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COMET

erstellt von huenken zuletzt verändert: 05.07.2012 06:47

Projekt:
COMET
Kontrollfaktoren der Methanflüsse und ihre Klimarelevanz in marinen gashydrathaltigen Ökosystemen
Laufzeit:
01.01.2005 bis 28.02.2008
Koordinator:
Dr. P. Linke

Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR)
Wischhofstrasse 1-3
24148 Kiel
Projektpartner:
TU Hamburg-Harburg, Institut für Mechanik und Meerestechnik

L3 ELAC Nautik GmbH

Universität Göttingen, Geowissenschaftliches Zentrum (Abteilung Geobiologie)

Universität Kiel, Institut für Geowissenschaften
Programm:
Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN
Themenschwerpunkt: Methan im Geo-/Biosystem
Ziele:
Ziel des in Kooperation mit weiteren Partnern durchgeführten Verbundvorhabens COMET ist die Untersuchung der komplexen Steuerparameter, die einen entscheidenden Einfluss auf die Freisetzung und den Umsatz von Methan aus cold seeps und oberflächennahen Gashydraten in den Wasserkörper und die Atmosphäre haben, um Aussagen über die Klimawirksamkeit dieses wichtigen Treibhausgases heute und in der Vergangenheit vornehmen zu können.
Dieses Ziel soll durch die Optimierung und den gezielten Einsatz einer ganzen Suite von innovativen Technologien in Form von integrativen Langzeitobservatorien zusammen mit Experimenten in einem neuartigen Drucklabor, durch spezielle hydroakustische Systeme sowie ferngesteuerte Bohr- und in-situ Experimentier-Plattformen realisiert werden, um die Filterfunktion des Sedimentes, der Sediment-/Wasser-Grenzschicht und der Wassersäule eingehend zu untersuchen. Authigene Karbonate, deren Bildung in unmittelbarem Zusammenhang zum Methanfluss stehen, werden als natürliche Geo-Archive genutzt, um durch die Anwendung verbesserter Paläo-Proxies die Umweltbedingungen in der Erdgeschichte zu rekonstruieren. Begleitend zu den geplanten Untersuchungen werden bestehende numerische Modelle weiterentwickelt, um die Fluidfreisetzung und den biogeochemischen Stoffumsatz in hydrathaltigen Sedimenten und das Schicksal des Methans in der Wassersäule zu untersuchen.
Diese Untersuchungen sollen in Arbeitsgebieten mit cold seeps (mittlere Nordsee) und unterschiedlichen Bildungs- und Destabilisierungsbedingungen von marinen Gashydraten durchgeführt werden (Golf von Cadiz, Hikurangi Akkretionskomplex) und sollen eine Basis für ein quantitatives Verständnis des ozeanischen Methan-, Kohlenstoff-, Nährstoff- und Spurenelement-Budgets darstellen und in sozio-ökonomischen Handlungsempfehlungen für ein integriertes Kontinentalrand-Management resultieren.