeinsam entwickelten deutsche und indonesische Wissenschaftler einen "Aktionsplan" unter Leitung des Zentrums für Marine Tropenökologie.

Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit mit Indonesien werden insbesondere Projekte zum Küstenzonenmanagement, zur Aquakultur und zu marinen Naturstoffen gefördert. In Übereinstimmung mit den indonesischen Interessen konzentrieren sich zahlreiche Projekte auf den Aspekt der Erfassung und nachhaltigen Nutzung mariner Ressourcen. Die laufenden Aktivitäten wurden unter dem Verbund "Science for the Protection of Indonesian Coastal Marine Ecosystems" SPICE zusammengefasst.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der bilateralen Kooperation ist die Aus- und Weiterbildung indonesischer Studenten und Wissenschaftler. Hierzu wurde ein BMBF-finanziertes Stipendienprogramm des DAAD in der Meeresforschung entwickelt. Mit dem Sonderprogramm Meeresforschung mit Indonesien sollen die indonesischen Hochschulen und staatlichen Forschungseinrichtungen beim Aufbau des wissenschaftlichen Nachwuchses für Forschung und Lehre sowie beim Aufbau bilateraler Forschungskooperationen unterstützt werden.

Weitere Informationen finden sich auf den Seiten der "Kooperation international" bzw. beim Internationalen Büro.