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Ausstellung: Entdeckungen im Rathaus Bremen

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:28 — abgelaufen

Bremer und Bremerhavener Forschungsinstitute möchten die Gelegenheit nutzen, ihre Wissenschaft den Bürgern näher zu bringen. Entdeckungen lautet das Motto der Ausstellung. Die Besucher erhalten die Möglichkeit, bei ihrer persönlichen Entdeckungsreise zu erfahren, an welcher Art von Entdeckungen die einzelnen Institute arbeiten oder beteiligt sind. Als roter Faden verbindet der Aspekt der Zeit die vielfältigen Beiträge. Fangen wir an mit dem Ursprung des Lebens... Kosmische und geologische Prozesse Zeitskala: Sekundenbruchteile und Milliarden Jahre Manchmal ist es ein winziger Augenblick, manchmal eine Ewigkeit, die die Dynamik des Universums und unseres Planeten bestimmen. Urknall, Sternenkollisionen, die Entstehung von Kontinenten oder des Lebens - all diese Prozesse waren und sind wichtig für das heutige Gesicht der Erde und ihre Wechselwirkung mit ihrer kosmischen Umgebung in Raum und Zeit. Erkunden Sie die langen und kurzen Augenblicke fundamentaler Vorgänge im All und auf der Erde! Thema: Leben Zeitskala: Milliarden Jahre Das Weltall entstand vor etwa 15 Milliarden Jahren, unser Sonnensystem mit der Erde ist knapp 5 Milliarden Jahre alt. Älteste Spuren des Lebens datieren bis vor 3,8 Milliarden Jahre, damals besiedelten die ersten Lebewesen die urzeitliche Erde, deren Atmosphäre noch frei von Sauerstoff war. Wie komplex das Leben bereits damals war, davon künden heute noch Stromatolithen - versteinerte Bauwerke von Bakterien -, einmalige Exponate, die die Besucher auf unserer Ausstellung bestaunen können. Ähnliche Verhältnisse wie zu diesen Urzeiten herrschen heute noch in den unteren Schichten des Schwarzen Meeres. Hier fanden Bremer Wissenschaftler besondere Mikroorganismen, die vielleicht als die lebenden Nachfahren ihrer uralten Ahnen aus dem Präkambrium anzusehen sind. Während einer der Original-Tauchfahrten wurde ein Video aufgenommen, das wir den Besuchern präsentieren wollen. Tauchen Sie einfach mal mit ab, entdecken Sie die Tiefen des Schwarzen Meeres und lassen sich faszinieren! Thema: Klima-Archive Zeitskala: Jahre bis Millionen Jahre Das Klima vergangener Zeiten lässt sich leider nicht direkt messen. Alle Klimadaten über die ferne Vergangenheit müssen mühsam erarbeitet und entschlüsselt werden. Wissenschaftler nennen das "Rekonstruktion der Paläobedingungen". Verschiedene Archive - nicht von Menschen angelegt - sind dabei besonders nützlich: sie können Auskünfte über die klimatischen Verhältnisse vor Jahren oder Jahrmillionen geben. Zu diesen Klima-Archiven zählen u.a. Pflanzen und Korallen, die polaren Eisschilde und Tiefseesedimente, die als Exponate in der Ausstellung zu sehen sein werden. Gleich mehrere Institute in Bremen und Bremerhaven haben sich der Erforschung des Klimas der Vergangenheit verschrieben. Entdecken Sie, wer woran arbeitet und welches die eigentlichen Klimazeugen in Eis und Meeressedimenten sind! Mit den verschiedenen Archiven rückt man der Vergangenheit unterschiedlich stark zu Leibe: manche taugen mehr für die nahe, andere eher für die ferne Vergangenheit. Welche Archive für die verscheidenen Zeitintervalle besser geeignet sind und was genau einem die Klimazeugen verraten, das alles lässt sich auf der Ausstellung erkunden. Thema: Datierung jüngerer Klima-Archive Zeitskala: Minuten bis 150 Jahre Stimmt, die Vergangenheit lässt sich nicht so ohne weiteres entschlüsseln ... Wenn wir wissen wollen, wo genau oder besser gesagt wann genau in der ferneren oder näheren Vergangenheit wir uns mit den Klima-Archiven befinden, müssen wir den Zeitpunkt ermitteln, d.h. datieren. In der Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf den Methodiken zur Datierung jüngerer Materialien, z.B. geht es um die Altersbestimmung von Grundwässern und Seesedimenten. RADIOAKTIVE Uhren spielen bei der Altersbestimmung eine wichtige Rolle. Kennen Sie sie schon? Es gibt aber auch "ozeanographische" Uhren. Hierbei interessiert die Zeitdauer, die ein Wasserkörper braucht, um von A nach B zu gelangen, z.B. wie alt ist das Wasser, das im Nordatlantik seine weltweite Reise startet, wenn es wieder am Ausgangspunkt anlangt? Thema: Lebenslanges Lernen Zeitskala: 0 bis 100 Jahre Die angesprochenen Zeitskalen von bis zu Jahrmilliarden machen die Unbedeutsamkeit eines Menschenalters erst bewusst. Und doch sind die einzelnen Lebensabschnitte wie Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Alter die wichtigste Zeitskala im Leben eines Menschen. In jeder Lebensphase gibt es soziale, körperliche und geistige Veränderungen, die jeweils eigene Strategien verlangen. Wir zeigen wichtige und kuriose Eigenheiten der einzelnen Lebensphasen und warum Lernen eine lebenslange Notwendigkeit ist. Thema: Risikoforschung Zeitskala: Tage bis Jahrzehnte Von der Lebenslaufforschung zur Risikoforschung: der Mensch belastet in jeder seiner Lebensphasen durch seine Aktivitäten in großem Maß seine Umwelt. Es dauert nur Tage, bis sich z.B. gentechnisch modifizierte Organismen unkontrolliert ausgebreitet haben, aber durchaus Jahre, bis Schadstoffe in Böden und Gewässern abgebaut werden und Jahrzehnte, bis durch Langzeit-Sukzession eine Brachfläche wieder besiedelt wird. Die Geschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab. Durch den Einsatz von Mikroorganimsmen kann ein Schadstoffabbau beschleunigt werden. Bauen Sie selbst Schadstoffe ab: Sie können ja schon mal am TNT-Molekül in der Ausstellung üben! Oder sehen Sie sich in einer Animation an, wie sich die Bauschuttdeponie Siedenburg in den letzen 25 Jahren entwickelt hat - von der Planung bis zum undurchdringlichen Brombeergestrüpp... Thema: Wahrnehmung Zeitskala: Sekunden Und nun kommen wir zu ganz kurzen Zeitskalen: die Wahrmehmung des Menschen, die in (Bruchteilen von) Sekunden abläuft. Sehen ist schwieriger als man meint. Denken Sie z.B. an Sinnestäuschungen. Wir betrachten sie und mögen unseren Augen nicht mehr trauen. Das ist überraschend, vielleicht sogar schockierend. Wahrnehmungstäuschungen zeigen uns, das sich "das Auge" leicht übertölpeln lässt. Außenwelt und Innewelt stimmen offenbar nicht überein. Eine tiefe Kluft tut sich auf. Die Dinge der Außenwelt sind nicht wirklich so, wie wir sie sehen. Das Gehirn fabriziert Illusionen. Lassen Sie sich täuschen! Beteiligte Institute AWI, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven Institut für Human-Neurobiologie, Universität Bremen IUB, International University Bremen IUP, Institut für Umweltphysik, Abteilung Ozeanographie, Universität Bremen IUP, Institut für Umweltphysik, Landesmessstelle für Radioaktivität, Universität Bremen MPI, Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie, Bremen RCOM, DFG-Forschungszentrum Ozeanränder, Bremen UFT, Zentrum für Umweltforschung und Umwelttechnologie, Universität Bremen ZMT, Zentrum für Marine Tropenökologie, Bremen

Was
  • Schüler
  • Presse
  • Öffentlichkeit
Wann 23.06.2005 10:00 bis
21.07.2005 10:00
Wo Untere Rathaushalle Bremen; 28359 Bremen
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