POSEIDON-Blog bis Mitte Juni auf planeterde
Seit dem 3. Mai ist das deutsche Forschungsschiff POSEIDON im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs EUROPROX in den Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens unterwegs. Direkt von Bord berichten Bremer Forscher exklusiv für planeterde im POSEIDON-Logbuch über ihr Bordleben. Expeditionskoordinatorin Karin Zonneveld und ihr Team setzt den Blog am 23. Mai fort.
POSEIDON-Blog wird fortgesetzt
Auftakt vor Marokko
Vom 3. - 19. Mai kreuzt das deutsche Forschungsschiff POSEIDON die Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens. Unter der Fahrtleitung von Frau Dr. Sabine Kasten sind an Bord neun Wissenschaftler von der Universität Bremen und dem Alfred Wegener Institut Bremerhaven. Darunter der Sedimentologe Jan-Berend Stuut und seine Doktorandin, Diplom-Geographin Inka Meyer, die exklusiv für planeterde.de im POSEIDON-Logbuch von der Ausfahrt berichten.
Ihr Ziel: ein besseres Verständnis der lokalen Klimaveränderungen. Da sich vor der Nordwest-Küste Afrikas seit Jahrtausenden Saharastaub am Meeresboden ablagert, bilden marine Sedimente aus diesem Gebiet ein sehr gutes Archiv um Änderungen in den Klimabedingungen der Quellregionen des Staubs rekonstruieren zu können.
Karte des Untersuchungsgebites im ersten Fahrtabschnitt P 366/1, Las Palmas-Las Palmas
EUROPROX unterwegs mit Poseidon
Die drei Fahrtabschnitte P366/1
bis P366/3 (Mai-Juni 2008; Koordination PD Dr. Karin Zonneveld) des
Forschungsschiffes FS POSEIDON finden im Rahmen des Internationalen
Graduiertenkollegs EUROPROX „Proxies in Earth History“ statt, das von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Nederlands Wetenschappelijk
Onderzoek (NWO) finanziert wird.
"Proxy-Parameter" helfen Umweltveränderungen zu verstehen
Geowissenschaftler dieser
Universitäten und Institute untersuchen gemeinsam die Bildung und Erhaltung
sogenannter „Proxy-Parameter“. Angesichts des gegenwärtigen Klimawandels
hilft uns ein detailliertes Verständnis der Mechanismen und Auswirkungen
erdgeschichtlicher Umweltveränderungen auf globaler und regionaler Ebene,
die natürliche Variabilität und Anpassung der Systeme bemessen zu können.
Ein Großteil des hierzu verfügbaren Wissens beruht auf der Rekonstruktion
früherer Ozeanzustände. Während direkte Beobachtungen mittels
instrumenteller Messungen nur für die letzten
Jahrzehnte vorliegen, reichen
indirekte, so genannte Proxy-Aufzeichnungen abgeleitet von biotischen,
chemischen und physischen Komponenten und Eigenschaften mariner Sedimente
weit in die geologische Zeit zurück.
Fortsetzung folgt bis Mitte Juni
Die spannenden Berichte der Bremer Forscher, Jan-Berend Stuut und Inka Meyer, werden im zweiten Fahrtabschnitt von der Koordinatorin und Fahrtleiterin Prof. Dr. Karin Zonneveld, Paläontologin und Biologin an der Universität Bremen, fortgesetzt. Die täglichen Berichte übernehmen Stijn De Schepper und Mirja Hoins, Postdoktorand und Studentin an der Universität Bremen. Vom letzten Fahrtabschnitt der POSEIDON auf dem galizischen Schelf versorgt der Bremer Geophysiker Prof. Dr. Tilo von Dobeneck die Leser von planeterde mit aktuellen Geschichten über die Forschung und das maritime Leben an Bord des Forschungsschiffes.
Weitere Informationen zu den Forschungszielen und den Wissenschaftlern auf den folgenden Fahrtabschnitten können in Kürze im POSEIDON-BLOG auf planeterde verfolgt werden.








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