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Sentinel-3 nimmt Arbeit auf

erstellt von rduechting zuletzt verändert: 21.04.2016 15:11

Ein frischer Blick von oben: Der neue Beobachtungssatellit Sentinel-3 startet am 16. Februar 2016 von Russland aus. Wissenschaftler der Abteilung Fernerkundung des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) haben wesentlich an der Entwicklung mitgewirkt. Die Arbeitsgruppe um den ehemaligen Leiter der Abteilung, Dr. Roland Doerffer, entwickelte für das „Ocean and Land Colour Instrument“ (OLCI) den Algorithmus zur Bestimmung der Wasserinhaltsstoffe in Küstenbereichen.

Sentinel-3 ist bei weitem die umfangreichste aller Sentinel-Missionen des europäischen Copernicus-Programms. (Bild: ESA, Pierre Carril) Der Start des Sentinel-3 ist Bestandteil des Copernicus-Programms der Europäischen Weltraumorganisation (European Space Agency, ESA). Mit Hilfe der Algorithmen und deren praktischer Anwendung lassen sich unterschiedliche Inhaltsstoffe von Gewässern wie Algen-, Schweb- und Huminmaterial in küstennahen, optisch komplexen Gebieten bestimmen. „Für 18:57 Uhr unserer Zeit ist der Start geplant. Um 20:30 Uhr soll der erste Kontakt zum Satelliten erfolgen“, so Dr. Hajo Krasemann, HZG-Wissenschaftler in der Abteilung Fernerkundung.

Dank mehrerer erprobter Instrumente ist Sentinel-3 in der Lage, systematische Vermessungen der Atmosphäre sowie der Ozean-, Land- und Eisflächen durchzuführen. Allein für den Bereich der Ozeane sind Messungen von Temperatur, Farbe und damit Wasserinhaltsstoffen sowie der Höhe der Meeresoberflächen und der Dicke von Meereis möglich.

Die Abteilung Fernerkundung des Bereichs Operationelle Systeme am Institut für Küstenforschung entwickelt neben Fernerkundungsverfahren mathematische Algorithmen für Instrumente, um mit Hilfe von Satelliten verschiedenste Wasserinhaltsstoffe in Küstengewässern zu bestimmen.


Quelle: Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Februar 2016