Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Archiv Aktuell Öffentliche Ausschreibung: Frühwarnsysteme im Erdsystemmanagement

Öffentliche Ausschreibung: Frühwarnsysteme im Erdsystemmanagement

erstellt von timo_meyer zuletzt verändert: 17.11.2016 13:36 — abgelaufen

Seit Donnerstag, 24. November 2005, sind die Förderrichtlinien zum Schwerpunkt "FRÜHWARNSYSTEME IM ERDMANAGEMENT" im Rahmen des BMBF/ DFG-Sonderprogramms GEOTECHNOLOGIEN öffentlich ausgeschrieben. Projektskizzen können bis zum 3. Feb. 2006 beim Koordinierungsbüro GEOTECHNOLOGIEN eingereicht werden.

Naturereignisse wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Überflutungen haben nicht zuletzt aufgrund fehlender Frühwarnmechanismen immer wieder katastrophale Konsequenzen. Jüngste Beispiele sind die verheerenden Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe vom 26.12.2004 im Indischen Ozean sowie des Erdbebens in Pakistan am 08.10.2005. Ziel der beabsichtigten Fördermaßnahme ist die Entwicklung und Erprobung von Frühwarnsystemen zur Schadensminderung bei Naturkatastrophen. Die Fördermaßnahme trägt zusammen mit anderen von der Bundesregierung bereits ergriffenen Maßnahmen dazu bei, die mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Hangrutschungen und Flutwellen (Tsunamis) verbundenen Risiken einzuschränken und den vielfach katastrophalen Verlusten vorzubeugen.

Gefördert wird die Entwicklung von geeigneten Methoden und Technologien der Frühwarnung und deren Einsatz in prototypischen Anwendungen. Projektergebnisse können so direkt zu einer verbesserten Reaktion beitragen. Einsatzorte sind unter dem Aspekt einer bereits bestehenden Infrastruktur und lokaler Kapazitäten auszuwählen. Die Förderung konzentriert sich auf die Frühwarnung von geologischen Naturereignissen, etwa Erdbeben und deren Folgen, sowie Massenbewegungen und Vulkanausbrüche. Eine Vernetzung mit europäischen und internationalen Initiativen ist ausdrücklich gewünscht. Schwerpunkte sollen vorrangig auf der späteren Einbindung in EU-Aktivitäten zur Entwicklung eines europäischen Frühwarnsystems liegen.

Die Förderung umfasst folgende Themengebiete:

  • Entwicklung und Verbesserung von Monitoring-Systemen
  • Entwicklung und Kalibrierung quantitativer physikalischer Modelle unter Einbeziehung wissensbasierter Komponenten
  • Quantifizierung der Unsicherheit von Vorhersagen/Prognosen und Berücksichtigung dieser Unsicherheit in entscheidungsunterstützenden Systemen
  • Vorhersagen/Prognosen von sozioökonomischen Auswirkungen extremer Ereignisse
  • Entwicklung geeigneter Informationssysteme für Frühwarnsysteme

Antragsberechtigt sind deutsche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen.

Die kompletten Förderrichtlinien und Hinweise zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier...

Lesen Sie zu diesem Thema auch Wellenschutz für Südostasien