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Atmosphärenforschung geht in eine neue Dimension - BMBF setzt mit Forschungsflugzeug HALO weiteres Großprojekt um

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Deutschland bekommt ein neues Forschungsflugzeug zur wissenschaftlichen Untersuchung der Erdatmosphäre.

Wie Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn am Sonntag in Berlin mitteilte, übernimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung - BMBF - mit 47,5 Millionen Euro 70 Prozent der Gesamtkosten von HALO - High Altitude and Long Range Research Aircraft -. "Mit HALO geht die Atmosphärenforschung in eine neue Dimension", sagte Bulmahn. Die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungseinrichtungen - HGF - und die Max-Planck-Gesellschaft - MPG - teilen sich zusammen die restlichen 19,5 Millionen Euro.

Bei einer Flughöhe von mehr als 15 Kilometern, einer Nutzlast von drei Tonnen und einer Reichweite über 8000 Kilometern übertreffe HALO bei weitem alle existierenden Forschungsflugzeuge, so die Bundesforschungsministerin. "HALO ermöglicht eine bisher unerreichte Qualität von Messungen gerade in den für das Leben auf der Erde so bedeutsamen Höhenschichten der Atmosphäre." Damit werde auch ein wesentlicher Beitrag zum Verständnis der Ozonproblematik und dem Austausch von Luftschadstoffen geleistet. HALO soll vor allem in der Troposphäre und der unteren Stratosphäre Messungen machen und für Erdbeobachtungen eingesetzt werden.


(c) Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

HALO ist das zweite von neun Großgeräten zur Grundlagenforschung, die der Wissenschaftsrat 2002 zur Umsetzung empfohlen hat. Durch die jetzt getroffene Vereinbarung werde HALO schneller als erwartet der Wissenschaft zur Verfügung stehen. "Die Bundesregierung ist fest entschlossen, den Forschungsstandort Deutschland in all seinen Facetten weiter zu stärken", sagte Bulmahn. HALO soll bereits 2008 vom Flugplatz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt -DLR - in Oberpfaffenhofen aus zu Forschungsflügen rund um den Globus starten.

Pressemitteilung des Bundesministeriums fuer Bildung und Forschung, 13.09.2004