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Eine Ebene höher
Treffen der Superlative
Mehr als 800.000 Einwohner hat die US-amerikanische Westküstenmetropole San Francisco – vom 5. bis 9. Dezember kamen noch einmal 22.500 Geoforscher hinzu. Sie alle waren der Einladung der American Geophysical Union zu ihrer Herbsttagung gefolgt, dem größten geowissenschaftlichen Treffen weltweit. Wir sprachen mit Simon Schneider, innerhalb des FuE-Programms GEOTECHNOLOGIEN für die Bereiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Internet verantwortlich, über seine Eindrücke vor Ort, die wachsende Bedeutung der Bereiche Bildung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Zusammenarbeit mit Übersee.
Mission: Schnittstelle
Geoforscher dabei zu unterstützen, ihre wissenschaftlichen Geniestreiche in handfeste Produkte zu verwandeln, ist eines der Aufgabengebiete des Koordinierungsbüros GEOTECHNOLOGIEN. Wir sprachen mit Alexandra Scherer, seit kurzem verantwortlich für den Bereich Technologietransfer, über die Bedeutung von Managementqualitäten, Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und Vorsätze fürs neue Jahr.
Die Lösung steckt im Detail
Statusseminare der GEOTECHNOLOGIEN bieten den Mitgliedern eines Forschungsschwerpunkts ein Forum, um auch über Projektgrenzen hinweg ins Gespräch zu kommen. Neben der Einordnung des eigenen Fortschritts können die Teilnehmer dabei nicht selten auch von ganz neuen Denkanstößen profitieren.
Fachmesse auf Rekordjagd
Die Besucherzahlen von 2010 untermauerten es erneut: Die jährlich stattfindende INTERGEO ist die größte Fachmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement der Welt. Grund genug für die GEOTECHNOLOGIEN, sich auch dieses Jahr wieder im Rahmen der Veranstaltung an einem eigenen Stand zu präsentieren.
Unter Beobachtung
Unser Bild der Erde verdanken wir unzähligen Satellitenaugen, die den Planeten seit Jahrzehnten fest im Blick haben. Was genau sie beobachten und wie dies unsere Welt verändert hat, zeigt ab morgen die Ausstellung „Die Erde im Visier“ – an einer historischen Stätte der Satellitenforschung.
Relativ genau
Heute vor 106 Jahren reichte Albert Einstein den ersten Aufsatz zur Speziellen Relativitätstheorie ein. Die Arbeit revolutionierte unser Weltbild – indirekt sogar noch heute: Die modernen Beobachtungssatelliten der Geoforscher würden ohne Einsteins Erkenntnisse nicht funktionieren.
Katastrophe mit Ansage
Über 600 Jahre hatte der Pinatubo geruht, ehe er am 15. Juni 1991 für einen der gewaltigsten Vulkanausbrüche des vergangenen Jahrhunderts sorgte. Obwohl von der gigantischen Eruption viele Menschen betroffen waren, fielen ihre Folgen dank umfangreicher Vorkehrungen noch relativ glimpflich aus.
Die Erde als Kartoffel
Die Gravitation unseres Planeten in einer beispiellosen Präzision zu kartieren – mit diesem Auftrag war der Forschungssatellit GOCE im März 2009 in die Erdumlaufbahn geschossen worden. Nach zwei Jahren emsigen Datensammelns konnten Wissenschaftler der TU München nun verkünden: Ziel erreicht!
Lehrreich auch für Lehrer
Bei der Vermessung der Welt oder als Navigationshilfe für Millionen von Autos – Satelliten sind für Forscher wie Privatanwender längst zu einem unerlässlichen Werkzeug geworden. Gemessen an dieser Bedeutung spielt das Thema Fernerkundung im Unterrichtsalltag von Schulen eine eher untergeordnete Rolle.
Die Wellen nach dem Beben
In den Freitagnachmittagsstunden traf Japan das schwerste Erdbeben seiner Geschichte. Die Erdstöße mit einer Stärke von 9.0 auf der Richterskala und eine Vielzahl von Nachbeben haben große Schäden angerichtet, u.a. in mehreren Atomanlagen des Landes. Am verheerendsten dürfte allerdings der Tsunami gewesen sein, den die Erdstöße ausgelöst hatten und der an Japans Ostküste Häuser, Schiffe, Autos und Trümmerteile kilometerweit ins Landesinnere spülte.
All-umfassende Geophysik
„Vom Inneren der Erde bis ins Weltall“ – diesen Bogen will die 71. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) ab kommendem Montag in Köln schlagen. Den 500 Teilnehmern wird dabei einiges geboten: Allein 200 Vorträge stehen an den vier Veranstaltungstagen auf dem Programm.
Frühwarnsystem für Erdrutsche ausgezeichnet
Das Bonner Projekt „Integrative Landslide Early Warning System“ (ILEWS), ein besonderes Frühwarnsystem für Erdrutsche, ist in diesem Jahr einer von 365 „Orten im Land der Ideen“. Das in weiten Teilen an der Universität Bonn angesiedelte Projekt wurde aus 2.600 Vorschlägen ausgewählt. Am 27. September 2011 soll das prämierte Projekt öffentlich vorgestellt und gewürdigt werden. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten zeichnen die Initiative „Deutschland - Land der Ideen“ und die Deutsche Bank Ideen und Projekte aus, die zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands beitragen sollen.
Bilateraler Geo-Workshop startet in Brasilien
Auf dem heute beginnenden „Deutsch-Brasilianischen Workshop zu Chancen in den Geowissenschaften und der Geotechnik“ im brasilianischen Santos wollen Geo-Experten nicht nur Wissen und Visitenkarten tauschen, sondern auch die Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen beider Länder ausloten.
Explorer nahm die Erde ins Visier
Vor 53 Jahren schickten die USA „Explorer-1“ ins All: nach zwei sowjetischen „Sputniks“ der dritte künstliche Satellit, der um die Erde zirkelte. Er lieferte Messdaten über das irdische Magnetfeld und entdeckte den „Strahlungsgürtel“, der unseren Planeten umgibt. Damit begann die Ära der Erdbeobachtung aus dem All.
Geotechnologien international
Wenn bis zum 17. Dezember einige tausend Forscher in San Francisco zur weltgrößten jährlichen Geo-Tagung zusammenkommen, sind auch die GEOTECHNOLOGIEN mit an Bord. Das Koordinierungsbüro organisierte zusammen mit Partnern aus Übersee eine Session zum Thema Wissenschaftskommunikation.
Umweg unerwünscht
Wenn sich Personen oder Güter heute zu Land, Wasser oder in der Luft bewegen, werden sie dabei häufig von Satelliten zielgenau an ihren Bestimmungsort geleitet. Eine Präzision, die bis vor einigen Jahren für private Anwender allerdings noch gar nicht gewollt war.
Forschung über alle Grenzen
Mitte Oktober war Südhessen der zentrale Treffpunkt für Geowissenschaftler. Auf der GeoDarmstadt2010 präsentierten Vertreter nahezu aller deutschen Geo-Gesellschaften und Institutionen Forschungsvorhaben zu den drängenden umweltpolitischen Fragen unserer Zeit.
Die Welt verstehen
Die Erde wird virtuell. Immer präziser werden ihre Merkmale in 3D-Modelle überführt. Dabei spielen Satellitendaten eine wichtige Rolle. Auf Veranstaltungen in München und Köln betrachten jetzt Experten und die interessierte Öffentlichkeit unseren Planeten aus der Perspektive der künstlichen Erdtrabanten.
Dauerhaft verschluckt
Auf dem Weg zu einem Versorgungsmix aus überwiegend erneuerbaren Energien gilt die Abscheidung und Verpressung von Kohlendioxid als viel versprechende Brückentechnologie. Forscher verfolgen deshalb das ehrgeizige Ziel, die unterirdische Speicherung von CO2 in wenigen Jahren zur Marktreife zu bringen.
Power aus dem Entenschnabel
Die Förderung von Offshore-Erdgas ist in Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes einmalig. 400 Millionen Kubikmeter des fossilen Energieträgers strömen derzeit jedes Jahr durch die einzige deutsche Förderplattform A6-A. 300 Kilometer vor der Küste gibt es nun Grund zu feiern: A6-A wird zehn Jahre alt.
Quo vadis, Geoforschung?
Zehn Jahre Laufzeit, weit über 100 Projekte – das Forschungs- und Entwicklungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN kann beeindruckende Zahlen vorweisen. Ein guter Zeitpunkt, die bisherigen Ergebnisse und künftige Herausforderungen des Programms zusammenzutragen und in einer hochwertigen Broschüre zu präsentieren.
Die Erde im Visier
In München öffnet am 27. Juli eine Sonderausstellung des GEOTECHNOLOGIEN-Programms ihre Pforten, die die Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum zum Thema hat.
Rohstoffjagd am Meeresgrund
Der stetig steigende Bedarf der Weltwirtschaft nach Rohstoffen und Energie erfordert das Erschließen immer neuer Lagerstätten – die weißen Flecken auf der Schatzkarte der Erde werden kleiner. Dabei rücken auch die Ozeane mit ihren riesigen Bodenschätzen als lukrativer Wirtschaftsraum in den Blickpunkt.
Frühwarnung neuester Stand
Die Erfassung rutschender Hänge, Gleise als Erdbebensensoren, Evakuierungssysteme für Tsunami-gefährdete Städte – das ganze Spektrum der Projekte zum Thema Frühwarnsysteme, die im Rahmen des GEOTECHNOLOGIEN-Programms noch bis September gefördert werden, zeigte jetzt ein Abschlussseminar in Potsdam.
Schneller als ein Flugzeug
Am 20. Juni 1993 fuhr erstmals ein Zug durch den Eurotunnel vom europäischen Kontinent auf die Britischen Inseln. Entstanden war ein Bauwerk der Superlative: Noch heute ist die Querung unter dem Ärmelkanal der längste Unterwassertunnel der Welt.