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Virtuelle Satellitenflüge für jedermann - Geoinformationssysteme gehen neue Schritte in die Öffentlichkeit

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:44

Im virtuellen Flug über New York und wenig später in den Häuserschluchten Manhattens landen, oder lieber doch weiter fliegen an den nächsten Urlaubsort oder den Platz des letzten großen Erdbebens aufsuchen? Das Zoomen in Satellitenbildern ist nicht ganz neu, trotzdem ist es spektakulär aufbereitet, offen zum Mitmachen und verleiht den Nutzern einen neuen Blick für die räumlichen Zusammenhänge auf unserem Globus.


(c) google earth

Dafür steht Software wie z.B. Google Earth, Worldwind von der Nasa und Virtual Earth von Microsoft zur Verfügung. Die Satellitenbilder können mit zusätzlichen Informationsschichten sogenannter Overlays versehen werden. Neben den Bilddaten der Satellitenbilder kann die Software auch zahlreiche Vektordatensätze wie Ländergrenzen, Ortschaften oder Verkehrs- und Straßennetze einblenden. Auch im deutschsprachigen Raum können z.B. Straßenverlauf und Straßennamen angezeigt werden. Besonders für die USA sind zahlreiche Kartenschichten im Angebot, die neben 3D Darstellungen amerikanischer Städte, geografische Daten oder Infrastrukturbeschreibungen enthalten. Kommerzielle Diensteanbieter können hier ihre Daten mit den Geodaten der Software verknüpfen und der Nutzer erhält für sein angesteuertes Ziel z.B. Hotels, Schulen, Apotheken und Restaurants angezeigt.

Private Nutzer können mitmachen

Dabei gilt wie für alle Netzwerke, gibt es viele Nutzer, die Informationen wie Punktkoordinaten, Ortsbeschreibungen und Wetterdaten zur Verfügung stellen, umso wertvoller wird das Netzwerk. Auch für den privaten Anbieter von Geokoordinaten existieren Nutzerforen im Internet. Hier wird man mit 3D-Modellen von großer Städte, dem beeindruckenden Anflug auf die Pyramiden und allerlei kuriosen Funden der virtuellen Weltreisenden fündig. Sowohl in Google Earth als auch in Worldwind können eigene Geodaten als Punktkoordinaten im KML-Format abgespeichert werden, die sich auch wieder in das Programm laden lassen. So können die Geodaten problemlos weitergegeben werden. Neben den schon erwähnten 3D-Modellen von Stonehenge oder dem Eiffelturm gibt es im Netz viele private Punktkoordinatensammlungen. So stehen z.B. ca 8000 "Schauplätze" der freien Internetenzyklopädie Wikipedia als google earth und worldwind Koordinatensammlung zur Verfügung. Dabei meistert das Programm Google Earth nach Angaben der Nutzer im Moment die Fülle der Koordinaten besser als das Programm Worldwind.

Virtuelle Welt aus Geodaten

Man kann gespannt sein, wohin sich die Gemeinschaft im Internet entwickelt und welchen Mehrwert die Nutzer erzeugen. Betrachtet man den Globus in der Eingangsmaske, möchte man meinen die ganze Welt steht einem offen - es ist nur eine Entscheidung wohin man die nächste Punktlandung setzt. Gleich an welchem Ort, erschließt sich einem die ganze Bandbreite geografischer Informationen. Sie weisen den Weg was Geoinformationen alles leisten können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die regionale Küche, Universitäten, Geotope, aktive Vulkane und Forschungsstationen in Arktis und Antarktis auch im letzten Winkel der Welt per Satellitenbild erreichbar sind.

Links

Die Programme
Worldwind, Nasa
Google Earth
Virtualearth, Microsoft

Koordinatensammlungen
Nutzerforum, Sammlung von Geokoordinaten
Geokoordinaten aus der Internetenzyklopädie www.wikipedia.org

GG, iserundschmidt, 08/2005