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Forschungszentrum Jülich unterzeichnet Kooperationsvertrag mit chinesischer Regierung zum Drei-Schluchten- Staudamm

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:43

Energie gewinnen, dicht besiedelte Gebiete vor Hochwasser schützen und die Schifffahrt auf dem Yangtze erleichtern - das sind die Ziele, die mit dem Drei-Schluchten-Staudamm auf dem längsten Fluss Asiens erreicht werden sollen. Der Damm wurde 2003 geschlossen und wird nach seiner endgültigen Fertigstellung im Jahr 2009 den Yangtze auf einer Länge von 600 Kilometern aufstauen. Mit 18 200 Megawatt soll das Wasserkraftwerk mehr elektrische Leistung liefern als jedes andere der Welt.


(c)Frank Matthes (2002)
Der Hauptwall des Dreischluchtendamms am Jangtsekiang

Aus der Größenordnung dieses Vorhabens leiten sich technologische, ökologische und sozialwissenschaftliche Aufgabenstellungen in einem zum Teil bislang kaum bekannten Ausmaß ab. Ausgehend von einer Vereinbarung mit der Tongji Universität in Shanghai hat das Forschungszentrum Jülich einen Verbund von mittlerweile mehr als 30 deutschen und chinesischen Forschungszentren, Universitäten und Behörden organisiert, die gemeinsame Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen des Staudamms auf die gesamte Umwelt sowohl im unmittelbaren Bereich des neuen Wasserreservoirs als auch in weiter entfernt gelegenen Gebieten durchführen wollen.

Von der im Kooperationsvertrag zugesichterten Unterstützung der Jülicher Umweltforschung durch das für den Yangtze-Staudamm zuständige chinesische Ministerium erhoffen sich die Forscher intensive Kooperation. Der für den Staudamm verantwortliche Minister Pu lobte die bisher erzielten Ergebnisse und zeigte sich bei einer anschließenden Besichtigung des Forschungszentrums sehr beeindruckt von der Jülicher Umweltforschung. Modernste Jülicher Umwelttechniken werden auch in China im Gebiet des Staudamms zum Einsatz kommen.

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