Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Members huenken BMBF Projekte COMEXTECH

COMEXTECH

erstellt von huenken zuletzt verändert: 05.08.2011 13:13

Projekt:
COMEXTECH
Ein kombiniertes Erkundungsverfahren zur Bestimmung von Untergrundstrukturen und zur Ermittlung der Gesteinsparameter
Laufzeit:
01.08.2006 bis 31.07.2009
Koordinator:
Dr. P. Dietrich

Umweltforschungszentrum (UFZ) Leipzig-Halle GmbH, Department Monitoring- und Erkundungstechnologien
Permoserstr. 15
04318 Leipzig
Projektpartner:
Universität Weimar, Grundbau und Bodenmechanik

Geotomographie GmbH

Programm:
Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN
Themenschwerpunkt: Erkundung, Nutzung und Schutz des unterirdischen Raumes
Ziele:
Für die Beschreibung von Baugrundeigenschaften ist die Bestimmung geotechnischer Parameter wie z. B. Steifigkeit oder Festigkeit des Bodens notwendig, um hieraus das Deformations- und Festigkeitsverhalten des Untergrundes bei Bauprojekten ableiten zu können. Für die Beschreibung des Baugrundes werden zumeist Tabellenwerte herangezogen, lokale Tests wie Drucksondierungen oder Plattendruckversuche durchgeführt bzw. Bodenkennwerte mit Hilfe von Bodenproben in Laborversuchen ermittelt. Diese Verfahrensweise ist mit erheblichen Risiken verbunden, da hierbei aus sehr kleinräumigen Tests auf die Gesamteigenschaften des Untergrundes geschlossen wird, der jedoch sehr heterogen zusammengesetzt sein kann. Eine sinnvolle Ergänzung zu den üblichen Baugrunduntersuchungen stellen seismische Messungen dar, die in Kombination mit lokalen geotechnischen Verfahren, Bohrlochmessungen und Laboruntersuchungen eine optimale Erkundung des Untergrundes ermöglichen.

Ziel des Verbundes COMEXTECH ist die Weiterentwicklung und die Kombination seismischer und geotechnischer Methoden zur Abbildung der Verteilung geotechnischer Parameter im Untergrund. Grundvoraussetzung hierfür ist ein verbessertes Verständnis der Beziehung zwischen seismischen und geotechnischen Parametern, das aus dem kombinierten Einsatz verschiedener Erkundungsverfahren gewonnen werden soll. Kernstück ist eine gerätetechnische Neuentwicklung, bei der Schallquellen in eine Drucksonde integriert werden. Die Drucksonde ist Teil einer mobilen Messeinrichtung, an die eine Messkette aus Beschleunigungsmessern angehängt wird, um die seismischen Signale aufzunehmen. Diese Untersuchungen werden durch Feldversuche (Drucksondierungen, Plattendruckversuche) und Laborexperimente (Bodenbeschaffenheit, Steifigkeit, Dehnungsverhalten) ergänzt.