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BONUS ECOSYSTEM - Bio-C3

erstellt von huenken zuletzt verändert: 06.02.2014 11:23

Projekt:

BONUS ECOSYSTEM
Bio-C3: Veränderung der Biodiversität – Ursachen, Konsequenzen und Auswirkungen auf Managementmaßnahmen

Laufzeit:

01.01.2014 bis 31.12.2017

Koordination:

Prof. Dr. Thorsten Reusch

GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Wischhofstr. 1-3
24148 Kiel

Projektpartner:

Thünen-Institut für Ostseefischerei, Rostock

Universität Hamburg, Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft

Technical University of Denmark, DTU Aqua, Charlottenlund (Dänemark)

Danish Hydraulic Institute DHI, Hørsholm (Dänemark)

University of Tartu, Estonian Marine Institute, Tallin (Estland)

Finnish Environment Institute (SYKE), Helsinki (Finnland)

Åbo Akademi University, Turku (Finnland)

Klaipėda University, Marine Science and Technology Center (Litauen)

National Marine Fisheries Research Institute, Gdingen (Polen)

Stockholm University (Schweden)

University of Gothenburg (Schweden)

Swedish Meteorological and Hydrological Institute, Norrköping (Schweden)

Programm:

BMBF Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklungen (2009)

Themenschwerpunkt:

Küstenforschung

Ziele:

Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms "Gemeinsames Ostseeforschung Programm zur Förderung von Wissenschaft (BONUS)" gefördert. Bio-C3 wird im Verbund von 13 Instituten aus sieben baltischen Ländern den Einfluss der Ausbreitung von gebietsfremden (invasiven) Arten auf die Biodiversität der Ostsee untersuchen. Im Fokus des Interesses steht dabei der Einfluss dieser Arten auf die verschiedenen Ebenen des Nahrungsnetzes und auf die Entwicklung von einheimischen Fischarten. Darüber hinaus zielen die Untersuchungen auf die genetischen und physiologischen Anpassungsstrategien sowohl der invasiven als auch der einheimischen Fischarten vor dem Hintergrund sich verändernder Klima- und Umweltbedingungen. Die unterschiedliche Ausprägung dieser artspezifischen Anpassungsstrategien wird einen erheblichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung des Fischbestandes in der Ostsee und dessen fischereiliche Nutzung haben. Die Ergebnisse werden in ein Vorhersagemodell zur Veränderung der Biodiversität unter verschiedenen Umwelteinflüssen einfließen. Derartige Modelle können die Entwicklung von Handlungsstrategien und Managementkonzepten zur Erreichung bzw. zum Erhalt eines guten ökologischen Umweltzustandes und Artenreichtum der Ostsee maßgeblich unterstützen.

Hinsichtlich der Biodiversitätsforschung werden folgende Ziele verfolgt:

  • Erkenntnisgewinn über die Änderungen der Biodiversität in der Ostsee und Charakterisierung der wichtigsten ursächlichen Einflussgrößen (insbesondere durch Invasionen fremder Arten).
  • Charakterisierung der Veränderung der Ökosystemfunktionen infolge des momentanen und vorhergesagtem Verlustes oder der Änderung der Biodiversität.
  • Erkenntnisse über die Auswirkungen sich verändernder Nahrungsnetze und trophischer Kaskaden zum Beispiel durch sich neu etablierende Arten, unter besonderer Berücksichtigung wirtschaftlich genutzter Fischarten.
  • Abschätzung der Anpassungsfähigkeit von Populationen in Relation zur physiologischen Toleranz unter sich ändernden Umweltbedingungen in Abhängigkeit von ihrer genetischen Vielfalt, insbesondere Änderungen des Salzgehaltes und des Temperatur-Regimes (Mittelwerte und Extremwerte).
  • Charakterisierung der Habitatbedingungen, unter sich ändernden Bedingungen (Eutrophierung, Temperatur, pH und Sauerstoff) in ausgewählten Bereichen der Ostsee, sowie Darstellung der Konnektivität zwischen Ostsee-Regionen auf verschiedenen Skalen.