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Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften koordiniert die marinen Arbeiten zum Tsunami-Frühwarnsystem im Indischen Ozean - gesamte deutsche Meeresforschung beteiligt

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:27

Die deutsche Meeresforschung wird maßgeblich an der Installation des Tsunami-Frühwarnsystems im Indischen Ozean beteiligt sein. Dies wurde im Rahmen der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung durch Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn und ihren indonesischen Amtskollegen Kusmayanto Kadiman in Jakarta bekannt.

Das Kieler Meeresforschungsinstitut IFM-GEOMAR wird im Auftrage aller deutschen Meeresforschungsinstitute die Gesamtkoordination der Arbeiten auf See übernehmen. Dies teilte Prof. Peter Herzig, Direktor des IFM-GEOMAR und Vorsitzender des Konsortiums Deutsche Meeresforschung am Rande einer Konferenz in Jakarta mit. Der Aufgabenbereich umfasst die Vermessung des Meeresbodens bis in mehr als 4.000 m Wassertiefe ebenso, wie das Ausbringen von Meeresboden-Drucksensoren und GPS-Bojen im Bereich der Erdbebenentstehungszone vor der Küste von Indonesien. Die Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Monate dauern und schon im Oktober diesen Jahres beginnen. Das IFM-GEOMAR vertritt bei diesen Aktivitäten als mariner Partner des Geoforschungszentrums Potsdam das Konsortium Deutsche Meeresforschung, dem alle namhaften deutschen Meeresforschungsinstitute angehören. Die Interessen des Konsortiums wurden in Jakarta neben Herzig durch den Geschäftsführer Prof. Erwin Suess wahrgenommen, der auch die Projektgruppe Ozean- und Meeresbodeninstrumentierung leitet. Beide Wissenschaftler waren Mitglieder der von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn geleitetet deutschen Delegation in Indonesien. Neben dem Kieler Leibniz-Institut sind Meeresforschungseinrichtungen aus Bremerhaven, Bremen, Geesthacht, Hamburg, Oldenburg und Warnemünde in dem Konsortium vertreten, das seinen Hauptsitz im Berliner Wissenschaftszentrum hat und sich als Dachverband der deutschen Meeresforschung versteht.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Herzig
Tel: 0431 600-2800
Dr. Andreas Villwock,
Tel: 0431 600-2802