POSEIDON-Logbuch 15. Mai - Teufelsritt auf dem Ententeich
Bis zum 19. Mai berichten die Bremer Forscher Jan-Berend Stuut und Inka Meyer von Bord der POSEIDON, unterwegs in den Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens.
Forscher-Logbuch 15. Mai 2008
P366-1 RV POSEIDON
Autoren:
Jan-Berend Stuut und Inka Meyer
TRUST IN DUST - ist das Credo des passionierten Sedimentologen. Sein
Forschungsinteresse gilt windgetriebenen Staubpartikeln. Diese bilden,
einmal im Meeresboden eingelagert, ein Archiv für die Klimabedingungen
der Quellregion
und zum Ablagerungszeitpunkt der Partikel. Der gebürtige
Niederländer studierte und promovierte in Mariner Geologie und
Sedimentologie an der Universität Utrecht, bevor er vor sechs Jahren
nach Bremen wechselte.
Diplom-Geographin Inka Meyer am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM an der Universität Bremen
Inka Meyer ist gebürtige Bremerein und frischgebackene
Diplom-Geographin. Ihre Diplomarbeit über paläoklimatische
Rekonstruktionen in Südpatagonien hat sie an der Universität Bremen
angefertigt. Seit Anfang des Jahres ist sie als Doktorandin in der
European graduate school-proxies in earth history - EUROPROX tätig.
Donnerstag 15. Mai 2008
Auf Grund des guten
Wetters erreichten wir heute früher als geplant die erste große Station im
neuen Arbeitsgebiet. Ausgeruht vom Vortag starteten wir direkt nach dem Frühstück
mit den großen Geräten die Sedimentbeprobung (Multicorer und
Schwerelot). Nach dem Mittagessen folgte dann die übliche Untersuchung der
Wassersäule (Rosette, Multinetz und Wasserpumpen).
Dank des außergewöhnlich guten Wetters, bei einer Wind “geschwindigkeit“ von nur 2 m/s, strahlend blauem Himmel und einem Meer wie ein Ententeich, erlebten wir ein besonderes Highlight der Tour: ein Ausflug mit dem Schlauchboot.
Wellenreiten: Nur Fliegen ist schöner!
Aus Sicherheitsgründen muss einmal im Jahr die Funktionstüchtigkeit des Schlauchbootes getestet werden und uns bot sich somit die Gelegenheit, mit großer Geschwindigkeit über das offene Meer zu „fliegen“ und gleichzeitig die Poseidon mal von einer anderen Perspektive anzuschauen. Jeweils zwei von uns durften mitfahren und somit standen wir auf dem Deck Schlange wie in einem Erlebnispark. Nach diesem Spaß ging es trotzdem wieder an die Arbeit, was gar nicht so einfach war, da es wegen des fehlenden Windes und der prallen Sonne wirklich „affenheiss“ war an Deck!
Liebe Grüße,
Inka & Jan-Berend
Weitere Informationen:
Wo ist POSEIDON jetzt?
Zur aktuellen Position des Forschungsschiffes hier.
Mehr über den offiziellen Träger der Fahrt EUROPROX:der European graduate school - proxies in
earth history unter www.europrox.de.
Blick auf die Poseidon: Unsere Autoren, Inka Meyer und Jan-Berend Stuut, und der 2. Ingenieur Kurre "gestrandet" in einem Boot.








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