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BMBF fördert Forschung zur Verminderung von Hochwasserrisiken

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:29

Mit welchen Methoden können die Risiken extremer Hochwasserereignisse vermindert werden und das Vorgehen bei Hochwasserkatastrophen besser koordiniert werden? Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verbesserung des Hochwasserschutzes will eine enge Zusammenarbeit der Forschung mit Länderbehörden und dem praktischen Hochwasserschutz erreichen. In den nächsten Jahren werden bis zu 20 Millionen Euro bereitgestellt.




Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht das Elbegebiet, in dem durch die Flutkatastrophe im August 2002 Schäden in Milliardenhöhe verursacht wurden. Die vom BMBF im Hochwasserforschungsprogramm geförderten Projekte umfassen sowohl Risikoanalysen und -managementkonzepte als auch technologische Entwicklungen. So werden historische Aufzeichnungen von Hochwassern vergangener Jahrhunderte ausgewertet, langfristiger Veränderungen von Hochwasserrisiken durch Klimaveränderungen analysiert sowie das Risikobewusstsein in verschiedenen Regionen an der Elbe untersucht und mit den Erfahrungen anderer Regionen verglichen. Weitere Arbeiten werden sich mit der genaueren Bestimmung potentieller Schäden befassen, um Kosten-Nutzen-Relationen von Hochwasser-Abwehrmaßnahmen besser beurteilen zu können.




Im technologischen Bereich werden Möglichkeiten zur Verbesserung der Frühwarnung durch neue Methoden der Deichüberwachung und zur optimalen Bewirtschaftung von Wasserrückhaltebecken und -flächen untersucht. Wichtig ist auch die Sicherung unterirdische Infrastrukturnetze in städtischen Gebieten gegen Hochwasserschäden sowie Risiken durch Schadstoffverlagerungen zu erkennen.

Für Untersuchungen im Hochwasserschutz sind ähnliche Instrumentarien wie für die Untersuchung anderer Katastrophenfälle erforderlich. Daher wird das Hochwasserforschungsprogramm des BMBF in einem Begleitprojekt vom GFZ Potsdam koordiniert und in den größeren Rahmen der europäischen Katastrophenforschung eingebunden.

Mehr Informationen zu den Forschungsprojekten finden Sie unter www.rimax-hochwasser.de