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RWTH heizt aus 2.500 Meter Tiefe - Einladung zur Journalistentagung "Geothermie-Tiefbohrung"

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Eine Bohrung bis in 2,5 Kilometer Tiefe soll im Rahmen eines EU-Demonstrationsprojektes Erdwaerme fuer das Studienfunktionale Zentrum "SuperC"der RWTH Aachen sichern. Im Rahmen einer zweitaegigen Informationsveranstaltung am 26. und 27. Oktober 2004 moechten wir Ihnen die Gelegenheit bieten, sich vor Ort ein Bild ueber das ambitionierte Vorhaben zu machen.

Inmitten des Aachener Hochschulviertels, nur wenige hundert Meter von Dom und Rathaus entfernt, plant die RWTH den Bau des zentralen Service-Centers fuer Studierende "SuperC". Der Name leitet sich vom Gebaeudeentwurf ab, der im Profil an ein ueberdimensional "C" erinnert. Alle Dienstleistungseinrichtungen fuer Studierende sollen hier unter einem Dach untergebracht sowie Raum fuer Tagungen, Konferenzen und Ausstellungen geschaffen werden.

So aussergewoehnlich wie die Architektur ist auch das Energiekonzept fuer das "SuperC": Zur Waermeversorgung will man Erdwaerme als Energiequelle nutzen. Hierzu wird derzeit im Vorfeld der Hochbauarbeiten neben dem zukuenftigen Service-Center eine Erdwaermesonde mittels einer 2.500 Meter tiefen Bohrung installiert. Spaeter soll dann in einem geschlossenen Kreislauf kaltes Wasser in die Tiefe geleitet werden. Es erwaermt sich in den Gesteinsschichten, wird wieder an die Oberflaeche zurueckgepumpt und dort direkt in die Heiz- und Kuehlsysteme des Gebaeudes eingespeist.

Den Startschuss zur Bohrung gab Mitte Juli der NRW-Minister fuer Verkehr, Energie und Landesplanung Dr. Axel Horstmann, der dem RWTH-Vorhaben die Vorbildfunktion fuer die Geothermienutzung fuer Grossbauten in NRW und bundesweit zumisst. Das Projekt sei nicht nur unter Klima- und Umweltschutzaspekten interessant - schliesslich will die Aachener Hochschule so einen jaehrlichen Ausstoss von mehr 300 Tonnen Kohlendioxyd vermeiden -, sondern es bestaetige auch die Position von NRW als fuehrendes Energietechnologieland. Entsprechend wird die Geothermie-Tiefbohrung vom Land NRW und der EU gefoerdert.

Fuer die interdisziplinaere Forschung der RWTH bietet das Geothermieprojekt eine hervorragende Plattform, um Know-how und Leistungsvermoegen der Institute aus den Fachgruppen Rohstoffe und Entsorgungstechnik sowie Geowissenschaften zu praesentieren. Fuer die Stadt Aachen entwickelte sich der Bohrplatz mit seinem ueber 34 Meter hohen Turm zur nahezu touristischen Attraktion. Innerhalb weniger Wochen nahmen Tausende Besucher die Besichtigungsmoeglichkeiten wahr.

Geplant war zu Projektbeginn eine Bohrzeit von insgesamt rund vier Monaten. Der Bohrbetrieb erfolgt rund um die Uhr in vier Schichten. Das Bergamt Dueren fuehrt begleitend Schallmessungen durch. Zudem wird die Grundwasserqualitaet am Bohrloch staendig kontrolliert. Typische Gesteinsproben der Bohrung koennen in der Infostation gegenueber dem Bohrplatz betrachtet werden. Zu den ausgelegten Praeparaten werden Beschreibungen vom Geologischen Dienst NRW und dem Geologischen Institut der RWTH bereit gestellt.

Waehrend der Journalistentagung sollen Ihnen als Vertreterinnen und Vertreter der Medien die aktuellen Ergebnisse und Hintergruende der Tiefbohrung der RWTH detailliert vorgestellt werden. Die beteiligten Wissenschaftler stehen ebenso wie die Hochschulleitung fuer Fragen und Diskussionen zur Verfuegung. Dem beigefuegten Programm koennen Sie die Vortragsthemen entnehmen, mit denen wir Sie ueber Zielsetzung und Projektentwicklung informieren wollen.

Die Journalistentagung "Geothermie-Tiefenbohrung der RWTH Aachen" beginnt am Dienstag, den 26. Oktober 2004, um 13.00 Uhr und endet am Mittwoch, den 27. Oktober 2004, gegen 14.00 Uhr nach einem abschliessenden Mittagessen. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein und bitten Sie, Ihre Anmeldung mit dem beiliegenden Rueckmeldeformular vorzunehmen. Die Teilnahme ist inklusive Verpflegung und Uebernachtung vom 26. auf den 27. Oktober kostenlos. Es wuerde uns sehr freuen, wenn Sie Ihre Teilnahme ermoeglichen koennen! Das ausfuehrliche Programm finden Sie hier und ein Anmeldeformular hier.

Pressemitteilung Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule Aachen, 16.09.2004