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Naturwissenschaft zum Anfassen - und das moeglichst frueh!

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:33

Nat-Working-Initiative der Universitaet Jena will Schulen und Hochschule besser vernetzen.

Kinder moeglichst frueh fuer Naturwissenschaften zu begeistern, ist Ziel der Nat-Working-Initiative der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultaet der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena. Ihr Startschuss ist jetzt offiziell gefallen. Die Initiatoren - Prof. Dr. Volker Woest und Prof. Dr. Juergen Popp von der Universitaet Jena sowie Prof. Dr. Wilhelm Boland vom Max-Planck-Institut fuer Chemische Oekologie - moechten mit dem Projekt die naturwissenschaftliche Ausbildung in Schule und Hochschule durch Vernetzung verbessern.

Einerseits sollen Schuelerinnen und Schueler in Sommerschulen und speziellen Kursen an naturwissenschaftliche Themen herangefuehrt und damit auch fuer entsprechende Studiengaenge gewonnen werden. Andererseits will Nat-Working Hilfestellung in der Aus- und Fortbildung von Lehrern leisten und naturwissenschaftliche Themen generell oeffentlichkeitswirksam darstellen. Mit einem Finanzvolumen von rund 70.000 Euro foerdert die Robert-Bosch-Stiftung die Jenaer Nat-Working-Initiative. Sie ist damit das groesste von insgesamt acht Chemienetzen bundesweit, die die Stiftung foerdert.

An der Eroeffnungsveranstaltung nahmen rund 20 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Thueringen teil. "Wir erhoffen uns, dass Wissenschaft und Schule naeher zusammenfinden", sagt Prof. Woest. "Dabei steht der Lernende bei uns im Mittelpunkt - das Kindergartenkind ebenso wie der aeltere Schueler, aber auch die Lehrerin, die sich weiterbilden will", so der Leiter der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik weiter.

In verschiedenen Modulen wollen die Paedagogen in Zukunft zusammen mit den Uni-Wissenschaftlern neue Materialien fuer den Unterricht entwickeln und anderen Lehrern Experimentier-Sets zur Verfuegung stellen. Fuer Versuche, die aus Ausstattungs- oder Sicherheitsgruenden nicht in der Schule stattfinden koennen, steht das 2003 mit Hilfe des Fonds der Chemischen Industrie - FCI - und dem Thueringer Kultusministerium - TKM - errichtete Schuelerlabor an der Jenaer Universitaet zur Verfuegung.

Besonders begabte Schueler sollen die Moeglichkeit erhalten, Wissenschaftsluft in den Arbeitsgruppen der beteiligten Professoren zu schnuppern und in jaehrlich stattfindenden Sommerschulen eine Woche lang in Vorlesungen, Experimenten und selbst zu erarbeitenden Vortraegen das Studieren auszuprobieren. Die vorbereitende erste Veranstaltung dieser Art hat bereits im Juli stattgefunden und war bei den 47 teilnehmenden Oberschuelern auf durchweg positive Resonanz gestossen.

Aber auch die Kleinsten will Nat-Working schon fuer Naturwissenschaften begeistern. Mit einfachen Versuchen zum Thema Milch oder der Herstellung eigener Wachsmalstifte oder Bonbons koennen Kindergartenkinder spielerisch den Sinn von Experimenten erfahren und Phaenomene aus ihrer Alttagswelt entdecken und verstehen lernen. Im kommenden Jahr ist auch eine Kinderuniversitaet geplant, in der aeltere Schueler fuer juengere eigens Versuche vorbereiten und vorfuehren sollen. Zum Abschluss wird ein "Diplom" verliehen.

Sieben Professoren der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultaet der Universitaet Jena, des Institutes fuer Molekulare Biotechnologie - IMB - und des Max-Planck-Instituts fuer Chemische Oekologie sind an Nat-Working beteiligt. Bisher konnten Prof. Dr. Rainer Beckert, Prof. Dr. Dieter Klemm, Prof. Dr. Wilhelm Boland, Prof. Dr. Stephan Diekmann, Prof. Dr. Bernd Ondruschka, Prof. Dr. Juergen Popp und Prof. Dr. Volker Woest Lehrerinnen und Lehrer von zehn Thueringer Gymnasien mit ins Boot holen. Sie hoffen jedoch, dass das Projekt ausstrahlt und noch viele Schulen dazu stossen.

Hintergrundinformationen zum Nat-Working-Projekt, aktuelle Terminhinweise und Ansprechpartner finden Sie hier.

Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena, 08.10.2004