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MicroActiv

erstellt von huenken zuletzt verändert: 20.07.2011 14:26

Projekt:
MicroActiv
Optimierung von Wasseraufbereitungstechnologien zur Arsen- und Antimonfixierung durch mikrobiologisch aktive Eisenminerale
Laufzeit:
01.07.2008 bis 30.06.2011
Koordinator:
Prof. Dr. M. Kersten

Universität Mainz, Institut für Geowissenschaften (Umweltgeochemie)
Becher-Weg 21
55099 Mainz
Projektpartner:
GEH Wasserchemie GmbH Osnabrück

Universität Tübingen, Institut für Geowissenschaften (Geomikrobiologie)

UFZ Leipzig, Department für Analytik

RWTH Aachen, Institut für Mineralogie und Lagerstättenlehre

Programm:
Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN
Themenschwerpunkt: Mineraloberflächen: Von atomaren Prozessen zur Geotechnik
Ziele:
Technologien der Aufbereitung von Grundwässern mit erhöhten Arsen- und Antimonkonzentrationen auf Basis von Eisenoxidfiltern sind zwar bereits seit langem etabliert. Wesentliches und nach wie vor weitgehend unverstandenes Problem sind jedoch die auftretenden enormen Leistungsunterschiede baugleicher Filter bei gleichen Schadstoffgehalten, Redox- und pH-Werten aber ansonsten regional und kleinräumig unterschiedlicher Grundwasserbeschaffenheit. Konkurrenzreaktionen scheinen durch Variationen in den anorganischen Inhaltstoffen des zu reinigenden Wassers oder durch organische Inhaltsstoffe (z. B. Huminstoffe) verursacht zu sein.

Neben den rein chemisch bedingten Störfaktoren könnten insbesondere auch mikrobielle Oberflächenreaktionen in Biofilmen von Bedeutung sein. Diese Vielfalt an beeinflussenden Faktoren gilt es durch einen interdisziplinären Ansatz innerhalb des Projektverbundes zu untersuchen. Zum Einsatz kommen modernste Verfahren der Speziationsanalyse sowohl der gelösten (UFZ) als auch der adsorbierten Schadstoffe (Uni Mainz), die röntgenspektroskopische Charakterisierung der Sorbentphasen (RWTH Aachen), sowie die Charakterisierung der mikrobiellen Reaktionen in Biofilmen auf den Sorbentphasen (Uni Tübingen).

Die Ergebnisse sollen in ein Reaktionsmodell auf molekularer Basis einfließen, aus dem heraus praktikable Lösungsvorschläge zur Optimierung des Einsatzes von Eisenoxidfiltern insbesondere auch auf dem Drittweltmarkt zusammen mit der Firma GEH Wasserchemie erarbeitet werden.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.