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Frühwarnung neuester Stand

erstellt von timo_meyer zuletzt verändert: 17.11.2016 13:36 — abgelaufen

Die Erfassung rutschender Hänge, Gleise als Erdbebensensoren, Evakuierungssysteme für Tsunami-gefährdete Städte – das ganze Spektrum der Projekte zum Thema Frühwarnsysteme, die im Rahmen des GEOTECHNOLOGIEN-Programms noch bis September gefördert werden, zeigte jetzt ein Abschlussseminar in Potsdam.

Insgesamt 11 Projekte ganz unterschiedlicher Couleur umfasst der GEOTECHNOLOGIEN-Schwerpunkt „Frühwarnsysteme gegen Naturgefahren“. Gestartet im April 2007, konzentrieren sich die Verbundprojekte des Schwerpunkts dabei auf Naturgefahren wie Vulkanausbrüche, Hangrutschungen, Tsunamis und Erdbeben. Verschiedenste Bereiche werden abgedeckt – von der Ursachenforschung bis hin zur technischen Umsetzung verlässlicher Warnsysteme. „Auf diese Weise lässt sich die gesamte Prozesskette der Frühwarnung abdecken, von der Registrierung eines Ereignisses bis zur Auslösung der konkreten Warnung“, so der damalige Leiter des Koordinierungsbüros GEOTECHNOLOGIEN Dr. Ludwig Stroink zum Start des Frühwarnsystem-Schwerpunkts im Jahr 2007.

Jetzt, drei Jahre später, bot sich für die beteiligten Wissenschaftler während des Statusseminars am 8. und 9. Juni, welches am Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam durchgeführt wurde, noch einmal die Gelegenheit, Erfahrungen und Ergebnisse aus den letzten drei Jahren Forschungsarbeit aufzuzeigen und erste Fazits zu ziehen. Dabei wurde deutlich: Wohl kaum ein anderer Schwerpunkt des GEOTECHNOLOGIEN-Programms ist so interdisziplinär und anwendungsorientiert aufgestellt wie der der Frühwarnsysteme – und stößt auf ein solch großes Interesse von Seiten der Wirtschaft.

Dass auch das Interesse von Seiten der Öffentlichkeit am Themenbereich der Frühwarnsysteme hoch ist, zeigte die vom Koordinierungsbüro konzipierte Wanderausstellung „Unruhige Erde“. Die Ausstellung, die den Frühwarnsystem-Schwerpunkt thematisch begleitete, zählte auf ihrer deutschlandweiten Tour zwischen September 2006 und Oktober 2009 insgesamt mehr als 300.000 Besucher.

TM, iserundschmidt 06/2010


Mehr zum GEOTECHNOLOGIEN-Schwerpunkt „Frühwarnsysteme gegen Naturgefahren“ finden Sie hier. Über viele der Projekte des Schwerpunkts hat planeterde in den vergangenen Jahren berichtet. Hier eine kleine Auswahl spannender Einsichten in diesen breitgefächerten Forschungsbereich:

„Programme gegen Datenlawinen“ (Projekt EGIFF)
„Durchblick in der Katastrophe" (Projekt Last-Mile Evacuation)
„Die Wellenspäher von Hamburg" (Projekt WeraWarn)
„Boden in Bewegung“ (Projekt SLEWS)
„Alles auf Stopp“ (Projekt EWS Transport)
„Jede Sekunde zählt“ (Projekt EDIM)
„Berge auf Talfahrt“ (Projekt alpEWAS)

Verweise
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