POSEIDON-Logbuch 12. Mai - Ganz schön staubig
Vom 3. - 19. Mai kreuzt das deutsche Forschungsschiff POSEIDON die Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens. Direkt von Bord berichten die Bremer Forscher Jan-Berend Stuut und Inka Meyer.
Forscher-Logbuch 12. Mai 2008
P366-1 RV POSEIDON
Autoren:
Jan-Berend Stuut und Inka Meyer
TRUST IN DUST - ist das Credo des passionierten Sedimentologen. Sein
Forschungsinteresse gilt windgetriebenen Staubpartikeln. Diese bilden,
einmal im Meeresboden eingelagert, ein Archiv für die Klimabedingungen
der Quellregion
und zum Ablagerungszeitpunkt der Partikel. Der gebürtige
Niederländer studierte und promovierte in Mariner Geologie und
Sedimentologie an der Universität Utrecht, bevor er vor sechs Jahren
nach Bremen wechselte.
Diplom-Geographin Inka Meyer am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM an der Universität Bremen
Inka Meyer ist gebürtige Bremerein und frischgebackene
Diplom-Geographin. Ihre Diplomarbeit über paläoklimatische
Rekonstruktionen in Südpatagonien hat sie an der Universität Bremen
angefertigt. Seit Anfang des Jahres ist sie als Doktorandin in der
European graduate school-proxies in earth history - EUROPROX tätig.
Pfingstmontag 12. Mai 2008
Während der Nacht wurde
die Arbeit mit dem Sedimentgreifer fortgesetzt. Am frühen morgen kam dann
der Multicorer erneut zum Einsatz. Im Laufe des Tages wurde noch an
mehreren Stationen mit dem Sedimentgreifer gearbeitet. Danach begann die Fahrt
in das Untersuchungsgebiet B: Ein Transit von etwa 160 Seemeilen.
Jan-Berend Stuuts Staubsammler in Aktion.......
Heute Morgen haben wir beim Filterwechsel an unseren Staubsammlern (siehe oberes Bild) zum ersten Mal Staub auf den Filtern gefunden, der auf Grund seiner Farbe mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Sahara stammt (siehe Satellitenbild).
Staub auf einem Filter, der oben im Staubsammler montiert ist.
Generell sind Staubfahnen, die aus der Sahara in Richtung Atlantik geblasen wurden, gut auf Satellitenbildern zu erkennen (siehe unteres Bild).
Zurück in Bremen werden wir versuchen solche Bilder für den Zeitraum unserer Schiffstour zu finden, um die Herkunft des Staubes auf den Filtern zu bestimmen. Momentan befinden wir uns etwa am Südrand der Sahara. Somit erwarten wir in den kommenden Tagen noch mehr Staub sammeln zu können, da wir uns dann direkt auf Höhe der Sahara befinden.
Liebe Grüße,
Inka & Jan-Berend
Weitere Informationen:
Wo ist POSEIDON jetzt?
Zur aktuellen Position des Forschungsschiffes hier.
Mehr über den offiziellen Träger der Fahrt EUROPROX:der European graduate school - proxies in
earth history unter www.europrox.de.
Staubfahnen aus der
Sahara wehen vor Nordwest-Afrikas Küstengewässer.(Bild: copyright of NASA website
earthobservatory)








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