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Ins Archiv vor Japans Küste

erstellt von eschick zuletzt verändert: 21.10.2016 12:42

Am Südostrand der Eurasischen Platte, vor der Küste Japans, liegen zwei seismisch hochaktive Subduktionszonen: Der Japangraben und der Nankaitrog. Das verheerende Erdbeben und der Tsunami vom März 2011 nahmen dort ihren Ausgang. Um die Entstehung und Folgen solcher Beben zu ergründen, bringt das Forschungsschiff Sonne Wissenschaftler in den Nordwestpazifik.


Das neue Forschungsschiff SONNE trat seinen Dienst im Frühjahr 2014 an. (Bild: M. Hartig/Meyer Werft)

Das neue Forschungsschiff SONNE ist seit 2014 im Einsatz. (Bild: Hartig/Meyer Werft)

Im Fokus der Ausfahrt SO251 steht die Erforschung des geologischen Archivs vor der Küste Japans. Extremereignisse wie Erdbeben, submarine Rutschungen und Tsunamins hinterlassen ihre Spuren in den Sedimenten des Japangrabens und Nankaitrogs. Diesen spüren die Wissenschaftler nach, um die Entstehung und Folgen der Beben besser zu verstehen und daraus grundsätzliche Modelle zu entwickeln, die über diese Region hinausgehen.

Die Fahrt gliedert sich in zwei Abschnitte: Im ersten Teil werden die Wissenschaftler um Fahrtleiter Michael Strasser (Uni Innsbruck) den Japangraben vermessen und beproben, um die geologischen Fingerabrücke des Tohoku-Erdbebens von 2011 zu erforschen. Nach einem Hafenaufenthalt werden - im zweiten Teil - Fahrtleiter Achim Kopf (Universität Bremen) und sein Team mit einem Unterwasser-Roboter Messinstrumente aus  Schlammvulkanen im Nankaitrog bergen. An Störungen und im Tiefseegraben sind zudem Messungen und Beprobungen geplant. Die aktuelle Position des Schiffes können Sie hier live verfolgen.

In Kooperation mit dem MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und der Universität Innsbruck berichten die Geowissenschaftler auf planeterde in einem Logbuch von Bord.