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Geowissenschaftler als Actionheld?

erstellt von Buchholz zuletzt verändert: 23.08.2007 14:24

Hollywood hat, so scheint´s, einen neuen Typus des Actionhelden ausgemacht. Vorbei die Zeiten, in denen Agenten, Anwälte oder gar Archäologen die Erde retten durften. Filme wie Twister oder Volcano zeigen deutlich: Für diese Rolle sind Geowissenschaftler geradezu prädestiniert. Das jüngste Beispiel kommt aus Potsdam.

"the day after tomorrow" ist der neuste Film von Hollywoods Lieblingsapokalyptiker, dem deutschen Regisseur Roland Emmerich. Im Mittelpunkt der gewohnt effektvollen Handlung steht der fiktive Geowissenschaftler Jack Hall. Ein fiktiver Geowissenschaftler? Nicht ganz, denn zumindest ein reales Vorbild existiert "wirklich". Es handelt sich um den Ozeanexperten Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Auf den Film angesprochen, bekannte er gegenüber der Süddeutschen Zeitung: "Ich konnte unsere Welt wiedererkennen, so wie die Arbeitsplätze aussehen, die Bilder an den Wänden, wie die Klimatologen reden." Mehr noch: Die Filmfigur benutzt das gleiche Diagramm wie Rahmstorf es 1998 auf einer Konferenz gezeigt hat, "um zu erklären, wie es zu abrupten, chaotischen Klimaänderungen kommen kann" (SZ, 22./23.5. 2004) So viel Realismus ist verdächtig und in der Tat ist - was den wissenschaftlichen Gehalt des Films betrifft - Skepsis angebracht: Die im Film gezeigten Katastrophenszenarien sind im Mindesten überspitzt, wenn nicht sogar äußerst unwahrscheinlich, wie Wissenschaftler meinen. Wer´s genau wissen will, kann in einer Sonderveröffentlichung des Bundesumweltministeriums alles über den Film nachlesen.

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Broschüre "Wasser"
mit Fotos und Informationen
zu Wechselwirkungen von
Ozeanströmen und Klima