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Die neue Rolle der Geothermie. 8. Geothermische Fachtagung vom 10.-12. November 2004, Landau/Pfalz

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

1991 traf sich die kleine geothermische Gemeinde Deutschlands zur ersten Fachtagung in Berlin am Mueggelsee. Damals hat wohl niemand eine Entwicklung voraussehen koennen, die die Geothermie zu einem der interessantesten und vielversprechendesten erneuerbaren Energietraeger werden lassen sollte. Seinerzeit wusste man ausserhalb einer recht uebersichtlichen Fachwelt selbst mit dem Begriff "Geothermie" kaum etwas anzufangen.

Die Zeiten haben sich geaendert. In der Nutzung geothermischer Ressourcen konzentrieren sich Forschung und Entwicklung laengst nicht mehr vorwiegend auf Grundsaetzliches. Stattdessen sind sie im Laufe der Jahre mehr und mehr zu Motoren fuer die Anwendung und Umsetzung geworden.

Die meisten Menschen wollen heute wissen, welchen Nutzen ein Energietraeger bringt. Mit Nutzen verbinden sie aber nicht mehr allein einen moeglichst niedrigen Preis fuer eine Kilowattstunde bereitgestellter Energie. Nutzen bedeuten auch Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Zukunftsfaehigkeit und natuerlich genauso Lebensqualitaet und Komfort. In diesem Umfeld kann die Geothermie ausgezeichnet mithalten. Die Moeglichkeiten und Potenziale, die im Waermestrom aus der Tiefe stecken, werden immer deutlicher. Man darf es doch selbstbewusst sagen, dass gerade in Mitteleuropa, in einer Region also, die auf den ersten Blick gar nicht so interessant fuer den Einsatz der Geothermie erscheinen mag, bedeutende Fortschritte bei Forschung, Entwicklung und Umsetzung erreicht wurden. Fortschritte, die der Nutzung der Erdwaerme insgesamt einen enormen Schub verleihen koennen.

"Wir haben die Chancen ergriffen, neue Maerkte schaffen und ausbauen und die Forschung gezielt als Transmissionsriemen fuer den Aufbau einer neuen Branche zu nutzen," so Dr. Burkhard Sanner, 1. Vorsitzender der Geothermischen Vereinigung e. V.

Bestandsaufnahmen zu machen, Entwicklungen vorzustellen und zu diskutieren, Ziele zu ueberpruefen und neue zu setzen: Das waren immer schon Aufgaben der Geothermischen Fachtagungen. Die 8. in dieser erfolgreichen Reihe findet an einem fuer die neue Rolle der Geothermie bezeichnenden Ort statt: Landau in der Pfalz liegt, geologisch betrachtet, im Oberrheingraben und damit in einer Region, die fuer die Nutzung der Energie aus der Tiefe besonders guenstige Voraussetzungen bereithaelt. In Landau wird eines der ersten deutschen geothermischen Kraftwerke entstehen. Von den Arbeiten werden sich die Teilnehmer der Konferenz selbst ein Bild machen koennen. Viele weitere Anlagen im Lande werden folgen. Sie alle werden fuer eine saubere und zukunftssichere Energieversorgung stehen.

Die Geothermischen Fachtagungen bemuehen sich immer, das gesamte Spektrum von Forschung, Entwicklung und Anwendungsmoeglichkeiten aufzugreifen, von Tiefer und Oberflaechennaher Nutzung. Noch nie aber haben die Themen der oberflaechennahen Geothermie, Heizen, Kuehlen und Speichern, einen solch breiten Raum auf einer der Fachtagungen eingenommen wie dieses Mal. Auch das demonstriert einen wichtigen Aspekt der neuen Rolle der Geothermie: Vor allem im Neubaubereich fuehrt fuer die Klugen kein Weg mehr an der Erdwaerme vorbei. "Unsere intelligenten Konzepte fuer den Buero- und Verwaltungsbau etwa nehmen es laengst auch wirtschaftlich mit konventionellen Systemen auf," so Sanner. Oder anders: "Wir suchen keine Nische im Waermemarkt, wir gestalten ihn mit."

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie: hier

Pressemitteilung Geothermische Vereinigung e.V., 29.07.2004