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WTZ Israel - Thermischer Stress

erstellt von huenken zuletzt verändert: 04.02.2015 16:08

Projekt:
WTZ Israel: Eine integrierte Feld- und Laborstudie an benthischen Foraminiferen als Modellsystem für den Effekt von thermischen Stress auf marine Küstenökosysteme
Laufzeit:
01.02.2012 bis 30.06.2015
Koordinator:
Prof. Dr. Michal Kucera

Universität Bremen, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM)
Leobener Str.
28334 Bremen
Projektpartner:
Ben-Gurion Universität Beer-Sheva [Israel]

Programm:
BMBF Rahmenprogramm »Forschung für nachhaltige Entwicklungen« (2009)
Themenschwerpunkt: Wissenschaftliche-technische Zusammenarbeit mit Israel
Klimafaktor Ozean
Ziele:
Dieses Projekt beabsichtigt die Auswirkungen steigender Meerwassertemperaturen auf Küstenökosysteme im Mittleren Osten zu charakterisieren. Durch Warmwassereinleitung des Hadera Kraftwerks an der Mittelmeerküste Israels ist während der letzten 25 Jahre lokal ein Wärmegradient entstanden, der die Wassertemperatur auf bis 9°C über die natürliche Variabilität angehoben hat. Dieser Umstand ermöglicht die Effekte eines Temperaturanstiegs direkt am natürlichen Ökosystem zu untersuchen. An Hand von Feldstudien werden die Wasserchemie, Artenzusammensetzung, Populationsdichte, Morphologie und die Geochemie der Foraminiferen-Schalen innerhalb des Wärmegradienten untersucht sowie die genetische Diversität der Hauptarten im Gradienten und natürlichen Populationen im Mittel- und Roten Meer bestimmt. Parallel dazu werden physiologische Laborexperimente an Arten mit und ohne Symbionten unter Temperaturstress durchgeführt.

Derartige Kenntnisse sind als Grundlagen für die Erarbeitung von Strategien zur Anpassung an den Klimawandel notwendig.

In Zusammenarbeit mit zwei weiteren Kooperationsvorhaben sind die Forschungen dieser deutsch-israelischen Projekte auf die Zukunftsvorsorge gerichtet. Es werden Fragen und Probleme aufgegriffen, die im Sondergutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung zu Globalen Umweltveränderungen von 2006 mit dem Titel "Die Zukunft der Meere - zu warm, zu hoch, zu sauer" als besonders gravierend benannt und auch im "Positionspapier für eine kohärente deutsche Forschungsstrategie zum Globalen Wandel" des Nationalen Komitees für Globale Change Forschung" herausgestellt werden.

Die geplanten Arbeiten leisten Beiträge zu der "Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung", insbesondere im Hinblick auf darin formulierte Zielrichtung "Internationale Verantwortung übernehmen und globale Herausforderungen bewältigen".