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Neuer Sonderforschungsbereich "Die troposphaerische Eisphase" eingerichtet

erstellt von Leonards zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Kooperation zwischen den Universitaeten Frankfurt, Mainz und Darmstadt sowie dem Max-Planck-Institut fuer Chemie

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat zum 1. Juli 2004 einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB 1990) zum Thema "Die troposphaerische Eisphase" eingerichtet und zunaechst fuer einen Zeitraum von vier Jahren Forschungsmittel in Hoehe von etwa fuenf Millionen EURO bewilligt. In diesem Forschungsverbund werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus insgesamt sieben Instituten an der Johann Wolfgang Goethe-Universitaet in Frankfurt am Main, der Johannes Gutenberg-Universitaet in Mainz und der Technischen Hochschule Darmstadt sowie aus drei Abteilungen des Max-Planck-Institutes fuer Chemie in Mainz in 14 Teilprojekten auf dem Gebiet der Atmosphaerenforschung zusammenarbeiten. Das Forschungsprogramm dieses SFBs umfasst experimentelle und theoretische Untersuchungen zur Rolle der eisfoermigen Partikel in Wolken und Niederschlag. Sprecher des Sonderforschungsbereiches ist Prof. Dr. Ulrich Schmidt, Institut fuer Meteorologie und Geophysik der Johann Wolfgang Goethe-Universitaet Frankfurt.

Die Bildung von Eisteilchen in den Wolken ist eine der wesentlichen Voraussetzungen fuer die Entwicklung des Niederschlags. Wegen ihrer komplexen chemischen und physikalischen Eigenschaften beeinflussen die Eisteilchen aber auch in vielfaeltiger Weise den Energiehaushalt der Atmosphaere und damit das Klima, die Ausbreitung von Sonnenstrahlung und die Verteilung von verschiedenen Spurenstoffen in der Atmosphaere. In dem ersten Foerderzeitraum werden sich die Forschungsarbeiten auf die Entwicklung von neuen Messtechniken und numerischen Modellen konzentrieren, mit denen ein verbessertes Verstaendnis der Bildung, Verteilung und Wirkung von Eisteilchen erarbeitet werden kann. Die Forschungsarbeiten werden neue Ergebnisse liefern, die einerseits das grundsaetzliche Verstaendnis der physikalisch-chemischen Prozesse in der Atmosphaere verbessern und andererseits auch die Zuverlaessigkeit der Vorhersage der Haeufigkeit und Intensitaet des Niederschlags erhoehen. Sie sind damit ein Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage im Allgemeinen auch insbesondere der Vorhersage von extremen Wetterfolgen wie zum Beispiel Ueberschwemmungen. Mit dem Sonderforschungsbereich intensivieren die beteiligten Forschungsinstitute ihre bereits 30-jaehrige erfolgreiche Kooperation auf dem Gebiet der Atmosphaerenforschung. Der Forschungsverbund ist darueber hinaus ein Beitrag zur organisatorischen Vernetzung der Geowissenschaftlichen Institute an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Rhein-Main-Region.

Naehere Informationen: Prof. Dr. Ulrich Schmidt, Institut fuer Meteorologie und Geophysik, Telefon 069/798-23637 oder -22321, Fax 069/798-28331, E-Mail: u.schmidt@meteor.uni-frankfurt.de