Vorerst kein Öl an Europas Küsten
Simulationen des KlimaCampus zeigen, dass das Öl der Bohrinselkatastrophe aus dem Golf von Mexiko voraussichtlich nicht über den Golfstrom nach Europa gelangen wird.
Nuno Serra, physikalischer Ozeanograph an der Universität Hamburg, hat für den Zeitraum von einem Jahr den Weg von Partikeln simuliert, die über Meeresströmungen vom nordöstlichen Teil des Golfs in den Atlantik getragen werden. Die Simulation zeigt damit die mögliche Ausbreitung des Öls. Das Ergebnis: Durch die vielfachen Verwirbelungen des Golfstroms verteilen sich die Partikel großräumig und ihre Konzentration nimmt ab.
„Es ist sehr unwahrscheinlich, dass größere Mengen des Öls bis nach Europa transportiert werden“, sagt Serra. Allenfalls sehr wenig Öl könnte im Laufe der nächsten drei Jahre so weit gelangen. Jedoch nähert sich die Simulation der Wirklichkeit nur an. Tagesaktuelle physikalische Bedingungen wie Windrichtung und -stärke, Wellengang und Strömungen beeinflussen den Weg des Öls. Und auch physikalisch-chemische Prozesse wie Verdunstung, die biologische Zersetzung oder die Ablagerung des Öls am Meeresboden spielen eine Rolle. Trotz dieser ersten Entwarnung für europäische Küsten wird Serra die Entwicklung im Auge behalten. Zumal das Öl bislang weiter austritt.






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