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Meereswissenschaften: "Uni Bremen spielt international ganz oben mit"

erstellt von redaktion zuletzt verändert: 17.11.2016 13:35 — abgelaufen

Riesenerfolg für die Universität Bremen: Die Ocean University of China in Qingdao gilt weltweit als eine führende Forschungseinrichtung im Bereich der Meereswissenschaften. Die Universität Bremen hat kürzlich, zusammen mit der Christian- Albrechts-Universität Kiel einen Kooperationsvertrag mit Qingdao unterzeichnet. Bei einem Besuch vom Bremer Uni-Rektor Professor Wilfried Müller an der Ocean University of China, wurde eine enge Zusammenarbeit in der Meeresforschung und die Etablierung eines deutsch-chinesischen Zentrums für Meereswissenschaften in Qingdao vereinbart.

Als erster Schritt in diese Richtung wird jetzt - von allen drei Universitäten gemeinsam - ein internationales Masterprogramm entwickelt, das schon 2007 angeboten werden soll. Die Aufbauphase wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Ministerium für Bildung der Volksrepublik China gefördert. Allein die Bremer Forschungseinrichtungen werden mit 200.000 Euro unterstützt. Darüber hinaus will das BMBF die Entwicklung neuer gemeinsamer Forschungsprojekte zwischen den beteiligen Universitäten finanziell fördern.

"In Deutschland gibt es bislang noch keine Kooperation mit China im Bereich der Meereswissenschaften, schon gar nicht in dieser Preisklasse," erklärt Dr. Petra Westhaus-Ekau vom Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) an der Universität Bremen, das an der Kooperation maßgeblich beteiligt war. "Angesichts der globalen Probleme, wie Meeresverschmutzung, Rückgang der Fischerei-Industrie, Abholzung wichtiger Baumbestände in Küstenschutzregionen und Klima-Veränderungen werden die Meereswissenschaften unsere Zukunft entscheidend mitbestimmen. Eine internationale Zusammenarbeit in diesem Forschungsbereich ist für uns Pflicht".

Ein Meilenstein auf diesem Weg ist bereits gelegt: 28 Studierende (je sieben aus Bremen und Kiel, 14 aus China) werden vom 19. bis zum 30. September 2005 an einer Sommerschule zur "Erwärmung der Meere" in Qingdao teilnehmen. Sechs Bremer Professoren und Dozenten begleiten die Gruppe aus Deutschland, um persönlichen Kontakt zu den chinesischen Wissenschaftlern aufzunehmen. Die Kosten für die Sommerschule teilen sich das deutsche und das chinesische Bildungsministerium.

Zum Masterprogramm gehört ein einjähriges Auslandsstudium deutscher und chinesischer Studierender in den jeweiligen Partnerländern. Die Abschlüsse werden in China und Deutschland gleichermaßen anerkannt werden. Für Bremen ist es bereits die dritte Vereinbarung mit einer internationalen Universität, die - im Rahmen des Bologna-Prozesses - einen Doppel-Abschluss für Studierende vorsieht.

"Dass die Universität Bremen für Qingdao ein attraktiver Partner ist, kommt nicht von ungefähr - wir haben in den Fachbereichen Physik/Elektrotechnik, Biologie/Chemie und Geowissenschaften bereits vier internationale Masterstudiengänge zur Meeresforschung etabliert", erläutert Dr. Renate Schönhagen vom International Office der Universität Bremen. "Mit dieser Kooperation spielt Bremen jetzt auch international ganz oben mit."

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