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BIOACID II

erstellt von huenken zuletzt verändert: 21.08.2015 10:20

Projekt:

BIOACID II
Biologische Auswirkungen der Ozeanversauerung

Laufzeit:

01.09.2012 bis 30.09.2015

Koordination:

Prof. Dr. Ulf Riebesell

GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Wischhofstr. 1 - 3
24148 Kiel

Projektpartner:

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI)

Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Bremen

Universität Oldenburg, Institut für Biologie und Chemie des Meeres

Forschungsverbund Berlin e.V., Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei

Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Materialforschung und Küstenforschung

Institut für Weltwirtschaft Kiel

Universität Bremen, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM)

Universität Düsseldorf, Institut für Stoffwechselphysiologie

Universität Rostock, Institut für Biowissenschaften

Universität Kiel, Institut für Geowissenschaften

Programm:

BMBF Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" (2009)

Themenschwerpunkt:

Klimafaktor Meer

Ziele:

Die Forschungen des Verbundes BIOACID II sind auf die Zukunftsvorsorge gerichtet. Es werden Fragen und Probleme aufgegriffen, die im Sondergutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung zu Globalen Umweltveränderungen von 2006 mit dem Titel "Die Zukunft der Meere – zu warm, zu hoch, zu sauer" als besonders gravierend benannt und auch im "Positionspapier für eine kohärente deutsche Forschungsstrategie zum Globalen Wandel" des Nationalen Komitees für Globale Change Forschung herausgestellt werden.

Die Forschungen des Verbundes wie auch die des vorliegenden Vorhabens entsprechen den Zielsetzungen des BMBF Rahmenprogramms "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" und tragen dem Aktionsprogramm "Forschung zum Klimawandel" des BMBF Rechnung.

BIOACID II ist ein deutscher Beitrag zum Programm IMBER (Integrated Marine Biogeochemistry and Ecosystem Research) des IGBP (International Geosphere -Biosphere Programme) und des SCORE (Scientific Committee on Oceanic Research).

In den Verhandlungspapieren zu RIO+20 wird die Ozeanversauerung als eine Herausforderung benannt, der mit geeigneten Maßnahmen begegnet werden muss. Forschungen legen dafür die Grundlagen.

Die übergeordneten wissenschaftlichen Themen des Verbundes lauten:

  1. Pelagische Ökosysteme unter Ozeanversauerung: ökologische, biogeochemische und evolutionäre Reaktionen.
  2. Reaktionen der benthischen Gemeinschaften auf interaktiven Stress.
  3. Natürliche CO2-reiche Riffe als Fenster in die Zukunft: Anpassung des marinen Lebens an langfristige Ozeanversauerung und Konsequenzen für die biogeochemischen Kreisläufe.
  4. Auswirkungen der Ozeanversauerung in einem sich erwärmenden Klima auf Interaktionen  zwischen den Arten an den Verteilungsgrenzen: Mechanismen und Konsequenzen auf Ökosystem-Ebene.
  5. Ökosystemdienstleistungen des Ozeans unter dem Einfluss der Meerwasserversauerung.

Damit werden einerseits wichtige Themen aus BIOACID I, die in den ersten drei Jahren der Bearbeitung nicht abschließbar waren, fortgesetzt. Hinzu kommen andererseits neue weiterführende Ansätze wie der Versuch, evolutionäre Anpassungen mariner Organismen an sinkende pH-Werte zu erfassen und die Auswirkungen der Ozeanversauerung auf ökosystemarer Ebene zu beschreiben. Gänzlich neu sind Untersuchungen über den Einfluss der Ozeanversauerung auf die wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten biologischer mariner Ressourcen, dargestellt am Beispiel der Fischerei.

Projektwebseite:

Weitere Informationen finden sich auf der Projektwebseite.