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POSEIDON-Logbuch 8. Mai - Ein Prachstück von einem Kern

erstellt von aahke zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Vom 3. - 19. Mai kreuzt das deutsche Forschungsschiff POSEIDON die Küstengewässer Marokkos und Mauretaniens. Direkt von Bord berichten die Bremer Forscher Jan-Berend Stuut und Inka Meyer.

Forscher-Logbuch 8. Mai 2008

P366-1 RV POSEIDON


Autoren:

Jan-Berend Stuut und Inka Meyer


Jan-Berend Stuut

Inka MeyerDr. Jan-Berend Stuut, Sedimentologe und Geologe am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM der Universität Bremen

TRUST IN DUST - ist das Credo des passionierten Sedimentologen. Sein Forschungsinteresse gilt windgetriebenen Staubpartikeln. Diese bilden, einmal im Meeresboden eingelagert, ein Archiv für die Klimabedingungen der Quellregion

und zum Ablagerungszeitpunkt der Partikel. Der gebürtige Niederländer studierte und promovierte in Mariner Geologie und Sedimentologie an der Universität Utrecht, bevor er vor sechs Jahren nach Bremen wechselte.

Diplom-Geographin Inka Meyer am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM an der Universität Bremen

Inka Meyer ist gebürtige Bremerein und frischgebackene Diplom-Geographin. Ihre Diplomarbeit über paläoklimatische Rekonstruktionen in Südpatagonien hat sie an der Universität Bremen angefertigt. Seit Anfang des Jahres ist sie als Doktorandin in der European graduate school-proxies in earth history - EUROPROX tätig.




Donnerstag 8. Mai 2008


Schon in der Nacht wurde mit der Beprobung der Wassersäule angefangen. Dazu wurden ein weiteres Mal die Wasserpumpen eingesetzt und außerdem die Rosette, ein Gerät an dem 18 10-Liter Flaschen befestigt sind. Die Flaschen werden jeweils in unterschiedlichen Wassertiefen geschlossen und so wird ein durchgängiges Wasserprofil hinsichtlich physischer, chemischer und biologischer Parameter wie z.B. Temperatur, Dichte, Salzgehalt und Chlorophyll erstellt.

POSEIDON 8. Mai: CTD











Unsere CTD.

Nach dem Frühstück ging es weiter mit einem Schwerelotkern der in einer Tiefe von 3700 m erbohrt wurde. Unser heutiger Kern hat eine Länge von 5.80 m und ist somit nahezu perfekt! Einmal an Bord, wurde der Kern für eine bessere Handhabung in 1 m Stücke geschnitten. Einige geochemische Untersuchungen wie die Messung der Alkalität, Nährstoffe und Eisen werden schon an Bord gemacht. Weitere Untersuchungen finden erst später im Labor an Land statt.

POSEIDON 8. Mai: Schneiden der Kerne






Unser "Prachtstück" wird zerschnitten.

Nach der Sedimentbeprobung wurde noch das Multinetz eingesetzt. Dies ist eine Art überdimensionaler Catcher mit 5 Netzen, der zur Beprobung der Organismen in unterschiedlichen Wassertiefen genutzt wird. Nach dem Abendessen ging die Fahrt weiter in Richtung Küste, zur nächsten Station.


Liebe Grüße,

Inka & Jan-Berend


Weitere Informationen:


Wo ist POSEIDON jetzt?

Zur aktuellen Position des Forschungsschiffes hier.


Mehr über den offiziellen Träger der Fahrt EUROPROX:der European graduate school - proxies in
earth history
unter www.europrox.de.





POSEIDON 8. Mai: Multinetz





























Das Multinetz wird gefahren.