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WTZ Südliches Afrika - SPACES - GENUS II

erstellt von huenken zuletzt verändert: 15.10.2013 06:48

Projekt:
WTZ Südliches Afrika - SPACES - GENUS II: Geochemie und Ökologie des Auftriebsgebietes vor Namibia
Laufzeit:
01.05.2012 bis 30.04. 2015
Koordinator:
Prof. Dr. K.-C. Emeis

Universität Hamburg, Institut für Biogeochemie und Meereschemie
Bundesstraße 55
20146 Hamburg
Projektpartner:
Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Materialforschung und Küstenforschung

Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) Bremen

Universität Bremen

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) Bremerhaven

Programm:
BMBF Rahmenprogramm »Forschung für nachhaltige Entwicklungen« (2009)
Themenschwerpunkt: Erforschung der Folgen klimatischer Änderungen im Meeres- und Küstenbereich
Ziele:
GENUS ist der deutsche Beitrag zum Programm IMBER (Integrated Marine Biogeochemistry and Ecosystem Research), das vom IGBP (International Geosphere - Biosphere Programme) und von SCOR (Scientific Committee on Oceanic Research) gemeinsam getragen wird.

Das Hauptaugenmerk des Verbundes GENUS ist auf das Verständnis grundlegender Prozesse in einem wichtigen marinen Kompartiment des Erdsystems, dem Benguela- Auftriebsgebiet vor Südwestafrika, unter dem Einfluss des Klimawandels gerichtet. Auftriebsgebiete spielen eine zentrale Rolle für ozeanische Stoffkreisläufe von Nährstoffen und klimarelevanten Gasen sowie für ökologische und sozioökonomische Prozesse. Als Hochproduktionsgebiete stellen sie den größten Teil der Fischereierträge. Das Projekt GENUS II schließt an eine erste Förderphase vom März 2009 bis April 2012 an (vgl. GENUS).

GENUS bildet die ozeanische Komponente in der "Joint Initiative by South Africa, Namibia, Angola and Germany in the Benguela Current Influenced Southwestern African Region", die unter dem Titel "SPACES - Science Partnership for the Assessment of Complex Earth System Processes" umgesetzt wird. Aus GENUS werden Kenntnisse resultieren, deren Nutzung in mehrfacher Hinsicht zu sehen ist:
  1. Die Erkenntnisse aus GENUS werden Aufschluss geben über die Veränderungen des Ökosystems im Auftriebsgebiet vor Namibia unter dem Einfluss des Klimawandels. Längerfristig sind daraus Abschätzungen abzuleiten über die Entwicklung der Fischerei in diesem im internationalen Maßstab beutenden Fischfanggebiet. Unter diesem Aspekt betreffen die Arbeiten von GENUS wichtige wirtschaftliche Interessen der südafrikanischen Länder. Entsprechend intensiv sind Kooperationsbeziehungen des Verbunds GENUS, mit zuständigen Einrichtungen der südafrikanischen Anrainerstaaten, einschließlich des Capacity Buildings.
  2. Ozeanische Auftriebsgebiete spielen wegen ihres intensiven Stoff- und Energieaustausches mit der Atmosphäre und den angrenzenden Landgebieten eine wesentliche Rolle im Klimasystem sowohl im globalen Maßstab wie auch bezogen auf die südwestafrikanische Region. GENUS ist eingebunden in große internationale Programme zum Klimawandel. Auf diesem Wege werden die Ergebnisse aus GENUS Eingang finden beispielsweise in Beiträge zu den IPCC- Reports. Auf regionaler Ebene werden die ozeanografischen Ergebnisse Anwendung finden bei der Entwicklung von Klimaprognosen für die Festlandregionen Südafrikas. Dieses Aufgabengebiet ist in die oben erwähnten BMBF-Initiative SPACES integriert.
  3. Die Ergebnisse aus GENUS werden im "World Data Center for Marine Environmental Sciences MARE" an der Universität Bremen archiviert. So sind sie der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich.