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Erste GPS-Bojen für Indonesien auf den Weg gebracht

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 23.08.2007 14:47

Spitzentechnologie aus Deutschland steht für den Export nach Indonesien bereit. "Der Aufbau des Tsunami-Frühwarnsystems im Indischen Ozean geht zügig voran", sagte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn in Hamburg. Gemeinsam mit ihrem indonesischen Kollegen Kusmayanto Kadiman hat die Ministerin am 25.8.2005 die ersten GPS-Messbojen und Drucksensoren zur Fahrt nach Indonesien verabschiedet.


Messboje
(c) GFZ Potsdam

Noch im Oktober sollen die Bojen vom deutschen Forschungsschiff SONNE vor der indonesischen Küste ausgesetzt werden. "Das schnelle Handeln Deutschlands bringt den Menschen in Indonesien viel Hoffnung und Zuversicht", sagte Bulmahn. Deutschland habe eine weltweit herausragende Georisiko-Forschung, weshalb es so schnell auf die verheerende Katastrophe vom 26. Dezember reagieren konnte, so die Ministerin.

Bulmahn wies darauf hin, dass Deutschland mit seinen wissenschaftlich-technischen Kapazitäten führender Partner beim Aufbau des Frühwarnsystems sei. "Der Vorteil des deutschen Konzeptes ist, dass es Daten in Echtzeit liefert und damit schnellstmögliche Vorwarnzeit sichert." Gleichzeitig sei es für Beobachtungsnetze weiterer Länder offen. Kernstück des Systems seien die mit GPS ausgestatteten Mess-Bojen und die Ozeanboden-Drucksensoren. Diese liefern verlässliche Informationen über die Meeresspiegelhöhe, die sie online an die Satelliten weitergeben, so Bulmahn.

Die Bundesregierung stellt im Rahmen ihrer Wiederaufbauhilfe in der betroffenen Region 45 Millionen Euro für den Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems bereit. Der Aufbau erfolgt in enger Kooperation mit der UNESCO/IOC, die die Koordination eines übergreifenden Frühwarnsystems für den Indischen Ozean übernommen hat.

Unter Federführung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), vertreten durch das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), arbeiten verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen in enger Kooperation: Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Stiftung Alfred Wegener Institut für Meeres- und Polarforschung (AWI), Forschungszentrum Geesthacht (GKSS), Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und Universität der UN in Bonn (UNU).

Nähere Informationen zum Warnsystem finden Sie hier.