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Indexlog #14: Der falsche Fisch
Die letzte von 109 Messstationen im deutschen Lizenzgebiet liegt hinter uns. Elf Tage Transit bis nach Kapstadt liegen noch vor uns. Während der Fahrt dorthin hat die Sonne drei Magnetometer-Sonden im Schlepptau. Die Messungen werden rund um die Uhr am Computer überwacht. Nach drei Tagen stoppt die Aufzeichnung plötzlich.
Indexlog #13: Fallensteller der Tiefsee
Sie richten ihre Blicke konzentriert in die Ferne auf den tiefblauen Ozean. Einige sind mit Fernglas bewaffnet. Mittlerweile ist ein Wettstreit entbrannt, wer als erster etwas erspäht, und so ist es auch heute wieder: "Da sind sie!", meldet Kapitän Lutz Mallon und zeigt auf die in den Wogen auf und ab hüpfenden gelben und roten Bälle.
Indexlog #12: Vom Kleinen zum Großen
Der Kran ächzt, als er den Gewichtskopf aus dem Container ziehen soll. Störrisch ruht die Masse im Dunkeln und sträubt sich, ans Tageslicht befördert zu werden. Aber letztlich ist der Kran stärker und das Gewicht rumpelt hinaus, bis es kurz über dem Deck hängt. Vier Matrosen halten ihn an Seilen in Balance, damit er nicht ausschert.
Indexlog #11: Basalt im Kettenhemd
"Mahi, Mahi!" Es ist zwei Uhr morgens und wir sind auf Station. Neugierig blicke ich über die Reling in den scheinwerferüberfluteten Indischen Ozean und traue meinen Augen kaum: Kurz unter der Wasseroberfläche ziehen bonbonfarbig schillernde Wesen - wie von einem anderen Stern - in Dreierformation blitzschnell ihre Bahnen.
Indexlog #10: Schatz entdeckt
Zunächst ist es ein Mysterium. Wir erkunden Cluster 11. Geht es nach den hydroakustischen Messsignalen, liegen hier zwei hydrothermale Quellen im Abstand von 700 Metern im Untergrund. Aber die Geräte identifizieren dort keine Trübung durch eisenhaltige Partikel im Wasser. Diese ganz typischen Anzeichen eines Schwarzen Rauchers fehlen.
Indexlog #9: Die Schatzkarte
"Bitte alle lächeln!" rufe ich laut und blinzele durch den Sucher meiner Kamera. Alle Wissenschaftler stehen oder sitzen in zwei Reihen auf dem Wind umtosten Helikopter-Deck. Jeder hält mir ein DINA-4 Blatt mit einem andersfarbigen Buchstaben entgegen. Nur widerwillig geben die wild flatternden Zettel ihre Botschaft preis.
Indexlog #8: Vermessung der Unterwasserwelt
In der Kabine knarzt es. Dann ein Rums, gefolgt von einem schnellen Rütteln des Schiffs. Am Schreibtisch sitzend, schwanke ich mal nach links und danach gleich nach rechts oder nach vorn und wieder nach hinten. Die Richtung folgt scheinbar keine Regeln. Erstmals ist das Hangartor geschlossen und das Hauptdeck gesperrt.
Indexlog #7: Schnüffelschlitten jagt Raucher
Endlich blauer Himmel! Sonnenstrahlen überfluten das Schiffsdeck. Die meisten Forscher tragen kurze Hosen und dicke Sonnenbrillen. Das Meer nippt sachte am Schiffsbauch. Es leuchtet tiefblau, ohne weiße Gischt. Wir haben Cluster 12 über dem Südostindischen Rücken erreicht: Ein weißer Fleck in der Tiefsee – noch.
Indexlog #6: Raumschiff Enterprise
"Die ‚Enterprise‘ stößt ist Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat." Seit wir Cluster 12 erreicht haben, geht mir das Intro der Science-Fiction-Serie nicht mehr aus dem Kopf. Als Kind war ich fasziniert davon, habe keine Folge verpasst. Nun fühle ich mich wie in einem Abenteuer an Bord der "Enterprise".
Indexlog #5: Der große Rücken
Der Sturm aus Süden ist unser treuer Begleiter geworden. 3500 Kilometer südlich von Sri Lanka haben wir das Lizenzgebiet mit schon bekannten Erzvorkommen erreicht. Diese wollten wir nun genauer unter die Lupe nehmen. Doch der Wellengang mit bis zu vier Metern Höhe macht den Forschern einen Strich durch die Rechnung.
Indexlog #4: Mit Wachs auf Glasfang
Das Karussell "Indischer Ozean" hat wieder Fahrt aufgenommen. Seit gestern streifen kräftige antarktische Winde unser Explorationsgebiet. Das Schiff samt Besatzung schaukelt auf über sechs Meter hohen Wellenkämmen. Alles an Bord, was nicht festgezurrt ist, schiebt im Rhythmus der Wellen hin und her oder fällt polternd um.
Indexlog #3: Die blaue Wüste lebt
Seit Tagen ist die Welt zweigeteilt. Unter uns das Meer. Mit seinem tiefen Blau und gekräuselter Oberfläche mit unzähligen glitzernden Lichtreflexen erstreckt es sich weit bis zum Horizont und wird dort scharf abgeschnitten. Darüber leuchtet der Himmel in lichtem Blau. Darin schweben weiße Wattebälle perlenschnurartig.
Indexlog #2: Sedimentkerne als Schaufenster
Eine Woche hielt das Schiff Kurs Richtung Süden, unterbrochen von einer Handvoll kurzer Stopps, um Wasserproben zu nehmen. Eine Woche war die See voll wilder, grauer, zackiger Wellen. Sie bildeten tiefe Täler und hohe Kämme, ließen sich vom Wind scheinbar wahllos hin und her treiben. Doch nun hat sich das Blatt gewendet.
Indexlog #1: Gespannte Gesichter
Tief hängen die grauen Wolken im Hafen von Colombo, Sri Lanka. Die Mittagsluft ist feucht und ölgeschwängert. Das Thermometer zeigt 30 Grad im Schatten. Wer aus dem heruntergekühlten Hangar des Forschungsschiffes SONNE auf das Holzdeck tritt, prallt gegen eine heiße unsichtbare Wand. Das Schiff liegt fertig beladen am Kai.
Treffpunkt Tiefsee
Von Sri Lanka nach Kapstadt – diese Route schlägt ein Team von Wissenschaftlern aus der ganzen Bundesrepublik Ende August mit dem Forschungsschiff Sonne ein. Für sieben Wochen machen sie mitten im Indischen Ozean Halt. Ihr Ziel: Begehrte Erze aufspüren und die Tiefsee erforschen. Im Logbuch berichten Sie von Bord.
Ägäislog #3: Resümee in Zahlen
Die Expedition POS513 endet. Armin Freundt und das wissenschaftliche Team haben noch ein paar letzte Bohrungen vor sich, bevor sie Resümee ziehen über die Zeit an Bord der Poseidon: Ein Hin und Her zwischen erfolgreichen Entdeckungen und schwierigen Seeverhältnissen. Was überwiegt am Ende?
Ägäislog #2: Höhepunkte
Seit einer Woche kreuzt die Poseidon schon durch die Ägäis. Nach einem durchwachsenen Expeditionsbeginn gestalten sich die Bergungen mit dem Schwerelot nun erfolgreicher. Und Fahrtleiter Armin Freundt und die Kollegen an Bord machen Entdeckungen, mit denen zuvor niemand gerechnet hätte.
Ägäislog #1: Ein schwieriges Unterfangen
Die Poseidon ist nun seit fast einer Woche in der Ägäis unterwegs. Schon die ersten Tage offenbaren den Wissenschaftlern die Schwierigkeiten, die Wetter und See für die Expedition POS513 bereithalten können. Der Fahrtleiter Armin Freundt vom GEOMAR in Kiel berichtet von Bord.
Asche in der Tiefsee
Die Poseidon tritt im Mai eine Expedition in die Ägäis an, die neue Aufschlüsse über künftige Vulkangefahren geben soll. Am Hellenischen Inselbogen werden der Fahrtleiter und Vulkanologe Armin Freundt und das Team der Expedition POS513 einer von Europas seismisch aktivsten Regionen mithilfe eines Schwerelots auf den Grund gehen.
Amundsenlog #6: Unser Resümee
Im letzten Wochenbericht möchte ich ein kurzes Resümee von unserer spannenden Expedition ziehen. Mit dem MeBo und vielen weiteren geowissenschaftlichen Geräten sind wir vor 6 Wochen voller Erwartungen und Hoffungen in das Amundsenmeer der Westantarktis aufgebrochen, um Proben und Daten zu gewinnen, die uns helfen, die Geschichte des westantarktischen Eisschildes zu entschlüsseln.
Amundsenlog #5: Eine erfolgreiche Expedition
Durch eine Welt gigantischer Eisberge fuhr die Polarstern auf dem Weg von der Pine-Island-Bucht zur westlichen Amundsenmeerbucht. Die Eisberge sind hier so zahlreich, weil sich zwischen dem Westen und Osten des Kontinentalschelfs eine bathymetrische Schwelle als nördliche Fortsetzung der Bear-Halbinsel erhebt, auf der die Eisberge aufliegen und sich nur kurz bei Hochwasser bewegen.
Amundsenlog #4: Spannende Entdeckungen
Als ein Wechselbad der Forschergefühle lässt sich die vergangene Woche beschreiben. Auf der Suche nach alternativen Einsatzgebieten, die bessere Eis- und Windbedingungen versprachen, haben wir uns in den östlichsten Teil der Amundsenmeer-Bucht zwischen der Burke-Insel und der King-Halbinsel begeben.
Amundsenlog #3: Das MeBo-Bohrprogramm
Eine aufregende Woche liegt hinter uns. Eine Änderung der Planung folgt der nächsten. Warum ist es unmöglich, auf Tage hinaus einem Arbeitsprogramm in dieser Region verlässlich zu folgen? Unsere Arbeiten mit dem Schiff sind vor allem durch das Bohrprogramm mit dem MeBo-Gerät bestimmt.
Amundsenlog #2: Die zweite Woche
Ein breiter Gürtel von dichtem Packeis liegt normalerweise am nördlichen Zugang zum Schelf des Amundsenmeeres. Doch aktuell treffen wir hier mit der Polarstern auf relativ wenig Meereis. Ohnehin ist in diesem Südsommer rund um die Antarktis eine ungewöhnlich geringe Meereisbedeckung über Satellitendaten zu beobachten.
Amundsenlog #1: Letzte Vorbereitungen
Punta Arenas, die südlichste Stadt Chiles, gelegen an der Magellanstraße zwischen Patagonien und Feuerland, ist der Ausgangsort für die Expedition PS104 in das Amundsenmeer der Antarktis. Bis kurz vor der Ausfahrt aus dem Hafen von Punta Arenas blieb es spannend, ob das Team unter der Leitung von Karsten Gohl rechtzeitig wird ablegen können. Der Fahrtleiter berichtet von Bord.