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Goettinger Geowissenschaften: Einer der ganz starken Standorte in Deutschland

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen legt ihren Evaluationsbericht der Forschung vor

(pug) Die Geowissenschaften an der Universitaet Goettingen nehmen "hinsichtlich der Forschungsqualitaet eine Spitzenstellung" ein und stellen in Deutschland "einen der ganz starken Standorte" dar. Sie verfolgen einen "erfolgreichen Schwerpunkt in der Grundlagenforschung mit beeindruckender nationaler und internationaler Ausrichtung". Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen eingesetzte Gutachtergruppe, die die Forschungsleistungen dieser Wissenschaftsdisziplin an niedersaechsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Juli 2003 evaluiert hat. In dem inzwischen veroeffentlichten Abschlussbericht heisst es weiter: "Die Goettinger Geowissenschaften sind mit ihrer Exzellenz ein gefragter Kooperationspartner in Deutschland und Europa."

Die Gutachter wuerdigen in diesem Zusammenhang die im Zuge von Einsparauflagen erfolgreich durchgefuehrte Neustrukturierung und Neuausrichtung der Goettinger Geowissenschaften, die sich durch ein ueberzeugendes Profil und herausragende Forschungsleistungen auszeichnen. "Weitere Einsparungen sind jetzt jedoch nicht mehr moeglich", heisst es in dem Evaluationsbericht. "Berufungs- und Bleibeverhandlungen duerfen vor dem Hintergrund der herausragenden Exzellenz auf keinen Fall angetastet werden. Keiner der Bereiche darf wegfallen. Das bestehende Personalkonzept bis 2006 muss unbedingt erfuellt werden." Fuer die weitere Entwicklung der Geowissenschaften schlaegt die Gutachterkommission die Einrichtung eines Forschungsverbundes vor, insbesondere auf dem Gebiet der Geothermie. Die vorhandenen Initiativen fuer Verbundprojekte seien zu begruessen und sollten fuer die Umsetzung eine finanzielle Unterstuetzung erhalten.

Die bisher sechs geowissenschaftlichen Institute an der Universitaet Goettingen waren im Jahr 2001 in einem Zentrum fuer Geowissenschaften mit den acht Abteilungen Geobiologie, Geochemie, Angewandte Geologie, Isotopengeologie, Kristallographie, Experimentelle und Angewandte Mineralogie, Sedimentologie/Umweltgeologie und Strukturgeologie/Geodynamik sowie der Einrichtung "Museum, Sammlungen und Geopark" zusammengefuehrt worden. Das Zentrum, an dem nach den Worten der Gutachter eine "ungewoehnlich hohe Zahl international anerkannter und international fuehrender Wissenschaftler" arbeitet, ist an der Fakultaet fuer Geowissenschaften und Geographie angesiedelt. Es betreut den Diplom- und den Bachelor-Studiengang Geowissenschaften und bietet Nachwuchswissenschaftlern "sehr gute Arbeitsbedingungen". Die Goettinger Bemuehungen, vermehrt auslaendische Studierende anzuwerben, seien ganz besonders positiv einzuschaetzen.

Die Geowissenschaften an der Georg-August-Universitaet sind am Goettinger Zentrum fuer Biodiversitaetsforschung und Oekologie, am Interdisziplinaeren Zentrum fuer Nachhaltige Entwicklung und am Forschungszentrum Waldoekosysteme sowie am Grundlagenschwerpunkt fuer Materialwissenschaften beteiligt.

Der Gutachtergruppe der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen gehoerten sieben Experten aus Universitaeten und Forschungseinrichtungen in Bayreuth, Bremen, Erlangen-Nuernberg, Freiberg, Koeln und Potsdam an. Den Vorsitz hatte Prof. Dr. Gerold Wefer vom Fachbereich Geowissenschaften der Universitaet Bremen. Der Evaluationsbericht auf dem Gebiet der Geowissenschaften kann im Internet abgerufen werden.