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Fuenf Jahre Klimastation der FH Jena

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Am 01. Juli 2004 besteht die klimatologische Messstation der FH Jena fuenf Jahre. Ein Anlass zum Rueckblick, nicht nur fuer Wetterfroesche.

Im Sommer 1999 wurde die klimatologische Messstation der FH Jena durch das Fachgebiet Prozesssteuerungs-, Mess- und Regelungstechnik am Fachbereich Maschinenbau errichtet und in Betrieb genommen. Seit dem 1. Juli 99 werden kontinuierlich alle 10 Minuten Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Niederschlag, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Windrichtung sowie Globalstrahlung registriert. Das Archiv umfasst inzwischen 262 Tausend Datensaetze. Vorausgegangen waren Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dirk Heinze insbesondere im Bereich der Feuchtemesstechnik u.a. mit der Firma Lambrecht in Goettingen, einem renommierten Hersteller fuer meteorologische Messgeraete.


(c) FH Jena

Messtechnik und Sensorik stehen auch bei der Nutzung der Station fuer der Lehre im Fordergrund. Die Verbindung technischer Fragestellungen mit Alltagserfahrungen spricht die Studenten auf besondere Weise an. Umfangreiche Prozessdaten bearbeiten zu koennen, ist fuer viele eine neue Herausforderung. Darueber hinaus werden Anfragen von Schuelern und Studenten anderer Einrichtungen bearbeitet, die fuer Hausarbeiten, Praktika usw. an Aussagen zum lokalen Klima interessiert sind.

Die Internetseiten der klimatologischen Messstation halten fuer eine breite Oeffentlichkeit sowohl die aktuellen Messwerte als auch die aufgezeichneten Daten bereit. Des weiteren finden sich dort Informationen zum Thema Stadtklima, zu den Messverfahren sowie zum Standort. Seit der Ueberarbeitung der Seiten Anfang des Jahres werden zu den Datenbankabfragen die entsprechenden Grafiken generiert. Wegen haeufiger Nachfrage wurden Hinweise zum Kalibrieren von Barometern angeboten. An manchen Tagen zaehlt der Internetbereich der Klimastation bis zu 1000 Zugriffe von etwa 300 verschiedenen Besuchern. Ganz weit vorn in der Nutzerstatistik liegt das Skript mit den aktuellen Daten!

Zu besonderen Wetterereignissen erhoeht sich schlagartig das allgemeine Interesse und auch die lokalen Tageszeitungen oder Jena TV melden sich. Aus einer Pressemitteilung zum Hitzerekord am 20.6.2000 wurde ein regelmaessiger monatlicher Witterungsrueckblick. Inzwischen liegt die hoechste Temperatur bei 36,9°C (13.8.03). Am kaeltesten war es hingegen mit -15,8°C am 4.1.02. Niederschlagreichster Tag war bisher der 7.7.01 mit 50 mm Regen.Fuer viele wissenschaftliche Fragestellungen sind nicht nur ausgefallene Wetterkapriolen und Extrema von Bedeutung, sondern eher solide Vergleichswerte. So wird das Datenarchiv der Station in sehr verschiedenen Bereichen, angefangen bei der Materialforschung ueber Klima- und Haustechnik bis hin zur Kalibrierung geodaetischer Geraete genutzt. In der Baubranche interessieren hauptsaechlich Niederschlagsmengen und Temperaturen. Zur Populationsforschungen bei Schnecken oder Orchideen sind Referenzen zum Gesamtklima wichtig. Im Bereich Solarenergie / Globalstrahlung gehoeren u.a. die Stadtwerke zu den regelmaessigen Nutzern. Erwaehnt seien hier noch die Ballonfahrer, die durch eine Anfrage zum Taupunktabstand, dem sogenannten Spread den Anstoss gaben, eine automatische Taupunktberechnung einzurichten.

Kontakte bestehen weiterhin zur Klimastation im Schillergaesschen (FSU) und zum Messnetz der Thueringer Landesanstalt fuer Umwelt und Geologie (TLUG). Eine Erweiterungen des eigenen Messprogramms ist vorgesehen. Gegenwaertig befindet sich ein UV-Sensor in der Testphase.

Aktuelle Klimadaten finden Sie hier.

Bernhard Kuehn
Dipl.-Physiker

Fachbereich Maschinenbau
Fachgebiet: Prozesssteuerungs-, Mess- und Regelungstechnik
Fachgebietsleiter: Prof. Dr.-Ing. habil. Dirk Heinze

Klimatologische Messstation
Telefon: 0 36 41 / 205-328 (-309)
Fax: 0 36 41 / 205-314
Internet: http://wetter.mb.fh-jena.de/station
e-mail: klima@fh-jena.de

Fuenf Jahre klimatologische Messstation - eine Chronik:

1999

  • Mai: Aufbau der Klimastation auf dem suedlichen Anbau der Halle 4, Fernmessanlage wird auf das Dach transportiert
  • Juni: Installation der Software MeteoWare PRO, Inbetriebnahme der Datenverbindung, erste Momentanwerte auf dem Bildschirm
  • Juni: am 24.6.99 berichtet die TLZ in der Rubrik "Aus Lehre und Forschung" ausfuehrlich ueber die entstehende Messstation
  • Juli: seit 1.7.99 werden kontinuierlich alle 10 Minuten Klimadaten registriert und archiviert
  • September: Gestaltung der ersten Internetseiten

2000

  • Maerz: eine SQL-Datenbank wird erstellt und ueber Internet zugaenglich gemacht
  • April: der Praktikumsversuch "statistische Auswertung von Wetterdaten" wird erstmals durchgefuehrt
  • Mai: Jena TV besucht die Station, der Beitrag wird in der "Jenaer Woche" gesendet
  • Juni: der Hitzerekord 2000 am 20.6. mit 35,9°C ist Anlass fuer eine Pressemitteilung, seit dem regelmaessige monatliche Witterungsrueckblicke
  • Juni: regelmaessige Beitraege in der Hochschulzeitung "facetten" ab Ausgabe 1
  • Juni: Stefan Heller ist der erste Schueler, der sein Betriebspraktikum an der Klimastation absolviert
  • Juli: ein mehrfarbiges Faltblatt wird erarbeitet und gedruckt
  • Oktober: Vortrag zum Tag der Forschung an der FH
  • November: die aktuellen Daten sind ab jetzt auch bei "jenaonline.de" integriert

2001

  • Mai: die Klimastation wird in die Wetterstationskarte D-A-CH 2001 aufgenommen
  • Juli: der Juli 01 ist mit 130 mm der niederschlagreichster Monat, davon 50 mm am 7.7. (bisherige Hoechstmenge pro Tag)
  • November: ein neuer Strahlungssensor , das Pyranometer CM 11wird installiert

2002

  • Januar: mit -15,8°C wird am 4.1. die niedrigste Temperatur gemessen, Pressemitteilung aussergewoehnliche Temperaturschwankungen im Januar 02
  • Februar: Windlastmessungen in Kooperation mit der InovaSat GmbH
  • August: die Klimastation zieht am 12.8. um, der neue Standort befindet sich auf dem sanierten Haus 5
  • Oktober: der 27.10. ist der windigste Tag mit Windspitzen bis 29 m/s

2003

  • Januar: eine neuer Server fuer Datenbank und Internet geht ans Netz
  • Juni: Monat mit der hoechsten Sonneneinstrahlung, die Summe der Globalstrahlung betraegt 190 kWh/m^2
  • Juli: eine Moeglichkeit zu grafischen Anzeige der Klimadaten wird integriert und online geschaltet
  • August: der August 03 ist der waermste Monat innerhalb der fuenf Jahre, mit 36,9°C wird am 13.8. ein neues Temperaturmaximum erreicht, auf Grund der Hitze auch im Innenbereich steigt der Server zeitweise aus
  • September: ein Sensor fuer UV-Strahlung wird montiert, Beginn der Testphase
  • Oktober: eine automatische Taupunktbe-rechnung wird in der Onlineanzeige implementiert

2004

  • Februar: die ueberarbeiteten Internetseiten werden freigegeben
  • Maerz: Vortrag ueber "Aufgaben, Moeglichkeiten und ausgewaehlte Ergebnisse" beim Verein der Ingenieure und Techniker in Thueringen
  • Mai: Teilnahme am 2. Thueringer Klimaforum mit einem Poster
  • Juni: die Nutzerstatistik des Webservers zaehlt an manchen Tagen bis zu 1000 Zugriffen von etwa 200 bis 300 verschiedenen Besuchern
  • Juli: Pressetermin zum fuenfjaehrigen Bestehen der klimatologischen Messstation

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