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Geo-Show „unterirdisch“ gastiert in Bonn

erstellt von egoernert zuletzt verändert: 04.03.2015 17:22

Im Rahmen der diesjährigen Tagung der Tiefbohrprogramme IODP (International Ocean Discovery Program) und ICDP (International Continental Scientific Drilling Program) fand am Dienstag, 3. März 2015 in Bonn eine Wissenschaftsshow mit dem ARD-Moderator Johannes Büchs statt, die gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eigens für die geowissenschaftlichen Forschungsprogramme konzipiert wurde.

Moderator Johannes Büchs (Mitte) ließ jeweils vier Schüler in kleinen Spielen gegeneinander antreten. (Foto: iserundschmidt)Zahlreiche Schulklassen mit insgesamt knapp 500 Schülern aus der Region Köln-Bonn ließen sich das rege Treiben in der Aula der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn nicht entgehen und bekamen einen Einblick in die unterirdische Arbeit von Geoforschern. Die Zuschauer erfuhren, wie die Forscher durch kilometertiefe Bohrungen auf dem Ozean und an Land Erkenntnisse über die Erdgeschichte gewinnen und wie diese Forschung dabei hilft, unser Leben in Zukunft besser vor Tsunamis, Vulkanausbrüchen und den Folgen des Klimawandels zu schützen. 

Mithilfe einer Bohrplattform zeigte Prof. Dr. Thomas Litt von der Bonner Universität den Kindern, wie Forscher arbeiten. Verena Förster von der Universität Potsdam berichtete vom ICDP-Projekt "Chew Bahir" in Süd-Äthiopien. Dabei thematisierte sie die Beeinflussung der frühen Evolution des Menschen durch Klimaschwankungen in Ostafrika. 

Zum Thema Hangrutschungen gab es Wissenswertes zu hören von Morelia Urlaub (GEOMAR aus Kiel), die über instabile submarine Hänge junger vulkanischer Inseln forscht, sowie von Achim Kopf (MARUM aus Bremen), der von submarinen Hangrutschungen im Bereich des Flughafens von Nizza und von Tsunamis berichtete.

Das kulinarische Highlight der Geo-Show: Ein 18 Meter langer Marmorkuchen in Form eines Bohrkerns. (Foto: iserundschmidt)Markus Fingerle war auch vor Ort, um von seinen Erfahrungen als Lehrer auf dem Forschungsschiff JOIDES zu erzählen. Die Highlights der Show: Zwei Live-Schaltungen auf das Forschungsschiff JOIDES Resolution, das zu diesem Zeitpunkt in der Gegend um Sri Lanka forschte, und in einen der größten Kühlschränke der Welt - das Bohrkernlager MARUM in Bremen. 

Zwischendurch gab es für die Schüler immer wieder die Gelegenheit, in kleinen Spielen Bücher und andere Preise für ihre Klassen zu gewinnen. Der Hauptpreis war eine Reise zum Bohrkernlager in Bremen. Zum Schluß gab es auch noch eine kulinarische Überraschung: Ein 18 Meter langer Bohrkern - bestehend aus Marmorkuchen.


Quelle: EG, iserundschmidt, Bonn, März 2015