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Neuer Superrechner für die Polar- und Meeresforschung: Alfred-Wegener-Institut erhält NEC SX-8R Hochleistungs-Vektorrechner

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:38

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung hat einen neuen Hochleistungsrechner mit Mitteln aus dem Großgeräteprogramm der Helmholtz-Gemeinschaft beschafft. Der NEC SX-8R Vektorrechner wird für aufwändige Simulationen in der Klimaforschung und den Meereswissenschaften eingesetzt. Damit gewinnt die Polarforschung ein wichtiges Instrument für die Klimaforschung.

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung hat einen neuen Hochleistungsrechner mit Mitteln aus dem Großgeräteprogramm der Helmholtz-Gemeinschaft beschafft. Der NEC SX-8R Vektorrechner wird für aufwändige Simulationen in der Klimaforschung und den Meereswissenschaften eingesetzt. Damit gewinnt die Polarforschung ein wichtiges Instrument für die Klimaforschung.

"Wir brauchen diese Hochleistungsrechner, um die enormen Datenmengen aus der Klimaforschung zu verarbeiten und zu verstehen, wie die Klimamaschine der Erde funktioniert. Insbesondere können wir so auch Zukunfts-Szenarien errechnen, die uns helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen", erklärt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Nach einer europaweiten Ausschreibung, bei der neben der Eignung des Rechners für Simulationsrechnungen mit gekoppelten Erdsystemmodellen auch die Energieeffizienz maßgeblich war, wurde Anfang 2007 das neue Rechnersystem der Firma NEC installiert und abgenommen. Seitdem testen die Modellierer im Fachbereich Klimawissenschaften des Alfred-Wegener-Instituts den Rechner und nutzen ihn inzwischen voll. Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen arbeiten hier eng zusammen, um die Klimamodelle und den derzeitigen Klimawandel weiter zu erforschen und damit das Klimasystem der Erde besser zu verstehen. Dabei bringen die Feldforscher wichtige Beobachtungen über ihre gesammelten Daten ein, welche die Modellqualität entscheidend verbessern.

"Mit dem neuen Supercomputer können wir erheblich verfeinerte Klima- und Erdsystem - Modellrechnungen durchführen. Insbesondere auf Grund des hohen Hauptspeicherausbaus des Systems ist eine höhere räumliche Auflösung der Modelle möglich. Auch die Integration von bio- und geochemischen Teilmodellen und verbesserten Meereis-, Landeis- und Ozean-Modellkomponenten spielt eine wichtige Rolle. Diese umfassenderen und genaueren Modellrechnungen sind eine notwendige Voraussetzung für ein besseres Verständnis des Klimawandels", sagt Prof. Dr. Wolfgang Hiller, Leiter des Rechenzentrums am Alfred-Wegener-Institut.

Der NEC SX-8R Vektorrechner in Bremerhaven besteht aus zwölf SX-8R Knoten, die mit je acht Prozessoren bestückt sind. Der SX-8R-Prozessor ist mit 2,2 GHz getaktet, kann über 35 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde ausführen und erreicht mit 70,4 Gigabyte pro Sekunde die höchste Datenübertragungsgeschwindigkeit zwischen CPU und Arbeitsspeicher von allen heute verfügbaren Standardprozessoren. So erreicht der neue NEC SX-8R Superrechner mit seinen 12 Knoten eine Gesamtleistung von über 3,3 Teraflops. Die gesamte Hauptspeicherkapazität beträgt 1,5 Terabyte, die aggregierte Datentransferrate zwischen CPUs und Speichereinheit beläuft sich auf 6,7 Terabyte pro Sekunde. Die Kombination aus hoher Rechenleistung und Speicherbandbreite ist besonders leistungsfördernd bei Computersimulationen physikalischer Phänomene. Vektorrechner von NEC bilden die Basis für viele Superrechner weltweit. Ein prominentes Beispiel ist der Earth Simulator im japanischen Yokohama, der über zwei Jahre die Rangliste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt angeführt hat.

"Der neue SX-8R Rechner am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven ist bereits der fünfte SX-8 Supercomputer in Europa, der speziell für die Klimaforschung eingesetzt wird", sagt Makoto Tsukakoshi, Geschäftsführer der NEC High Performance Computing Europe GmbH. "Damit sind wir für den Bereich der Klimaforschung der führende Hersteller in Europa. Und das freut uns sehr, denn es zeigt, dass unsere Rechner besonders effizient sind. Nirgendwo sind die Anforderungen ähnlich hoch wie in der Klimaforschung."

Ansprechpartner bei NEC High Performance Computing Europe GmbH: Dr. Thomas Schoenemeyer (Tel. 08061 937918, E-Mail: tschoenemeyer@hpce.nec.com).

Ansprechpartner am Alfred-Wegener-Institut: Prof. Dr. Wolfgang Hiller (Tel. 0471 4831-1506, E-Mail: Wolfgang.Hiller@awi.de)

und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Dr. Angelika Dummermuth (Tel. 0471 4831-1742, E-Mail: medien@awi.de)