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Eine Ebene höher
Null Grad in Greenwich
Die einheitliche Einteilung der Erde in Längen- und Breitengrade ist Voraussetzung genauer Standortbestimmungen und Taktgeber einer internationalen Weltzeit. Dabei hatten viele Länder ursprünglich ihre ganz eigenen Koordinatensysteme – bis zu einer Grundsatzentscheidung am 13. Oktober 1884.
Meere voller Energie
Am und im Meeresboden schlummern vom Menschen noch völlig unangetastete Energiereserven. Riesige Methanhydrat-Vorkommen könnten eine vergleichbare Energieversorgung wie die seit langem intensiv genutzten Erdgasvorkommen sicherstellen. Ihr Abbau ist aber nicht ohne Risiko.
Einmal um die ganze Welt
Vor 85 Jahren benötigten Piloten 175 Tage, um die Welt erstmals per Flugzeug zu umrunden – heute kreisen Satelliten in gerade einmal 90 Minuten um den Globus. Mit an Bord sind nicht einige wenige mutige Pioniere, sondern tausende Forscher, die aus den Satellitendaten das Bild unserer Erde zeichnen.
INTERGEO widmet sich der Frühwarnung
Am Donnerstag ging in Karlsruhe die INTERGEO zu Ende – die weltweit größte Veranstaltung im Bereich Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. Drei Tage lang drehte sich alles um die Vermessung der Welt und darum, wie man die gewonnen Daten nutzen kann – zum Beispiel zur Warnung vor Naturgefahren.
Schwankende Kontinente
Berichte von Erdbeben durchziehen die gesamte Menschheitsgeschichte. Was hinter den Erschütterungen steckt, erkannte man allerdings erst im letzten Jahrhundert. Seitdem sind Geoforscher mit immer besserer Hightech der Naturgefahr Erdbeben auf der Spur.
Trügerische Ruhe
Erdbeben und Vulkanausbrüche werden in Deutschland in der Regel nur als Teil der Medienberichterstattung wahrgenommen, wenn sich Naturkatastrophen in oft weit entfernten Ländern ereignet haben. Dabei schlummern auch unter unseren Füßen Gefahren, die vor ihrem Auftreten nur schwer erkannt werden können.
Kieler Woche einmal anders
Bereits zum 69. Mal lud die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG) Ende März zu ihrer Jahrestagung. In Kiel beschäftigten sich Fachleute der Geowissenschaften mit wichtigen ökologischen und ökonomischen Forschungsthemen wie Marine Geophysik, CO2-Speicherung und die Erkundung der Kontinentalränder.
Alles auf Stopp
Tunnel sperren, Züge stoppen – kurz nach Registrierung eines Erdbebens bleibt wenig Zeit, um Millionen Reisende vor Schlimmerem zu bewahren. Die Lösung: spezielle, in die Verkehrsnetze integrierte Frühwarnsysteme. Über das Potenzial dieser Technologie diskutierten Experten jetzt in Karlsruhe.
Das GO für GOCE
Um 15:21 Uhr unserer Zeit startete der Satellit GOCE vom russischen Kosmodrom Plesetsk aus ins All. Mehrfach war der Starttermin zuvor verschoben worden. Doch die Anlaufschwierigkeiten der Mission könnten schnell vergessen sein, sobald die ersten Messdaten des Satelliten eintreffen.
Tor zur Hölle
Vieles ist heute über Vulkane und ihr Ausbruchverhalten bekannt. Das war vor einigen hundert Jahren noch völlig anders: Damals erklärten sich die Menschen Eruptionen der Feuerberge mit heißen Winden im Erdinneren, brennenden Kohleflözen unter der Oberfläche – oder schlicht mit dem Zorn der Götter.
Lauschangriff auf die Kruste
Wie die Adern unter unserer Haut durchziehen U-Bahntunnel, Kommunikationsleitungen und Versorgungsnetze die obersten Stockwerke der Erdkruste. Modernste Technologien werden benötigt für die Erkundung dieses sensiblen Bereichs – und für die Suche nach Rohstoffen, Energiequellen und Speicherstätten.
Power aus dem Untergrund
Noch ist die Stromerzeugung per Erdwärme hierzulande eine Ausnahmeerscheinung. Bundesweit sind lediglich zwei solcher Kraftwerke am Netz. Doch weitere Anlagen sind in Planung oder bereits im Bau – insbesondere in Süddeutschland.
Das größte Treibgut der Welt
Dem deutschen Forscher Alfred Wegener verdanken wir die Vorstellung von driftenden Erdschollen. Die Idee dazu hatte er allerdings nicht als Einziger – und auch nicht als Erster: Vier Jahre vor Wegener, am 29. Dezember 1908 beschrieb der Geologe Frank Bursley Taylor das Gleiten der Kontinente.
Risikozone Erde
Fast sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde, nicht wenige von ihnen im Schatten drohender Vulkanriesen, am Rand ineinander verhakter Erdplatten oder an tsunami-gefährdeten Küsten. Unser Planet kann ganz schön austeilen – wie und wo, das ist ab dem 23. Oktober in Karlsruhe zu sehen.
Krustenschätze
Die Forschung kennt knapp 4000 Minerale – und immer neue Möglichkeiten, ihre besonderen Eigenschaften zu nutzen. Wie man mit Mineralen aus verschmutztem Wasser sauberes machen oder die Förderung von Erdöl ankurbeln kann, zeigen Forscher auf einem Experten-Treffen am 13. und 14. Oktober in München.
Von Ressourcen und Risiken
Vom 29. September bis zum 2. Oktober ist Aachen Hauptstadt der Geowissenschaften. Insgesamt 400 Experten aus aller Welt treffen sich zum Mammutkongress Geo2008. Neben den Schwerpunktthemen Ressourcen und Georisiken liefern die Forscher dabei auch Einblicke in die Frühgeschichte des Menschen.
Faszination Helfen
Wenn ein Tsunami auf einen dicht besiedelten Küstenstreifen trifft oder ein Erdbeben ganze Stadtteile mit baufälligen Häusern zum Einsturz bringt, schlägt die Stunde von Menschen, für die selbstlose Hilfe in den Katastrophengebieten der Erde ein Lebenseinhalt geworden ist.
Tödlicher Quell des Lebens
Einem wahren Bombardement aus dem All sah sich die Erde in ihrer Frühzeit ausgesetzt. Ohne diesen Meteoritenbeschuss würde unser Planet heute vollkommen anders aussehen – und Leben in seiner uns bekannten Form wäre wohl nie auf ihm entstanden.
Die globalisierte Höhe
Am 3. August 1787 war klar, dass der Montblanc der höchste Berg Europas ist. Der Schweizer Horace Bénédict de Saussure ermittelte als erster die Höhe des „Weißen Bergs“. Und die ist keineswegs absolut – sie schwankt wie alle Höhenangaben je nach Referenzsystem. Das soll sich schon bald ändern.
Leben mit dem Strom
Die Jahrhundertflut, die im August 2002 durch Sachsen schoss, hinterließ nicht nur Schäden von 15 Milliarden Euro, sondern war gleichzeitig der Auslöser für eine ganze Reihe neuer Hochwasserschutzmaßnahmen. Uwe Höhne schildert die Ursachen der Jahrhundertflut und was man aus ihr gelernt hat.
Der Schatz im Kratersee
Vor Millionen Jahren schufen Vulkane im heutigen Sachsen die Basis für ein einzigartiges Klimaarchiv. Geologe Kurt Goth berichtet, wie Forscher die Zeitkapsel erstmals öffneten und was sie aus den konservierten Resten einer urzeitlichen Welt alles herauslesen können.
„Unruhige Erde“ in Dresden
Seit fast zwei Jahren tourt die Wanderausstellung zu den geologischen Urgewalten unseres Planeten durch Deutschland. Vom 12. Juli bis 12. Oktober öffnet „Unruhige Erde“ in der Staatlich Naturhistorischen Sammlung Dresden den Blick auf die dynamische Welt unter unseren Füßen.
Mit Echo im Berg: Sonar für den Tunnelvortrieb
Am 11. Juni wurde Dr. Rüdiger Giese und seinem Team vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) der "Technologietransferpreis 2008" von der Technologie Stiftung Brandenburg für ein neues System zur Tunnelvorerkundung ISIS überreicht.
Standhaft im Epizentrum
Mit über 50.000 Opfern wird nach dem verheerenden Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan gerechnet. Professor Konstantin Meskouris geht in einem Vortrag am 28. Mai im Eifeler Vulkanpark unter anderem der Frage nach, ob eine solche Katastrophe auch in Deutschland möglich wäre.
Tod eines Weltreisenden
Ferdinand Magellan war ein großer Entdecker, keine Frage. Seinen größten Coup musste jedoch ein anderer zu Ende führen. Magellan starb am 27. April 1512 auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Mactan, auf halber Strecke eines wahrhaft abenteuerlichen Forschungstrips rund um die Welt.