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Treffpunkt Tiefsee

erstellt von eschick zuletzt verändert: 28.08.2017 17:15

Von Sri Lanka nach Kapstadt – diese Route schlägt ein Team von Wissenschaftlern aus der ganzen Bundesrepublik Ende August mit dem Forschungsschiff Sonne ein. Für sieben Wochen machen sie mitten im Indischen Ozean Halt. Ihr Ziel: Begehrte Erze aufspüren und die Tiefsee erforschen. Im Logbuch berichten Sie von Bord.


Ein schwarzer Raucher in Nahaufnahme. (Bild: NOAA/Richard Lutz Rutgers)

Ein schwarzer Raucher in Nahaufnahme. (Bild: NOAA/Richard Lutz Rutgers)

Forscherinnen und Forscher machen sich unter der Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bald wieder auf zum Zentralindischen und Südost-Indischen Rücken. Genauer gesagt dorthin, wo sich gleich drei Kontinentalplatten treffen – die Afrikanische, Indo-Australische und die Antarktische. Dieser geologisch besondere Teil des untermeerischen Rückens im Indischen Ozean, drei Tagesreisen von Mauritius entfernt, gehört zum Explorationsgebiet der Bundesrepublik.

Dort sucht das Team um den Fahrtleiter und Geologen Ulrich Schwarz-Schampera nach Tiefseeschätzen in Form von Metallsulfiden. Diese sind an heißen Quellen am Meeresboden entstanden, an den sogenannten Schwarzen Rauchern. Sie können neben Kupfer und Eisen auch Silber und Gold enthalten. Doch vor allem auf Hochtechnologiemetalle – auch als seltene Erden bekannt – hofft die BGR. Diese werden zur Herstellung von Smartphones, Computern oder Windturbinen benötigt. Da der Bedarf an Elektronikartikeln weltweit rasant steigt und die Rohstoffe äußerst selten sind, liegen große Hoffnungen in diesem Vorhaben.

Neben wirtschaftlichen Interessen steht jedoch auch die Umwelt im Fokus der Ausfahrt und möglicher künftiger Abbaumaßnahmen. Umfangreiche Untersuchungen zum Schutz und Erhalt der marinen Umwelt gehören zum Arbeitsprogramm der Expedition.

In den kommenden Wochen wird das Forschungsteam in einem Logbuch auf planeterde vom Alltag und den Arbeiten an Bord des Forschungsschiffs Sonne berichten. Weitere Informationen zur Ausfahrt finden Sie auf den Seiten der BGR und in Kürze auch auf den Seiten des Wissenschaftsjahrs 2016*17 - Meere und Ozeane.

Das Forschungsschiff Sonne. (Bild: Thomas Walter)

Das seit 2014 in Dienst stehende moderne Forschungsschiff Sonne. (Bild: Thomas Walter)