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Neue Ansaetze im Management von Wasserressourcen

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:27

Es ist der bislang finanzstaerkste Forschungsverbund, den die Universitaet Osnabrueck koordiniert: Im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU wurden 12 Millionen Euro fuer das Forschungsprojekt "NeWater (New Methods for Adaptive Water Management)" bereitgestellt. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung von neuen Ansaetzen fuer das Management von Wasserressourcen.

Ziel des NeWater Projekts soll es sein, die Komplexitaet von Flusseinzugsgebieten zu erforschen und unter einer staerkeren Einbeziehung der Sozialwissenschaften bessere Managementstrategien zu entwickeln, erklaert die Systemwissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl vom Institut fuer Umweltsystemforschung der Universitaet Osnabrueck. Insgesamt sind rund 50 wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Organisationen als Partner beteiligt.


(c) S. Gunkel, BUND, LV Berlin

Insbesondere die Extremereignisse der letzten Jahre, wie Flutkatastrophen und extreme Hitze- und Trockenperioden, haben die Grenzen der sehr technisch orientierten, auf Vorhersagbarkeit und Kontrolle gestuetzten Managementansaetze aufgezeigt. Innerhalb des vierjaehrigen Projektes werden eine Reihe von Einzelstudien in Europa, Afrika und Zentralasien zu diesen Problemfeldern durchgefuehrt. Dabei gehe es vor allem um die Entwicklung von anpassungsfaehigen und flexiblen Managementstrategien, so Pahl-Wostl. Im Vordergrund steht dabei ein interdisziplinaerer Ansatz, mit dem die Abhaengigkeit von institutionellen, sozialen, oekonomischen und technologischen Faktoren untersucht werden sollen. Ein Beispiel dafuer sind neue Ansaetze des integrierten Hochwasserschutzes. Dabei werden unter anderem technische Massnahmen wie die Verbesserung der natuerlichen Pufferkapazitaet von Auengebieten, Nutzung von Prognosemodellen fuer die Vorhersage von Hochwasser, oekonomische Anreizstrukturen und partizipative Entscheidungsprozesse miteinander kombiniert. Pahl-Wostl: "Es ist naheliegend, dass Ansaetze, die in Europa funktionieren nicht einfach auf ein Gebiet in Zentralasien oder Afrika uebertragen werden koennen. Die kulturellen Unterschiede stellen eine der grossen Herausforderungen in diesem Projekt dar."

Offizieller Projektbeginn ist der 1. Januar 2005. Pahl-Wostl und ihr Kollege Prof. Dr. Pavel Kabat von der Universitaet Wageningen/Alterra sehen in dem Projekt einen ersten Meilenstein fuer eine geplante enge Kooperation der beiden Hochschulen. Das Projekt ist in eine globale Expertenplattform eingebettet, um den schnellen Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis zu garantieren.

Weitere Informationen finden Sie im Institut fuer Umweltsystemforschung und beim Oder-Projekt des BUND.