BDG - der Berufsverband deutscher Geowissenschaftler.
Der Berufsverband deutscher Geowissenschaftler vertritt und sichert die Stellung des Berufsstandes und ist kompetenter Ansprechpartner für seine Mitglieder sowie für Politik, Medien und Wirtschaft. Neben den zwei Publikationsorganen Gmit und BDG Mitteilungen bietet er seinen Mitgliedern viele weitere Serviceleistungen, wie z.B. die Teilnahme am Mentoring Programm, die Vergabe des Titels "Beratender Geowissenschaftler BDG" oder Beratung zu Bewerbung, Ausbildung und Beruf an. Über die ebenfalls hier angesiedelte Bildungsakademie wird auch ein breites Spektrum an fachlichen Weiterbildungsseminaren und Schriften angeboten.
AKTUELLES: 22.4.2006, Tag der Erde - ein internationaler Aktionstag der Geowissenschaften. BDG fordert stärkere Berücksichtigung des Geo-Faktors in der Politik
Der 22. April ist ein Tag, an dem wir uns über den Boden unter unseren Füßen und über den Planeten, auf dem wir leben, bewusst werden sollten. 1970 in den USA zum ersten Mal als Aktionstag für die Umwelt initiiert, war er Auslöser für die Gründung der amerikanischen Umweltagentur und markiert zugleich den Beginn der modernen Umweltbewegung. Inzwischen wird der "Tag der Erde" in mehr als 150 Ländern begangen. In Deutschland hat er besonders im Jahre 2002, dem Jahr der Geowissenschaften, eine bedeutende Aufmerksamkeit erfahren. Die meisten geowissenschaftlichen Forschungsinstitutionen, Universitätsinstitute, Museen und geologische Landesbehörden haben sich seinerzeit erstmals in einer konzertierten Aktion an die breite Öffentlichkeit, insbesondere an Schüler gewandt, um mit praktischen Demonstrationen Verständnis zu wecken für geologische Objekte und Erscheinungen wie Böden, Gesteine, Minerale, Fossilien oder Rohstoffe. Dass auch für Computer, Autos, Straßen oder für das Geschirr an der Kaffeetafel primär aus der Erde zu gewinnende Rohstoffe erforderlich sind, ist bei der großen Distanz, die wir inzwischen zu ihrer Gewinnung und Verarbeitung besitzen, oft kaum noch im allgemeinen Bewusstsein. Dass unsere Böden - Lebensgrundlage für Pflanzen, wichtiger Wasserspeicher und Klimaregulator - das Ergebnis einer mehrtausendjährigen Entwicklung und praktisch nicht reproduzierbar sind, wird uns erst bewusst, wenn sie durch Erosion oder Überbauung nicht mehr existieren. Und dass die Erde nicht starr und in ihrer Entwicklung nicht abgeschlossen, sondern ständig in Bewegung ist, zeigen Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Tsunamis fernab von uns, aber auch Hangrutschungen, Murenabgänge oder Felsstürze in Deutschland.
Sich einfach wieder einmal bewusst zu machen, dass wir auf einer sich ständig verändernden Erde leben, dass nicht alles technisch beherrschbar ist und dass Risiken existieren, auf die wir uns einstellen müssen, daran sollten wir am Tag der Erde erinnern. Dem Gedanken eines bewussten Lebens mit unserem Planeten Erde, mit der kontrollierten und schonenden Nutzung seiner Ressourcen und Potenziale ebenso wie mit der Erkennung von geologisch bedingten Risiken und der Vermeidung von Gefahren, muss in der Öffentlichkeit noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die internationale Gemeinschaft trägt diesen Gedanken dadurch Rechnung, dass der Zeitraum von 2007 bis 2009 mit Schwerpunkt im Jahre 2008 durch die UNO zum "Internationalen Jahr des Planeten Erde" (IYPE) deklariert worden ist.
Vor diesem Hintergrund fordert der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) von den politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, der Verbreitung geowissenschaftlicher Kenntnisse und ihrer Anwendung in der Praxis eine größere Bedeutung beizumessen und eine angemessene Förderung angedeihen zu lassen. Die vorgesehenen Einschränkungen des Unterrichtes in physischer Geographie an Schulen, insbesondere an Gymnasien, drastische Einschnitte bei geowissenschaftlichen Instituten an Universitäten und gravierende Personalreduzierungen bei staatlichen geologischen Diensten der Länder konterkarieren den tatsächlichen Stellenwert, der den Geowissenschaften in der modernen Gesellschaft zukommt.
Geowissenschaften sind keine modischen Lifesciences, sondern Überlebens-Wissenschaften, da sie die Grundlagen für die Existenz moderner Industriestaaten stellen. Ohne die Geowissenschaften gäbe es keine Rohstoffversorgung, keine Wasserversorgung, keine Energieversorgung, keine Bautätigkeit, keinen Schutz vor Naturgefahren.
Der BDG fordert daher
* Stärkung der Anteile an physischer Geographie in den Schulen
* Schluss mit der Beschneidung der geowissenschaftlichen Institute
an den Hochschulen und der staatlichen Geologischen Dienste der
Länder
* stärkere Berücksichtigung der Rohstoffsicherung bei der Planung
* Förderung der Geothermie als wichtiger Teil der alternativen
Energien
und angesichts der in Zukunft häufiger zu erwartenden Hochwässer ein nationales Deichsicherungsprogramm.
Für Rückfragen stehen Ihnen gerne Dr. Werner Pälchen, Vorstandsvorsitzender des BDG, unter wer.paelchen"at"t-online.de oder Dr. Hans-Jürgen Weyer, Geschäftsführer des BDG unter 0228 696601 zur Verfügung.
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Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V.
GEOAgentur Berlin Brandenburg
Tamara Seelig
Schönhauser Allee 10/11
10119 Berlin
Tel.: 030 - 42809115
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Kontakt BDG:
Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V.
Dr. Hans-Jürgen Weyer
Oxfordstr. 20-22
53111 Bonn
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