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MUSTOK: MUSE Ostsee

erstellt von huenken zuletzt verändert: 02.08.2011 12:09

Verbundvorhaben:
MUSTOK
Modellgestützte Untersuchungen zu extremen Sturmflutereignissen an der Deutschen Ostseeküste (03KIS052, 03KIS053, 03KIS054)


Ziel des interdisziplinären Verbundprojektes MUSTOK ist die Abschätzung des Auftretens von Sturmfluten mit sehr geringer statistischer Eintrittswahrscheinlichkeit, sowie die Entwicklung einer gegenüber heutigen Ansätzen konkreteren, weiterführenden Bemessungsmethode. Synergieeffekte ergeben sich aus der meteorologischen Modellierung, der Entwicklung überregionaler Zirkulationsmodelle sowie der Anwendung der Extremwertstatistik für Regionalisierungen.
Koordinator:
Prof. Dr. Jürgen Jensen

Universität Siegen, Forschungsinstitut Wasser und Umwelt
Paul-Bonatz-Str. 9-11
57076 Siegen
Verbundpartner:
Universität Rostock, Fachgebiet Küstenwasserbau

Universität Kiel, Labor für Küstenforschung

Programm:
Schifffahrt und Meerestechnik für das 21. Jahrhundert
Konzept: Forschungskonzept für das Kuratorium für Forschung im Küsteningenieurwesen
Vorhaben:
MUSE Ostsee
Modellgestützte Untersuchungen zu Sturmhochwasserständen mit sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten an der Deutschen Ostseeküste (03KIS052)

Bearbeitung:
Universität Siegen, Forschungsinstitut Wasser und Umwelt
Paul-Bonatz-Str. 9-11
57076 Siegen
Projektleiter:
Prof. Dr. Jürgen Jensen
Laufzeit:
01.07.2005 bis 30.06.2008
Ziele:
Sturmfluten sind Naturereignisse, die wegen der intensiven Nutzung des Küstenraumes zu schweren Schäden führen können. Küstenschutz in Form von Deichen, Sperrwerken usw. sowie Vorhersageverfahren müssen auf einander abgestimmt sein, um optimalen Schutz zu gewährleisten. Sowohl Küstenschutz als auch die Ermittlung von maßgebenden zukünftigen Sturmflutwasserständen basieren auf der Analyse extremster Fluten. Wegen zunehmender Verstädterung, Besiedelung und Industrialisierung hochexponierter Regionen sind weltweit die volkswirtschaftlichen Schäden bei Naturkatastrophen in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches gestiegen.

Das Ziel des Teilvorhabens MUSE Ostsee im Verbundprojekt MUSTOK ist die Abschätzung physikalisch höchstmöglicher Sturmflutwasserstände an der Deutschen Osteeküste und die Ermittlung der zugehörigen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Bei der Bearbeitung sind zunächst die Kriterien für die Entstehung von Sturmhochwasserständen an der Deutschen Ostseeküste zu definieren, was aufgrund der Struktur der Ostsee (semi-closed sea) zu komplexen Wettersituationen führt. In das Vorhaben sind als weitere Partner drei Großforschungseinrichtungen eingebunden. Der Deutsche Wetterdienst wird mit Hilfe atmosphärischer Modelle physikalisch konsistente Sturmflutwetterlagen simulieren. Das Helmholtzzentrum für Küstenforschung wird die Zugbahnen der Sturmzyklonen physikalisch konsistent variieren, um somit auch besondere Effekte der Ostsee (Sturmhochwasser durch Schwingungen der Wassermassen) zu erfassen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie wird mit Hilfe des operationellen Wasserstandsvorhersagemodells Wasserstand und Strömung berechnen. Die statistische Einordnung dieser Daten und der beobachteten Daten obliegt dem fwu, welcher aufgrund der besonderen Datenstruktur eine besondere Bedeutung zukommt.

Die Ergebnisse sind im Hinblick auf aktuelle Fragestellungen zu einer möglichen Klimaänderung und den Schadenspotenzialen in gefährdeten Bereichen zu verwerten.