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Umweltschonende und kostenguenstige Energietraeger: Nutzung von Erdwaerme.Experten eroertern Geothermie-Potenziale in Niedersachsen - Workshop an der Universitaet Goettingen

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:26

Erdwaerme als umweltschonender, kostenguenstiger und erneuerbarer Energietraeger ist Thema des Workshops "Geothermie-Potenziale in Niedersachsen", den das Geowissenschaftliche Zentrum der Universitaet Goettingen mit Unterstuetzung des Niedersaechsischen Ministeriums fuer Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am Mittwoch, 18. August 2004, veranstaltet.

Auf Einladung von Prof. Dr. Agust Gudmundsson (Abteilung Strukturgeologie und Geodynamik) und Prof. Dr. Martin Sauter (Abteilung Angewandte Geologie) werden dazu Experten aus Forschung, Behoerden und Unternehmen referieren. "Aufgrund der guenstigen geologischen Bedingungen sowie seiner Wissenschafts- und Wirtschaftsstruktur bietet Niedersachsen exzellente Voraussetzungen, um in der Erforschung und Erschliessung geothermischer Energie eine Vorreiterrolle in Deutschland einzunehmen", betonen die Organisatoren.

Nach Angaben der beiden Wissenschaftler gibt es Berechnungen, nach denen geothermische Energie theoretisch in der Lage ist, das ungefaehr 600fache des bundesweiten Jahresenergieverbrauchs zu liefern. Wesentliche Ansaetze der Nutzung basieren auf dem Prinzip eines stimulierten geothermischen Systems. Dabei werden in groesseren Tiefen Risse im Gestein erzeugt, in die kaltes Wasser injiziert wird. Im Kontakt mit den heissen Gesteinsschichten nimmt das Wasser die Waerme auf und wird dann wieder an die Oberflaeche gepumpt, wo es zur Waermeversorgung oder Stromerzeugung genutzt wird.

"Bisherige Forschungsvorhaben konzentrieren sich dabei auf Kristallingesteine wie Granite oder Gneise. In Niedersachsen liegen in geothermisch interessanten Tiefen von drei bis vier Kilometern allerdings Sedimentgesteine vor. Die Forschung auf diesem Gebiet der Geothermienutzung steckt noch in den Anfaengen", so Prof. Gudmundsson. In Pilotprojekten muesse geklaert werden, wie sich Erschliessungsrisiken minimieren und diese Ressourcen effizient nutzen lassen. "Dazu ist ein fachuebergreifender Ansatz notwendig, der geowissenschaftliche, wirtschaftliche und ingenieurtechnische Disziplinen verbindet", betont Prof. Sauter. Dabei sollen Feld- und Laboruntersuchungen sowie numerische Simulationen kombiniert werden.

Im Rahmen des Workshops werden die Referenten ueber Fachkompetenzen in Niedersachsen, unterschiedliche Erschliessungstechniken, Abnehmerpotenziale sowie Wirtschaftlichkeit und Marktzugangsbarrieren informieren. Ziel der Organisatoren ist es, langfristig Fachwissen unterschiedlicher Bereiche zu verknuepfen, um Grundlagenkenntnisse und Technologie zur Nutzung geothermischer Energie in Niedersachsen auszubauen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gzg.uni-goettingen.de.

Pressemitteilung der Georg-August-Universitaet Goettingen, 13.08.2004