POSEIDON-Logbuch: 6. Mai - Morgen"grauen"
Vom 3. - 19. Mai kreuzt das deutsche Forschungsschiff POSEIDON die Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens. Direkt von Bord berichten die Bremer Forscher Jan-Berend Stuut und Inka Meyer für planeterde.de: Über ihr vorübergehendes Leben und Arbeiten auf dem schwimmenden Labor.
Forscher-Logbuch 6. Mai 2008
P366-1 RV POSEIDON
Autoren:
Jan-Berend Stuut und Inka Meyer
TRUST IN DUST - ist das Credo des passionierten Sedimentologen. Sein
Forschungsinteresse gilt windgetriebenen Staubpartikeln. Diese bilden,
einmal im Meeresboden eingelagert, ein Archiv für die Klimabedingungen
der Quellregion
und zum Ablagerungszeitpunkt der Partikel. Der gebürtige
Niederländer studierte und promovierte in Mariner Geologie und
Sedimentologie an der Universität Utrecht, bevor er vor sechs Jahren
nach Bremen wechselte.
Diplom-Geographin Inka Meyer am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM an der Universität Bremen
Inka Meyer ist gebürtige Bremerein und frischgebackene
Diplom-Geographin. Ihre Diplomarbeit über paläoklimatische
Rekonstruktionen in Südpatagonien hat sie an der Universität Bremen
angefertigt. Seit Anfang des Jahres ist sie als Doktorandin in der
European graduate school-proxies in earth history - EUROPROX tätig.
Dienstag 6. Mai 2008,
21°18' N 020°48' W
Der Tag fing wahnsinnig früh an, da wir um 6 Uhr schon die
erste Wasserpumpe ins Wasser setzen mussten. Nach dem Frühstück wurden die
Wasserpumpen erneut eingesetzt, jetzt aber mit anderen Filtern, die spezifisch für chemische
und mineralogische Messungen geeignet sind.
Danach gab es wieder einen kurzen
Transit zur nächsten Station, wo die ersten Sedimentproben entnommen wurden.
Momentan (wir haben gerade Abendbrot gegessen) ist ein Gerät unterwegs, zurück vom Meeresboden
zum Schiff. Dieser so genannte Multicorer beprobt etwa die oberen 40 cm des
Sediments, und ist besonders geeignet, um den Übergang zwischen Meeresboden und Wasser
untersuchen zu können.
Voll beladen mit Sedimentkernen wird der Multicorer an Bord gehievt.
In etwa einer halben Stunde werden wir die ersten Proben an Bord haben und untersuchen.Wir sind natürlich gespannt ob wir morgen unseren Erfolg melden können!
Liebe Grüsse,
Inka & Jan-Berend
Weitere Informationen:
Wo ist POSEIDON jetzt?
Zur aktuellen Position des Forschungsschiffes hier.
Mehr über den offiziellen Träger der Fahrt EUROPROX:der European graduate school - proxies in
earth history unter www.europrox.de.
Karte des Untersuchungsgebietsvor Nordwest Afrika.








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