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Eine Ebene höher
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Ozeanforscher entdecken neuen Unterwasservulkan
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Wissenschaftler des GEOMAR | Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven haben während einer Expedition mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN im Südatlantik einen bisher unbekannten Unterwasservulkan entdeckt und kartiert.
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„Das Leben ist auf dem Festland entstanden“
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„Die ersten Funken zellulären Lebens sind auf dem Festland entstanden, und zwar in Teichen oder Seen aus kondensiertem geothermalem Dampf“, davon ist Dr. Armen Mulkidjanian, Biophysiker am Fachbereich Physik der Universität Osnabrück, überzeugt. „Damit wird die bislang weithin verbreitete Ansicht widerlegt, das Leben sei im Ozean entstanden“, fasst der Osnabrücker Wissenschaftler eine Studie zusammen, die Mitte Februar in der international renommierten Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ erschienen ist.
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Nordseesturmfluten im Klimawandel
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In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 traf eine schwere Sturmflut auf die deutsche Nordseeküste. Besonders stark betroffen war die Hansestadt Hamburg. Ganze Stadtteile standen unter Wasser und mehr als 300 Menschen kamen ums Leben. Auch nach dieser Katastrophe gab es weitere schwere Sturmfluten.
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Eine neue Zeitmessung für Gesteine
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ErdwissenschafterInnen stehen vor der Herausforderung, Gesteinsschichten genauen Zeiten zuzuordnen. Michael Wagreich vom Department für Geodynamik und Sedimentologie und Johann Hohenegger vom Institut für Paläontologie der Universität Wien haben an Gesteinsschichten des Wiener Beckens eine Untersuchungsmethode erweitert, vergangene Ereignisse der Erdgeschichte mithilfe von astronomischen Zyklen zu datieren. Die Ergebnisse sind kürzlich im "International Journal of Earth Sciences" publiziert worden.
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Asteroidenabwehr mit System
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Wann genau der letzte große Einschlag eines Asteroiden auf der Erde geschah, ist nicht klar. Einschlagskrater aber gibt es viele, zum Beispiel das Nördlinger Ries in Bayern. Dass in Zukunft weitere Kollisionen folgen werden, dessen ist sich Alan Harris, Asteroidenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), sicher.
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Ende einer Ära
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Die Isolation des Wostoksees ist durchbrochen, denn die russische Bohrung hat die Seeoberfläche erreicht. Das Institut für arktische und antarktische Forschung in Moskau bestätigte offiziell, was bereits seit einigen Tagen kursierte: Das Bohrteam hat Sonntagnachmittag, 17:25 Uhr mitteleuropäischer Zeit die letzte Eisschicht über dem größten subantarktischen See überwunden.
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Wie der Schnee ins Rutschen gerät
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Wie Lawinen entstehen, schien seit Jahrzehnten geklärt – die Schneeforschung weltweit ging vom Scherriss-Modell aus: Laut dieser Theorie kommt die oberste Schicht einer Schneedecke lokal ins Rutschen und dieser Prozess pflanzt sich in die umliegende Schneedecke fort. Rund ein Drittel der Lawinenauslösungen lassen sich so jedoch nicht erklären. Ein Forscherteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vertritt eine grundsätzlich andere Hypothese: Es macht so genannte Antirisse für die Lawinenentstehung verantwortlich.
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Tropischer Ozean beeinflusst die Ozonschicht
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In Küstenbereichen des tropischen Westpazifiks werden große Mengen an natürlichen Halogenverbindungen produziert, die die Ozonschicht in der Stratosphäre schädigen können. Das zeigen erste Ergebnisse einer Expedition Kieler Meeresforscher mit dem Forschungsschiff SONNE Ende 2011. Die Expedition war Teil des EU-Projekts SHIVA.
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Vor 100 Jahren: Entdeckung des Filchner-Ronne-Schelfeises
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Am 31. Januar 1912 erreichte Wilhelm Filchner mit der zweiten deutschen Antarktisexpedition das nach ihm benannte Filchner-Ronne-Schelfeis in der Antarktis. Seine Arbeit zeigte, dass im Gegensatz zu damals gängigen Hypothesen wahrscheinlich eine Verbindung zwischen der Westantarktischen Halbinsel und der Ostantarktis bestand. Das Weddellmeer konnte erstmals in seiner Ausdehnung abgeschätzt werden und entwickelte sich zum bevorzugten Gebiet der deutschen Antarktisforschung.
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Keine Entwarnung für Hochwassergefahr
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Die Hochwassergefahr an kleinen und mittleren Flüssen in Deutschland wird auch in den nächsten Jahrzehnten nicht abnehmen, in einigen Fällen sogar zunehmen. Deutlich steigen werden die Starkniederschläge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Center for Disaster and Risk Management Technology (CEDIM), die in Karlsruhe vorgestellt wurde. CEDIM ist eine gemeinsame Einrichtung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungs Zentrum (GFZ).
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Tiefe Temperaturen verstärken Ozonabbau über der Arktis
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Ungewöhnlich kalte Temperaturen verursachten im Winter 2010/2011 die bislang massivste Zerstörung der Ozonschicht über der Arktis: Die Mechanismen, die zum ersten Ozonloch über dem Nordpol führten, haben Wissenschaftler des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung (IMK) des KIT untersucht. Demnach kann eine weitere Abkühlung der Ozonschicht den Einfluss ozonzerstörender Stoffe wie etwa Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) verstärken, sodass mit einem wiederholten Auftreten eines Ozonlochs über der Arktis zu rechnen ist.
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Der Erde in 3D ein großes Stück näher
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Nach einem Jahr hat der deutsche Erdbeobachtungssatellit TanDEM-X zusammen mit seinem Zwillingssatelliten TerraSAR-X die Landflächen der Erde zum ersten Mal komplett abgebildet. Aus der Datenbasis entsteht das weltweit erste einheitliche, hochpräzise und digitale Höhenmodell der Erde in 3D. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) steuert beide Radarsatelliten, erzeugt das Höhenmodell und ist für die wissenschaftliche Nutzung der TanDEM-X-Daten verantwortlich.
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Gibt es unerkannte Gefahren unter der Adria?
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Geophysiker des GEOMAR | Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel führen ab Mitte Januar 2012 mit dem deutschen Forschungsschiff METEOR die erste grundlegende Untersuchung der Lithosphäre unter der südlichen Adria durch. Die Expedition soll helfen, die Erdbebengefahren in der Region besser einschätzen zu können.
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Meteorologisches Observatorium wird Klimabeobachtungsstation
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Das meteorologische Observatorium an der antarktischen Neumayer-Station III gilt von nun an ganz offiziell als Klimabeobachtungsstation, denn seit 30 Jahren messen die Meteorologen des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft täglich die Lufttemperatur in der Antarktis. Ein Ergebnis der Langzeitforschung: An der Neumayer-Station ist es in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht wärmer geworden.
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Warum zerbrach Gondwana?
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Bis heute sind viele Fragen zur Entstehung der Inselgruppe Tristan da Cunha offen. Dabei ist sie ein Schlüssel zum Verständnis grundlegender Prozesse der Plattentektonik. Kieler Meeresforscher wollen mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN jetzt im Südatlantik Antworten finden.
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Erdbeben trafen Japan und Neuseeland am härtesten
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Erdbeben und ihre Folgen – wie Tsunamis, Hangrutschungen und Bodensetzungen – haben im vergangenen Jahr einen Schaden von 365 Milliarden US-Dollar verursacht. 2011 war damit das Jahr mit den bislang schwersten wirtschaftlichen Verlusten nach Beben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, die James Daniell vom Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vorgelegt hat. Demnach starben 20.500 Menschen, gut eine Million wurden obdachlos.
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Die Crux mit den Klimadaten
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Wer wissen will, wie sich das Klima langfristig entwickelt, braucht genaue Messreihen. Doch aufgrund verschiedener Messinstrumente und Standortunterschiede kann es zu künstlichen Trends in den Ergebnissen kommen. Internationale Meteorologen unter Beteiligung der Universität Bonn und des Deutschen Wetterdienstes haben verschiedene Methoden auf Herz und Nieren geprüft, wie sich solche Messunterschiede am besten herausrechnen lassen. Sie veröffentlichen die Studie nun in der Fachzeitschrift „Climate of the Past“ der European Geoscience Union.
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Wolkenforschung in extremen Höhen
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Polare Stratosphärenwolken sind entscheidend an der Entstehung des Ozonlochs beteiligt. Um ihre Entstehung zu erforschen, muss man Messungen in extremen Höhen machen. Genau das ist Forschern aus Mainz und Darmstadt im letzten Dezember über Nordschweden gelungen. In 20 Kilometer nahmen sie erstmals Aerosolproben aus dem Inneren dieser Wolken. Im Labor wird jetzt geklärt, in welchem Ausmaß das Aerosol, das auch von menschlichen Aktivitäten stammt, zur Bildung der polaren Stratosphärenwolken beiträgt.
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Der Kopernikus der Geowissenschaften
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Einer gegen alle, hieß es am 6. Januar 1912 auf der Hauptversammlung der Geologischen Vereinigung in Frankfurt am Main. An jenem Tag hielt der damals 31-jährige Meteorologe Alfred Wegener seinen Vortrag über die Entstehung der Ozeane und Kontinente und brachte damit die althergebrachten Vorstellungen ins Wanken.
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Moore als Hotspot für Treibhausgase
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Landwirtschaftlich genutzte Moorböden machen nur 8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland aus. Doch drainierte, also entwässerte Moore haben es in sich: Rund 40 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen, die durch die Landwirtschaft und Landnutzung anfallen, haben hier ihren Ursprung. Das geht aus Berechnungen des Thünen-Instituts in Braunschweig hervor.
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Wie entstehen Tsunamis vor Süditalien?
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Geophysiker des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften und des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ untersuchen von Ende Dezember 2011 bis Mitte Januar 2012 mit dem deutschen Forschungsschiff METEOR die Ursachen für Erdbeben und Tsunamis an den Kontinentalhängen des Mittelmeeres vor dem südlichen Italien. Die genauere Kenntnis dieser Prozesse soll künftig dabei helfen, die Risiken solcher Naturkatastrophen besser abschätzen zu können.
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Sprunghafte Zunahme von Waldbränden
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Großen Waldregionen Kanadas steht offenbar ein sprunghafter Wandel bevor. Anhand von Modellen konnten Wissenschaftler jetzt zeigen, dass es bei Waldbränden ebenso wie bei Epidemien Schwellenwerte gibt. Große Gebiete Kanadas bewegen sich offenbar auf diesen Schwellenwert zu und könnten diesen künftig durch den Klimawandel überschreiten.
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Anden wachsen dem Niederschlag entgegen
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Die Anden formten sich in den letzten 10 Millionen Jahren asymmetrisch: Ungleichmässige Niederschlagsmengen führten zu einer Verformung der Erdkruste vor allem auf der Ostseite der südamerikanischen Gebirgskette, wie ein Berner Geologe herausfand.
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Ozeanversauerung gefährdet Fischbestände
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Die Fischbestände sind nicht nur durch Überfischung bedroht. Wie eine internationale Forschergruppe unter Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften jetzt nachweisen konnte, bedroht die durch den steigenden Kohlendioxidgehalt zunehmende Ozeanversauerung auch Fischlarven von Speisefischen wie dem Dorsch.
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Forschungsflugzeug statt Hundeschlitten
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Mit Hundefutter und einer Meute Huskys käme Dr. Veit Helm auf seinen Antarktis-Expeditionen nicht sehr weit. Stattdessen erforscht der Geophysiker vom Alfred-Wegener-Institut 100 Jahre nach der Südpol-Eroberung den vereisten Kontinent von Bord eines Flugzeuges aus und hat vor wenigen Tagen die erste Messkampagne des neuen Forschungsfliegers Polar 6 erfolgreich beendet.
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