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Eine Ebene höher
Hochpräzise Prognosen für das Bergwetter weltweit
Lawinenwarndienste der Pyrenäen, argentinische Skigebiete, chilenische Tagbauminen und der Wetterdienst Bhutans – sie alle nutzen MetGIS. Das hochpräzise Bergwettervorhersagesystem wurde von Meteorologen der Universität Wien mitentwickelt und ist seit Januar 2013 für alle Interessierten frei zugänglich.
Schmelzwassertümpel verringern arktische Eisdecke
Die arktische Meereisdecke ist im zurückliegenden Jahrzehnt nicht nur geschrumpft, sondern auch deutlich jünger und dünner geworden. Wo früher meterdickes, mehrjähriges Eis trieb, finden Forscher heute vor allem dünne, einjährige Schollen, die in den Sommermonaten großflächig mit Schmelzwassertümpel bedeckt sind. Meereisphysiker des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben nun erstmals die Lichtdurchlässigkeit des arktischen Meereises großflächig vermessen und dabei diese Veränderung in Zahlen fassen können. Ihr Ergebnis: Überall dort, wo sich Schmelzwasser auf dem Eis ansammelt, dringt viel mehr Sonnenlicht und somit Energie in das Eis ein als an wasserfreien Stellen. Die Folge: Das Eis schmilzt schneller und der Lebensraum im und unter dem Eis erhält mehr Licht.
Forscher bergen ältestes Meeresraubtier
Ein internationales Wissenschaftler-Team hat einen riesigen fossilen Meeresräuber in Nevada (USA) geborgen, der wie ein Monster über andere Fischechsen und sonstige Meeresreptilien herfiel. Der Ichthyosaurier Thalattoarchon saurophagis jagte mit seinen scharfen Reißzähnen vor rund 244 Millionen Jahren. Mit 8,6 Meter Länge ist er der wohl größte Meeresräuber seiner Zeit. Mit Unterstützung der National Geographic Society konnte die aufwändige Bergung durchgeführt werden.
Erdbebenschutzgewebe für Gebäude
Bei Erdbeben bleiben meist nur Sekunden, um sicher ins Freie zu flüchten. Doch oft versperren herabfallende Trümmer die Rettungswege aus dem Gebäude. Eine Entwicklung aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verlängert die rettende Zeitspanne, indem sie Mauern verstärkt und Trümmer zurückhält. Ein internationaler Baustoffproduzent hat die produktreife Innovation nun auf den Markt gebracht.
Wissenschaftliches Gold am Himmel
Ein Feuerball leuchtete am 22. April 2012 am Himmel über der Sierra Nevada, als dort ein 40 Tonnen schwerer Meteorit in die Erdatmosphäre eindrang. Wissenschaftlern ist es nun gelungen, dessen wesentliche Bestandteile zu charakterisieren. Das Department of Environmental Sciences am Helmholtz Zentrum München war eingeladen worden, hierzu einen wesentlichen Beitrag zu leisten.
Metallsulfide im Indischen Ozean entdeckt
Auf der Suche nach mineralischen Rohstoffen in der Tiefsee haben Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Indischen Ozean erneut Vorkommen metallreicher Sulfiderze entdeckt. Die knapp 5-wöchige Ausfahrt mit dem Forschungsschiff FUGRO GAUSS war nach 2011 die zweite Expedition im Rahmen des Projekts INDEX, das die Erkundung von Buntmetallvorkommen am Meeresboden zum Ziel hat.
Weihnachten im Pazifik
Knapp 40 Wissenschaftler, Techniker und Studenten des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel sind derzeit mit den Forschungsschiffen METEOR und SONNE im Pazifik unterwegs. Sie untersuchen dort Küstenauftriebsgebiete, Sauerstoffminimumzonen und Lavaplateaus – und bereiten sich auf ein Weihnachtsfest an Bord vor.
Kein ewiges Eis mehr in der Arktis
Seit 1991 beobachten deutsche und russische Wissenschaftler gemeinsam den Klimawandel in der Arktis. In den vergangenen fünf Jahren haben sie sich vor allem mit der „Eisfabrik“ in der sibirischen Laptewsee beschäftigt. Während eines Abschlussworkshops am GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel ziehen 50 Wissenschaftler aus beiden Ländern Bilanz und blicken in die Zukunft der Arktis-Forschung. Zusätzlich stellen Studenten des deutsch-russischen Studienganges POMOR ihre Abschlussarbeiten vor.
Schmilzt das Eis, spuckt die Erde Feuer
Dass Vulkane das Klima zumindest kurzfristig beeinflussen können, ist mittlerweile bekannt. Jetzt haben Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zusammen mit Kollegen der Havard University Belege dafür gefunden, dass umgekehrt auch das Klima die Vulkanaktivität beeinflusst.
Klimawandel führt zu Korallensterben am Äquator
Wird es wärmer, wandern sie in Richtung Norden und Süden, wird es kälter, kehren sie an den Äquator zurück. Die Rede ist von Korallen, die aufgrund der globalen Erderwärmung und damit einhergehend steigenden Wassertemperaturen, aus ihren ursprünglichen Lebensräumen verschwinden und sich in benachbarten, kühleren Regionen ansiedeln. Als Folge davon nimmt der Fischreichtum ab und Küsten verlieren ihre natürlichen Schutzschilde gegen Erosion und Sturmschäden. Letztendlich wird durch ein massives Korallensterben laut einer Forschergruppe um Prof. Dr. Wolfgang Kießling, Lehrstuhl für Paläoumwelt, von der FAU Erlangen-Nürnberg, Millionen von Menschen die Lebensgrundlage entzogen.
Wie kalt wird ein Winter in zwei Jahren?
Wie gut sind die weltweit wichtigsten Klimamodelle geeignet, um die Wetterbedingungen für das kommende Jahr oder gar Jahrzehnt vorherzusagen? Die Potsdamer Wissenschaftler Dr. Dörthe Handorf und Prof. Dr. Klaus Dethloff vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) haben 23 Klimamodelle getestet und ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Tellus A veröffentlicht. Ihr Fazit: Der Weg zu verlässlichen regionalen Vorhersagen auf saisonalen und dekadischen Zeitskalen ist noch weit. Keines der getesteten Modelle ist heute schon in der Lage, die wetterbestimmenden Muster von Hoch- und Tiefdruckgebieten so gut vorauszuberechnen, dass die Wahrscheinlichkeit eines kalten Winters oder eines trockenen Sommers verlässlich prognostiziert werden kann.
Wüstenstaub sorgt für mehr Schwefelsäure in der Atmosphäre
Wissenschaftler haben einen neuen Mechanismus in der Atmosphäre entdeckt, bei dem Wüstenstaub eine wichtige Rolle spielt. In einer Reihe von Reaktionen entstehen unter UV-Licht zunächst gasförmige Schwefelsäure und anschließend daraus Sulfate. Bei diesen chemischen Prozessen wirken Metalloxide aus Mineralstaub, der in großer Menge aus Wüsten in die Atmosphäre gelangt, als Katalysator, schreiben die Wissenschaftler der Universität Lyon und des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) im renommierten US-Journal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS).
Einfluss der Ozeanversauerung auf Steinkorallen simuliert
Die Versauerung unserer Ozeane und ihre Folgen für die Unterwasserwelt ist ein drängendes Problem, das die Wissenschaftler weltweit beschäftigt. Ein erschreckendes Szenario sind beispielsweise Steinkorallen, die ihre Fähigkeit zur Kalkskelettbildung verlieren und nicht mehr in der Lage sind, Riffe mit all ihren Schutz- und Lebensräumen für die außergewöhnliche Artenvielfalt zu bilden. Doch wie wahrscheinlich ist eine solche Entwicklung?
REXUS 11 gestartet: Studenten der FH Aachen und TU Dresden forschen in Schwerelosigkeit
Wie lässt sich die Qualität der Schwerelosigkeit auf Forschungsraketen verbessern? Dieser Frage geht ein Studententeam der FH Aachen auf der Forschungsrakete REXUS 11 nach. Die Rakete des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) startete am 16. November 2012 um 11.45 Uhr Mitteleuropäischer Zeit vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden. Neben einem zweiten deutschen Experiment von Studenten der TU Dresden waren Versuche von Teams aus Irland, Schweden und der Schweiz mit an Bord.
Schicht für Schicht zur Erkenntnis
Schicht für Schicht zur Erkenntnis. Kiel. Ein auf zwei Jahre angelegtes interdisziplinäres Projekt des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) soll Auskunft über die Entstehung und Entwicklung des Manihiki-Plateaus, einem untermeerischen Lava-Plateau nördlich von Samoa, geben. Außerdem werden klimatische und ozeanographische Veränderungen der Region rekonstruiert. Unter Leitung des GEOMAR startet nun eine mehr als sechswöchige Reise mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE. Während der Expedition wollen die Wissenschaftler einzelne Lavaschichten des Manihiki-Plateaus mit dem Tauchroboter ROV KIEL 6000 beproben und die als wichtige Klimaarchive dienenden Tiefseesedimentablagerungen untersuchen.
Ausgegraben: Insektenfresser, Schmetterling und Co.
4400 Funde in letzter Messel-Grabungssaison. In der diesjährigen Grabungssaison gab es rund 4.400 Funde im UNESCO- Welterbe-Grube Messel. Darunter sind ein gut erhaltenes Säugetier-Fossil, ein Schmetterling und mehrere bunt glänzende Käfer. Derzeit werden die neuen Funde präpariert und können danach wissenschaftlich bearbeitet werden.
Methanaustritte in der Tiefsee
Methan im Meeresboden – Energiequelle der Zukunft oder Bedrohung für das Weltklima? Wissenschaft und Gesellschaft diskutieren kontrovers über diese Frage. In einer Fallstudie, die jetzt im Journal of Geophysical Research erschien, schätzt ein MARUM-Team unter Federführung von Dr. Miriam Römer erstmals ab, wie viel Methan in den Tiefen des nordöstlichen Indischen Ozeans austritt. Die Wissenschaftlerinnen untersuchten zudem, ob das austretende Treibhausgas Methan durch die Wassersäule aufsteigt und in die Atmosphäre gelangt.
Wählerische Mikroorganismen
Methan entsteht unter Luftabschluss durch natürliche biologische und physikalische Prozesse zum Beispiel im Meeresboden. Als Treibhausgas wirkt es deutlich stärker als Kohlendioxid. Den Mikroorganismen haben wir es zu verdanken, dass ein Großteil dieses Gases wieder inaktiviert wird, bevor es in die Atmosphäre gelangt und dort seine klimabeeinflussende Wirkung entfalten kann. Forscher aus Bremen haben jetzt nachgewiesen, dass die beim Abbau des Methans beteiligten Mikroorganismen sehr wählerisch bezüglich ihrer Nahrung sind. Ihre Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) publiziert.
Winterexperiment im antarktischen Eis
Das Forschungsschiff POLARSTERN brach am Samstag in den frühen Morgenstunden zu einer außergewöhnlichen Expedition in die Antarktis auf. Das Schiff wird diesmal nicht wie gewohnt zum Ende des antarktischen Sommers nach Bremerhaven zurückkehren, sondern zu Forschungszwecken im Südpolarmeer überwintern. Weltweit gibt es nur einige wenige Schiffe, mit denen Wissenschaftler eine solche Winterexpedition in die Antarktis wagen können.
Klima-Kühlung aus der Sahara?
Staub aus der Sahara wirkt wie ein natürliches Düngemittel auf das Pflanzenwachstum im Meer. Beeinflusst er dadurch möglicherweise auch das globale Klima? Diese Theorie will nun Dr. Jan-Berend Stuut, Mitarbeiter des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen (MARUM) und des niederländischen Meeresforschungsinstituts NIOZ, prüfen.
Der evolutionäre Ursprung unserer Zähne
Bislang war umstritten, ob die frühesten Wirbeltiere, die Kiefer hatten, schon Zähne besassen oder nicht. Nun hat ein international zusammengesetztes Forschungsteam gezeigt, dass der urzeitliche Fisch Compagopiscis bereits Zähne hatte. Das deutet darauf hin, dass Zähne in der Evolution gemeinsam mit den Kiefern entstanden sind – oder zumindest kurz danach. Federführend bei dem Projekt waren Forscher der Universität Bristol, die entscheidenden Untersuchungen, die Einblicke in die Fossilien ermöglicht haben, sind an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz des Paul Scherrer Instituts in Villigen (Schweiz) durchgeführt worden.
Modernste Technik in der Nordsee getestet
Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben erstmals ihre neu entwickelten geophysikalischen Messtechniken zur Erkundung von submarinen Untergrundstrukturen erfolgreich getestet. Dafür waren sie in den vergangenen sechs Wochen mit dem Forschungsschiff METEOR in der Nordsee unterwegs. „Wir haben mit dieser Technik relativ kleine geologische Strukturen unter dem Meeresboden erfasst und können diese nun detailgetreu darstellen“, so Expeditionsleiter Dr. Volkmar Damm.
Ältester Nachweis von heutigen Tiefsee-Organismen gelungen
Die Tiefsee ist der größte, aber auch der am wenigsten erforschte Lebensraum der Erde. Besonders rätselhaft ist die erdgeschichtliche Entwicklung der heutigen Tiefsee-Organismen. Einem internationalen Forscherteam mit Wissenschaftlern der Universität Göttingen ist es gelungen, etwa 114 Millionen Jahre alte Fossilien von Tiefsee-Organismen vor der Küste des US-Bundesstaates Florida zu identifizieren und mit heutigen Verwandten zu vergleichen. Ihre Studie zeigt, dass ein großer Teil der heutigen Tiefsee-Ökosysteme wesentlich älter ist als bisher vermutet.
Polarstern zurück in Bremerhaven
Am 8. Oktober 2012 wird das Forschungsschiff Polarstern nach gut zwei Monaten von der Expedition IceArc in der Zentralarktis in Bremerhaven zurück erwartet. 54 Wissenschaftler und Techniker aus zwölf verschiedenen Ländern haben über zwei Monate im Hohen Norden den Rückgang des Meereises und die Konsequenzen für den Arktischen Ozean und seine Lebensgemeinschaften erforscht.
Grönlands Seltene Erden decken Weltbedarf für 150 Jahre
Mit Kringlerne besitzt Grönland das derzeit größte Vorkommen an Schweren Seltenen Erden und mit Kvanefjeld das drittgrößte Seltene-Erden-Vorkommen der Welt. „Die gesamten grönländischen Vorräte an Seltenen Erden reichen aus, um den gegenwärtigen Weltbedarf für 150 Jahre zu decken“, sagt Dr. Harald Elsner, Seltene-Erden-Experte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).