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SPLASH

erstellt von huenken zuletzt verändert: 28.01.2015 15:10

Projekt:
WTZ China
SPLASH: Entwicklung eines Entscheidungshilfesystems zur nachhaltigen und umweltgerechten Küstenplanung auf der Halbinsel Shandong, China

Laufzeit:
01.11.2011 bis 28.02.2015
Koordinator:
Prof. Dr. Roberto Mayerle

Forschungs- und Technologiezentrum Westküste, Coastal Research Laboratory
Otto-Hahn-Platz 3
24118 Kiel
Programm:
Forschung für nachhaltige Entwicklungen (2009)

Themenschwerpunkt: Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit China

Ziele:
Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungssystems (DSS - Decision Support System) für eine nachhaltige Küstenraumplanung der Nordküste der Halbinsel Shandong (Bohai See, Gelbes Meer). Das Gebiet ist für China von großer Bedeutung, da es der nächstgelegene Meereszugang der Hauptstadt Peking ist und der Gelbe Fluss in den Golf von Bohai mündet. Die Region ist stark beeinflusst durch Küstenerosionsprozesse, Überflutungen und Umweltverschmutzung. In Zusammenarbeit mit dem chinesischen Kooperationspartner, dem Yantai Institute of Coastal Zone Research (Shandong), werden zunächst Karten für hydrodynamisch besonders belastete Küstenzonen erstellt. Nach Aufbau einer Datenbank mit relevanten Informationen wird ein Küstenradarsystem zur Messung von Strömungen und Wellen eingesetzt. Parallel werden schiffsgestützt mittels hydrographischer Messungen (z.B. Sonarsystem, CTD Sonde) Wasser- und Sedimentschichten im Küstenbereich untersucht. Außerdem soll eine bathymetrische Kartierung durchgeführt werden. Es erfolgt eine Verifizierung der Radardaten mit den schiffgestützten in-situ Messungen. Die Firma Helzel wird beauftragt, das Küstenradarsystem (WERA) an die Gegebenheiten der Küste anzupassen, zu kalibrieren und die prozessbasierten Modelle für Strömungen und Seegang zu verifizieren. Nach erfolgreicher Verifizierung soll das Radarsystem großräumig eingesetzt werden, um die Raumordnungsplanung auf angrenzende Gebiete ausweiten zu können. Letztlich werden die gewonnenen Strömungs- und Seegangsdaten sowie die Untersuchungen zum Sedimenttransport und zur Bodenentwicklung zusammengefasst und unterschiedliche Szenarien simuliert. Die Szenarien der zukünftigen Küstenentwicklung fließen in das Entscheidungshilfesystem ein. Die simulierten Ergebnisse sollen dann in Zukunft für eine wirtschaftlich nachhaltige Raumplanung der Küstenentwicklung unter Einbeziehung gesonderter Szenarien, wie das Auftreten von schweren Stürmen und Meeresspiegelanstieg, genutzt werden.