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Bessere Bilder fuer die Planeten-Fernerkundung - Nachwuchsfoerderpreis der Deutschen Gesellschaft fuer Photogrammetrie an TU-Absolvent

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Jan Anderssohn, Absolvent der TU Berlin, ist fuer seine Diplomarbeit "Untersuchungen zur objektraumbasierten Bildrekonstruktion - Facetten-Stereo-Sehen - an Hand von Bilddaten der Mars-Oberflaeche" mit dem Nachwuchsfoerderpreis der Deutschen Gesellschaft fuer Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation - DGPF - ausgezeichnet worden.

Der Foerderpreis, bestehend aus der Urkunde und einem Preisgeld in Hoehe von 1.000 Euro, wurde waehrend der Jahrestagung der DGPF Mitte September in Halle/Saale verliehen.

Durch den DGPF-Foerderpreis werden herausragende Diplom- und Studienarbeiten gewuerdigt und einer groesseren Oeffentlichkeit bekannt gemacht. Zur Teilnahme berechtigt sind Studierende technisch-naturwissenschaftlicher Studiengaenge an deutschsprachigen Universitaeten und Fachhochschulen.

Jan Anderssohn studierte an der TU Berlin Vermessungswesen und hat seine Diplomarbeit im Mai 2004 am Institut fuer Geodaesie und Geoinformationstechnik abgeschlossen. In seiner Arbeit beschaeftigte er sich mit dem Verfahren des so genannten Facetten-Stereo-Sehens zur Ableitung Digitaler Gelaendemodelle beschaeftigt und dazu ein eigenes Programmsystem erstellt. Mit diesem hat er verschiedene praktische Untersuchungen durchgefuehrt - sowohl mit simulierten als auch mit realen Bildern der Mars-Oberflaeche bis hin zu aktuellen Daten, wie sie derzeit die High Resolution Stereo Camera - HRSC - im Rahmen der europaeischen Mars Express Mission liefert.

Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass die Weiterentwicklung des Facetten-Stereo-Sehens verschiedene Moeglichkeiten zur Verfeinerung der photogrammetrischen Auswerteergebnisse der Mars-Forschung bietet. Dies ist deshalb besonders wertvoll, weil in der Planeten-Fernerkundung - im Gegensatz zu terrestrischen Anwendungen - die Aufnahmeparameter nicht den jeweiligen Anforderungen angepasst werden koennen.

Die Daten, die von der HRSC auf Mars Express gewonnen werden, muessen vielmehr fuer wissenschaftlich besonders interessante Gebiete mit den bestmoeglichen Verfahren ausgewertet werden. Hierzu leistet die Arbeit von Jan Anderssohn einen wichtigen Beitrag und unterstuetzt die laufenden Projektarbeiten der Mars-Forschung im Institut fuer Geodaesie und Geoinformationstechnik.

Pressemitteilung der Technischen Universitaet Berlin, 13.10.2004